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Interessantes Interview mit Claudia Kemfert und Tilo Jung zum Thema Energie, Auto etcpp.

fakiauso / 68 Antworten / Flachansicht Nickles

Jung und Naiv 343

Sachlicher und treffender kann man die aktuellen Verwerfungen nicht auf den Punkt bringen und Energie- und Kohlelobby Lügen strafen...

Quelle: Jung und Naiv 343
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fakiauso Borlander

„Man kann man da nicht einfach auf die Strommenge schauen sondern muss die zeitliche Verteilung berücksichtigen. ...“

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Man kann man da nicht einfach auf die Strommenge schauen sondern muss die zeitliche Verteilung berücksichtigen.
Dummerweise kannst Du elektrische Energie nur sehr eingeschränkt Speichern (Pumpspeicherkraftwerke hat man schon dort man wie bauen kann und ansonsten hat man nicht so viele Technologien zur Auswahl die skalierbar sind und einen nennenswerten Wirkungsgrad haben) und deshalb kannst Du mit regenerativen Energien keine Grundlastversorgung sicherstellen


Auch da streiten sich die Geister weiter und ganz so gefährlich scheint es doch nicht auszusehen, wie es gerne propagiert wird (auch beim Abschalten der AKW wurden von den Firmen wahre Horror-Szenarien an die Wand gemalt, die nie eingetroffen sind und das wiederholt sich jetzt ähnlich bei der Kohle).

Die einzelnen Energiearten überlagern sich und das alle gleichzeitig nahe Null gehen, ist faktisch ausgeschlossen.

Natürlich ist ein Kohlekraftwerk träge und kann nicht einfach an- und ausgeknipst werden. Aber als noch zum Grossteil Strom so erzeugt wurde, wurde auch mit den KKW und AKW jede Menge Strom für lau erzeugt, der "sinnlos" verpulvert wurde.
Insofern ist es schon sinnvoll, aus Umweltsicht die Überkapazitäten in erster Linie dort aus dem Netz zu nehmen.

Das Speicherproblem wird sich lösen lassen müssen, wobei zumindest herkömmliche Batteriesysteme da für mich nicht der Stein der Weisen sind. Solche Ansätze wie Wärmespeicher, Salzwasserbatterien o.ä. scheinen dagegen erfolgversprechender.

Es ist wie gesagt oft eine Frage des Wollens und wie hoch der Speicherbedarf wirklich ist und ab wann der Fall X tatsächlich eintritt, an dem dieser benötigt wird ebenfalls.
Das legt jeder nach seinem Gutdünken aus und angesichts der Orakeleien, die speziell ein eher "wirtschaftsfreundliches" Institut wie ifo samt seinem Ex-Chef Sinn schon verbrochen hat, scheint mir die Panikmache tendenziell doch eher auf dieser Seite zu liegen.

Links in loser Folge:

https://www.unendlich-viel-energie.de/mediathek/grafiken/grafik-dossier-stromspeicher

https://www.swr.de/swraktuell/baden-wuerttemberg/Netzbauprojekt-Stromautobahn-Stromausbau-aus-Erneuerbaren-auf-bestehenden-Trassen,netzbauprojekt-ultranet-100.html

https://partner.mvv.de/blog/stromspeicher-erneuerbare-energien-noch-effizienter-nutzen

https://www.euwid-energie.de/die-energiewende-wird-nicht-an-stromspeichern-scheitern/

https://www.wiwo.de/technologie/green/energiewende-bis-2030-sind-keine-stromspeicher-noetig/13568702.html

https://www.siemens.com/customer-magazine/de/home/energie/erneuerbare-energien/stromspeicher-ein-ueberblick.html

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:- Borlander