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Interessantes Interview mit Claudia Kemfert und Tilo Jung zum Thema Energie, Auto etcpp.

fakiauso / 68 Antworten / Flachansicht Nickles

Jung und Naiv 343

Sachlicher und treffender kann man die aktuellen Verwerfungen nicht auf den Punkt bringen und Energie- und Kohlelobby Lügen strafen...

Quelle: Jung und Naiv 343
"Anyone who believes exponential growth can go on forever in a finite world is either a madman or an idiot (or an economist)" - Hellsongs
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hatterchen1 Olaf19

„Es geht doch nicht um alle stilllegen, sondern nur um den Überschuss, der laut Alpha13 bei satten 54 TW liegt! Wenn man ...“

Optionen
Wenn man davon z.B. 80% abbaute, zu Lasten der Kohlekraftwerke, und 20% als Reserve beließe

So funktioniert das aber nicht.
Kohlekraftwerke laufen 24/7/365. Und etwas Kohleabbau, so evtl. LKW Weise geht natürlich erst recht nicht.
Wenn man die Kohlekraftwerke abschaltet, geht bei nächster Gelegenheit die Lampe in Deutschland aus.
Also brauchen wir Ersatz-Kraftwerke, die in der Lage sind, große Mengen an Strom auf Zuruf zu produzieren. Windräder und Photovoltaik gehören nicht dazu.
Also Gaskraftwerke? Auch ein Fossiler Brennstoff, also schlecht für die Umwelt.
Fusionsreaktoren haben wir leider noch nicht, aber dagegen gingen auch wieder alle auf die Straße.

Also watt?

Neue Windkraftanlagen, mit allen negativen Auswirkungen auf Landschaft und Natur? Noch mehr Photovoltaik auf der Gartenlaube? Oder den Rhein aufstauen für Wasserkraft?

Wenn Du dich schon auf alpha13 beziehst, frage ihn mal um welchen Überschussstrom es sich wirklich handelt, das wird ja gerne verschwiegen. Das ist zum Großteil Strom von den kleinen, total übersubventionierten Kleineinspeisern, denen die Abnahme garantiert wurde/wird und die in keiner Weise regelbar ist.
Im Gegenzug müssen Großkraftwerke auf Minimallast gedrosselt werden, denn Kohlebrenner kann man nicht einfach abschalten.
Und dann, aber auch nur dann kommt es zu Überkapazitäten.
Aber wenn der Wind nicht bläst und die Sonne Siesta macht, produzieren bislang nur Verbrennungskraftwerke die Strommenge, die ein Land wie Deutschland benötigt.

Wenn man weiterhin bedenkt, dass in Deutschland die Planung, Genehmigung und der Bau eines Kraftwerkes 10-15 Jahre dauert, mit ungewissem Ausgang, kann man auch leicht nachvollziehen warum heute keiner mehr sein Geld darin investieren will.

Das Argument "ich bin dagegen, weil die Kohlelobby dafür ist" ist in meinen Augen Kinderkacke und reiner Aktionismus, der in Europa langsam bedenkliche Formen annimmt.

Natürlich ginge es anders, natürlich ginge es sauber und natürlich könnten die Konzerne auch damit leben und Geld machen. Das verhindert aber die aktuelle politische Gemengelage...

Gestottertes Wissen ist besser als eloquente Dummheit. Marcus Tullius Cicero (106 - 43 v.Chr.Rom) Staatsmann und Philosoph
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:- Borlander