Der günstigste PC der Welt 36 Themen, 499 Beiträge

Hintergründe - das Billig-PC-Projekt im Detail

Michael Nickles / 41 Antworten / Flachansicht Nickles

Es geht um mehr als nur einen billigen PC, den sich jeder leisten kann! Und zwar um eine Kiste, die extrem stabil und einsteigerfreundlich ist und die auch ein Laie nicht so leicht platt machen kann.

Alle Details, Grundlagen, Shopping-Tipps und Bauanleitungen sind hier in diesem Schwerpunkt zusammengefasst: LINK Der 99 Euro PC - Total-Maschine zum Spottpreis.

Diesen Schwerpunkt sollte sich jeder reinziehen, der hier am Projekt mitmachen will. Deine Chance: jeden Monat blecht Nickles.de dem Macher des billigsten PC seine Kosten!

Hinweis: Der im Schwerpunkt zusammengestellte PC ist natürlich nur ein Beispiel. Jede funktionierende Lösung ist erlaubt!

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Systemcrasher Vagabund

„Wenn ein Rechtanwalt ein Windows 95 aktiv nutzt ist das in meinen AUgen ein...“

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Wenn ein Rechtanwalt ein Windows 95 aktiv nutzt ist das in meinen AUgen ein Sicherheitsrisiko

Es ist doch immer wieder erstaunlich, wie schnell sich Leute vergallopieren, weil sie gar nicht mehr sehen, was los ist.

Wieso soll es ein Sicherheitsrisiko sein, wenn jemand seine Briefe (Nicht seine e-Mails) auf einem alten Rechner mit veraltetem Betriebssystem schreibt?

Wenn ich Deine Logik weiterführe, dann sind elektrische Schreibmaschinen ja die reinsten Gefahrenherde, von den guten alten mechanischen Schreibmaschinen ganz zu schweigen. Und es gibt immer noch Leute, die so etwas verwenden, sogar hochrangige Politikere schreiben noch auf ihrer alten Reiseschreibmaschine ihre Reden, wie ich erst kürzlich in einem Maganzin las.. Die sollten dann schleunigst zurücktreten, bevor unser Staat auseinanderbricht.

Aber nun wieder ernsthaft zum Thema zurück:

Ich habe hier mehrere Rechner unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Leistungsfähigkeit.

Zwei von Dreien meiner schnellsten Rechner (die haben CPUs mit mehr als einem GHz) haben beinahe gleichzeitig ihren Geist aufgegeben.
Nun habe ich wieder zwei meiner ganz alten Maschinen reaktiviert. Die eine hat eine 430MHz-CPU und zwei Ram-Baänke und erkennt maximal 128 MB pro Bank.
Den Rechner hatte ich vor gut 10 Jahren als Auslaufmodell gekauft und beinahe Acht Jahre im Einsatz. Ok, die Windows-Installation fährt nicht mehr hoch, weil irgendwelche Treiber beschädigt sind.
Da ich aber ohnehin nicht unter Windows, sondern ausnahmslos mit aktuellen Linux-Distributionen ins Internet gehe, juckt mich das nicht sonderlich. Ok, OpenSuse 11.2 mit KDE macht wirklich keinen Spaß mit dem Teil. Aber bereits mit LXDE als Desktop und Operea statt Firefox ermöglicht akzeptables Arbeiten im Internet, solange man nicht zu viele Fenster offen hat und nicht zu viele Java-Apps laufen.
Mit Puppy und Opera geht es dagegen recht flüssig, auch das Einscannen und Drucken läuft ohne unzumutbaren Pausen, wenn auch etwas langsamer als mit dem schnelleren Rechner.
Durch einen Systemmonitor konnte ich auch sehen, daß unter Puppy die CPU meist am Anschlag läuft, während unter Opensuse meist der Speicher bis zum Anschlag voll ist.
Bei einem 2. Rechner mit 500 MHz und ebenfalls 256 MB RAM läuft alles schon deutlich flüssiger.

Und bereits ab ner 1 GHz-CPU und 512 MB RAM habe ich für normale Bürotätigkeiten (Internet, Drucken, Scannen, Textverarbeitung) keinerlei Geschwindigkeits-Probleme.
Würde es noch Hauptplatinen und Prozessoren mit dieser Geschwindigkeit als Neuware geben, sie wären sicher für wenig Geld zu haben.


Deine Beispiele sind relativ extrem. Die zielgruppe, die ihr treffen wollt, wer soll das sein?

Ich halte die Beispiele für Alltag. Nicht jeder verbringt seine Zeit am Rechner mit rechenintensiven Spielen und anderen ressourcenfressenden Anwendungen.

Die Gruppe der Niedriglöhner und gezwungendermaßen Hartz-IV-Aufstocker wird immer größer. Solche Leute können nicht eben mal 350,--€ und mehr für einen "zeitgemäßen" Rechner ausgeben. Selbst 100,--€ sind für jemanden ein ernst zu nehmendes Problem, wenn er für 5,11€ (oder noch weniger) BRUTTO pro Stunde (Netto-Markt, Schlecker) arbeiten muß.

Diese Leute wären froh, wenn sie eine Möglichkeit hätten, sich im Laufe der Monate so ein Teil aus Einzelteilen zusammensparen könnten. Im März leistet man sich das Gehäuse, im April kann man sich dann das Netzteil leisten, die Hauptplatine dann im Mai und im Juni dann den Prozessor. SO läuft das in der untersten Lohngruppe - wenn überhaupt.

Und für mindestens 80% der betrieblichen Aufgaben wäre so ein Teil mehr als ausreichend, hier sind augenschonende Monitore, sehnenfreundliche Mäuse und ergonomische Tastaturen sehr viel wichtiger als die technische Ausstattung des Rechners. Allerdings würden die Betriebe mehr Wert auf Zuverlässigkeit legen, was das Gerät leicht verteuern könnte. Andererseits sind alte Komponenten in der Regel ausgereift und haben keinerlei Kinderkrankheiten mehr.

Übrigens schreibe ich diesen Beitrag gerade an einem alten Toschiba aus dem letzen Jahrtausend mit 400 MHz und 198 MB RAM und merke unter Puppy keinerlei Geschwindigkeitsprobleme.
Null Toleranz f?r Intoleranz
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