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Wahnsinn

Nörgler / 35 Antworten / Flachansicht Nickles

Da ist auf Eurosport grad wieder diese englischsprechende Schwuchtel, die in der deutschen Übersetzung mit österreichischem Akzent ihre Bratpfannen anpreist. Sachen gibbet.

Na ja, auch nicht besser, als diesem sinnentleerten Rumfahren im Kreis zuzuschauen bei dem es anscheinend nur darum geht Ressourcen zu verschwenden; bis jetzt noch kein intelligenter Sinn erkennbar.

Mal wieder nur stupide Sachen für stupide Leute im Programm. Jedenfalls bis jetzt.

Armes Deutschland!

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"Annexion? Willst du provozieren oder kennst du die Bedeutung des Wortes nicht? Lies bitte hier nach: http://www.net-lexikon.de/Annexion.html"

Ganz recht, ich wollte provozieren, als ich darüber stolperte, bei fdj.de (Charlie hatte mir gütiger Weise diese Idee gegeben, mit seinem fdj Hemd Gerede), dachte ich darüber nach und kam zum Schluß, dass es wie die Faust aufs Auge passt.

"Warum sagen wir Annexion der DDR und nicht etwa Vereinigung oder Wiedervereinigung? Wenn das
Gute an der DDR mit dem Guten aus der BRD zusammengegangen wäre, dann wäre es eine
Vereinigung. Aber, ich frage Euch, was ist an der BRD gut? Das, was 1989 in Deutschland passiert
ist, das war etwas völlig anderes.
Der gesamte Boden, die Industrie, der Handel und sämtliche kulturelle Einrichtungen sind unter die
Verwaltung der Treuhandanstalt gekommen und in den Besitz der Bundesrepublik Deutschland
übergegangen. Woher hat sich die BRD dieses Recht genommen? Es gab kein Recht für die BRD.
Die DDR wurde widerrechtlich an die BRD angeschlossen. Und damit sind wir schon mitten in der
Definition einer Annexion.
Diese Annexion ist ein Betrug und für viele in der ehemaligen DDR ein schöner Selbstbetrug. Wo ist
das Eigentum der DDR, das Eigentum des Volkes hingekommen? Die DDR hatte im Jahre 1989
Werte geschaffen in Höhe von 1200 Milliarden DM, das macht pro Kopf der Bevölkerung ungefähr 100
000 DM. Wo ist dieser Besitz, den wir, unsere Eltern und Großeltern, was Millionen Menschen in den
40 Jahren geschaffen haben? Die Antwort heißt: Alle diese Werte sind in die BRD verschoben
worden und der Rest wurde vernichtet. Dieser gesellschaftliche Reichtum im Wert von 1,2 Billionen
DM, der aus dem Schutt und aus der Asche des 2.Weltkriegs in jahrzehntelanger Arbeit geschaffen
wurde, wurde, nachdem er in die Hände des deutschen Imperialismus gefallen war, innerhalb von
wenigen Jahren verscherbelt, verschleudert und vernichtet. Ein Beispiel um die Dimension
klarzumachen, um die es hier geht: Das volkseigene Chemiekombinat in Pisteritz. Es beschäftigte in
der DDR 10 000e Arbeiter, es war ein gigantisches Werk mit hunderten Quadratkilometern
Chemieanlagen und mit der Größe einer Kleinstadt. Diese Blauäugigkeit und zum Himmel schreiende
Inkompetenz vieler Wirtschaftslenker in der DDR und in der Treuhandanstalt lieferte unser Eigentum
an Tausende von großen und kleinen Wirtschaftsverbrecher der BRD aus. Wie Heuschrecken fielen
sie über uns her. Und alles war rechtlich abgesichert durch die Treuhand als Machtinstrument der
BRD.
Doch dieser umfangreicher Ausverkauf kann nicht allein mit Blauäugigkeit und Inkompetenz
gerechtfertigt werden. Es gab einen politischen Auftrag. Und der politische Auftrag aus der BRD hieß:
Bereicherung des kapitalistischen Systems der BRD und die komplette Vernichtung jeder Konkurrenz
aus der DDR. Das sieht man ganz deutlich an den immensen Gewinnsteigerungen in allen Bereichen
der BRD-Wirtschaft in den ersten Jahren nach der Annexion. Und natürlich spielt auch die Wut und die
Rache des deutschen Imperialismus auf den anderen deutschen Staat, die DDR, eine große Rolle.
Das zeigt sich vor allem an der Siegerjustiz gegen Verantwortliche in der DDR. Das zeigt sich daran,
wie Kübel voller Dreck über den Sozialismus in der DDR ausgegossen wurde. Das zeigt sich daran,
wie der Antifaschismus der DDR geächtet wurde. Kaum eine Straße wurde nicht umbenannt.
Wie sieht die Situation der Menschen in Ostdeutschland heute aus?
Vor dem Hintergrund der geschlossenen Betriebe und Kombinate, der zerstückelten
Landwirtschaftlichen Produktionsgenossenschaften (LPGs) stehen Millionen Schicksale der Arbeiter
und ihrer Familien. Eine Welle des Elends rollt über Ostdeutschland. Und sie wird in den nächsten
Jahren noch stärker werden. Massiver Sozialabbau, Massenarbeitslosigkeit, das ständige Überlegen,
was kommt morgen auf uns zu oder das einfache Resignieren und Aufgeben vor dieser Katastrophe.
Wozu in die Schule gehen, wenn danach keine Lehre möglich ist. Wozu eine Berufsausbildung
machen, wenn danach keine Arbeit da ist. Und das Arbeitslosengeld wird einem serviert wie ein
Almosen und ist zu wenig zum Leben und zuviel zum Sterben. Die Menschen verlassen zu
Tausenden die DDR. Nicht weil es zu wenig Arbeitsplätze gibt, sondern weil es einfach überhaupt
keine Arbeitsplätze mehr gibt. In Mecklenburg-Vorpommern, das nördlichste der 5 Bundesländer
(Provinzen) verlassen jedes Jahr 5000 Jugendliche ihre Wohnorte. Das ist nichts anderes als eine
Völkerwanderung einer ganzen Generation."

