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Corona - Die Diskussion auf Nickles.de

fakiauso / 195 Antworten / Flachansicht Nickles
(Foto: Pixabay)

Keine Ahnung, wie das rüber zu bringen ist... und ich weiss, dass derzeit viele zu knabbern haben wegen des Virus´.

Aber ich will hier auch aus eigener Erfahrung einmal eine Lanze brechen für die m.E. besonders betroffene Branche der Künstler und Veranstalter und wasweissichnoch, was da alles dazu gehört!

Hier ein Film, der wenigstens auf die echten Existenznöte dieser Branche aufmerksam macht statt der meist scheinbetroffenen Grunzrechtsverteidiger auf den Demos. Das geht mir einfach zu sehr unter in der Gehirnwäsche von allen Seiten. Leider weiss ich auch nicht so wirklich, wie da zu helfen wäre. Druck auf die Politik mit ansprechen der örtlichen Vertreter bis nach oben ist da wahrscheinlich eines der wenigen Mittel.

Für die, welche immer noch meinen, es handelt sich nur um eine Art Grippe, gibt es ebenfalls einen Film der Uni Tübingen. Ich war zugegebenermassen anfangs auch der Annahme, dass dieses Virus "irgendwie durchzieht" und dann bekommt man das in den Griff.

Leider war das ein Irrtum!

"Anyone who believes exponential growth can go on forever in a finite world is either a madman or an idiot (or an economist)" - Hellsongs
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Warum bist Du kein Politiker? ha
globe-trotter fakiauso

„Corona - Die Diskussion auf Nickles.de“

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Ich möchte etwas zum Maskentragen aus eigenem Erleben und eigenem Hintergrund beitragen.

Ich habe lange Zeit in Hongkong gelebt und dort 2002/2003 die erste SARS-Welle miterlebt: https://de.wikipedia.org/wiki/SARS-Pandemie_2002/2003  Als Mitte Januar hier die ersten Berichte über ein neuartiges SARS-Virus auftauchten, wusste ich was auf uns zukommen wird. Ich versuchte Freunde und Bekannte zu warnen und von der beginnenden Gefahr zu überzeugen ... vergebens.

Also klapperten wir Anfang Februar Baumärkte ab und kauften einige (damals in ausreichender Menge vorhandene) FFP2-Masken. Wieder Hinweise an unser Umfeld die Gefahr zu sehen und ihr vorzubeugen ... vergebens.

Anfang März begannen wir außer Haus Schutzmasken zu tragen, ihr könnt euch das "Spießrutenlaufen" vorstellen. Meine aus Hongkong stammende Frau wurde beleidigt, angepöbelt, angespuckt und handgreiflich aus einem Supermarkt rausgeworfen.

Mitte April schickten uns Freunde aus Hongkong 200 FFP2- Masken, wovon wir 150 St. unserer Hausarztpraxis schenkten, die damals keine bekommen konnte. Zu diesem Zeitpunkt sah man hier schon einige wenige Leute mit (zum Teil selbst gebastelten) Schutzmasken herumlaufen, während zur gleichen Zeit vom RKI und einem bekannten "Ärztefunktionär" noch gesagt wurde, dass Masken nichts oder kaum nutzen würden. Im Mai sah man schon mehr Menschen mit Masken, im Sommer wieder kaum noch welche.

Anfang September war (uns) klar, dass mit Sicherheit eine zweite Welle kommen wird, das Verhalten unserer Umwelt ließ daran keinen Zweifel. Die Freunde sandten uns nochmals FFP2-Masken, dieses Mal nicht aus Chinesischer- sondern aus Hongkong-Produktion mit CE-Zertifikat. So ab Mitte Oktober sah man schon deutlich mehr Menschen, die Schutzmasken trugen, ca. 60%.

Zum Verhalten von hiesiger Gesellschaft, Politik und "Querdenkern" - Christian Morgenstern:

Und er kommt zu dem Ergebnis:
"Nur ein Traum war das Erlebnis.
Weil", so schließt er messerscharf,
"nicht sein kann, was nicht sein darf."





Allen ist das Denken erlaubt, vielen bleibt es erspart. (Curt Goetz)
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