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Win11 und der Zwang zum Online-Konto - Was spricht eigentlich gegen einen MS-Account?

weissnix2 / 68 Antworten / Flachansicht Nickles
Manche Leute nutzen tatsächlich das OneDrive oder den MS Store und akzeptieren daher, dass sie sich dafür mit einem Online-Account anmelden müssen.

Was spricht eigentlich gegen einen MS-Account? Bei Nickles muss man sich doch auch anmelden, wenn man hier mitspielen möchte. 

...die sich alle freiwillig diesem Zwang unterwerfen!

Wozu werde ich gezwungen, wenn ich etwas freiwillig tue?  Auch ich denke nicht im Traum daran, irgendwelche sensiblen Daten in einer Cloud zu speichern, aber um z.B. harmlose Urlaubsfotos mit anderen zu teilen, finde ich OneDrive ganz nützlich. 

Wer klug ist, kann sich auch schon mal dumm stellen. Umgekehrt wird's schwierig...
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mawe2 weissnix2

„Alles schön und gut. Aber was es mir schadet, wenn ich mich bei MS mit einem Konto registriere, habe ich immer noch nicht ...“

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Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, dass manche Leute hinsichtlich der Wichtigkeit ihrer personenbezogenen Daten.an maßloser Selbstüberschätzung leiden. 

Andere wiederum leiden (bezogen auf den Datenschutz) an massiver Uninformiertheit.

Alles schön und gut. Aber was es mir schadet, wenn ich mich bei MS mit einem Konto registriere, habe ich immer noch nicht verstanden.

Leider ist das Thema relativ komplex. Weitestgehend uninformierten Leuten kann man leider nicht mit wenigen Sätzen die Bedeutung des Themas erklären (nach dem Motto: "Du machst A, dann passiert mit Sicherheit B und für Dich tritt automatisch der Schaden C ein."). So einfach ist es leider nicht.

Wer sich wirklich dafür interessiert, findet im Web unendlich viele Informationen dazu.

Leider wird er auch unendlich viele Informationen der Datenschutz-Leugner finden. Und wahrheitsgemäße, zutreffende Informationen von gezielten Falschmeldungen zu unterscheiden, erfordert eben auch schon wieder ein gewisses Maß an Grundwissen zu einem Thema.

Insgesamt also eine ziemlich schwierige Sache.

Ich stehe ja grundsätzlich auf dem Standpunkt, dass jeder sich mit seiner Uniformiertheit selbst schaden darf, wie er will. Leider sind in diesem Zusammenhang (Datenschutz) meistens auch andere Leute betroffen, die sich leider gar nicht wehren können. Wer Datenschutz nicht ernst nimmt, schadet nicht nur sich sondern meist auch anderen.

Wenn Du mit einem einfachen Beispiel den Sinn von Datenschutz verstehen möchtest, dann lies Dir das hier mal durch:

https://www.heise.de/ct/ausgabe/2015-17-Editorial-Nichts-zu-verbergen-2755486.html

Bezogen auf dieses Beispiel befinden wir uns mit der Datensammelwut der IT-Giganten momentan noch irgendwo in der Zeitspanne zwischen 1851 und 1940 (ich schätze mal, so ungefähr 1938 / 1939)!

1900 oder 1910 konnte sich der normale jüdische Amsterdamer Bürger auch noch nicht vorstellen, warum dieses simple Merkmal der Religionszugehörigkeit im Melderegister ein Problem für ihn sein sollte. Er hatte ja nichts zu verbergen...

"When bankers get together for dinner, they discuss Art. When artists get together for dinner, they discuss Money" (Oscar Wilde)
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