"Es ging schlichtweg darum, Spitzel aus der BW zu halten. Jemand der für die Stasi gearbeitet hat, könnte auch nach Übernahme in die BW für einen anderen fremden Nachrichtendienst arbeiten."

Ok, gutes Argument.

"Angehörige der V2000 waren das Bindeglied zwischen NVA und Stasi."

IC

"Das ist in der DDR aber auch nicht gelaufen. Ist dir entgangen, dass jeder AN bis heute den Soli-Zuschlag für den Aufbau Ost zahlt?
Wo bleibt bei deinem beschriebenen System der Fortschritt? Dafür braucht man nunmal Kapital."

Na wenigstens weißt Du, dass es jeder bezahlen muss, einige sehr uninformierte Leute meinen tatsächlich, dass ihn nur die gutmütigen Westdeutschen bezahlen.

Stimmt, die Straßen waren nicht dolle, aber wir hatten auch nur Trabbis u. ein paar Glückliche nen Wartburg. Damit konnte man eh nicht so sehr die Straßen langbrettern.
DIe Straßen wären schon erneuert worden, wenn 89 nicht gewesen wäre. Jedoch stand das weit hinten an, denn es ging auch so.
Der Mensch stand im Mittelpunkt u. nicht die Infrastruktur.

Fortschritt: Es ging immer vorwärts, nur eben sehr langsam. Es gab keinen Wettbewerb u. dadurch war alles etwas träge. Das war eben ein großer Nachteil des Systems, d.h. aber nicht, dass das System grundsätzlich nicht funktioniert (Wie es ein gewisser Gorbatschow dachte), sondern irgendwas im System war nicht richtig.

Falsch waren z.B. die viel zu niedrigen Preise. Man hätte sie etwas anheben müssen u. sie wären noch immer billig gewesen. Im Prinzip wurden manche Produkte unter Produktionswert verkauft. Darauf wäre man aber eines Tages gekommen.

"Wenn die DDR nicht Plei8te war, was wurde dann mit dem Geld gemacht? Immerhin war die Infra-Struktur massiv sanierungsbedürftig."

Tja, vielleicht weiß die CDU ja die Antwort auf diese Frage.

"Aha. Und wie soll es dann funktionieren? Etwa wie bei Raumschiff Enterprise? Jeder arbeitet nur zum Spaß? Und was ist, wenn in dem Segment, in dem z.B. du arbeiten möchtest, alle arbeiten wollen?"

Gute Frage, da wir das noch nirgendwo hatten, ist das schwer zu erklären, d.h. aber nicht es geht nicht.
Jeder arbeitet um das Land/Staat, weiter zu bringen, für die Masse, nicht für sich selbst. Die letzte Frage ist ganz leicht zu beantworten: Was ist denn heute wenn Du in einem Betrieb arbeiten möchtest? Entweder Du bist gut genug bekommst den Job, oder nicht.

"Genau diese Vokabular ist echt hilfreich, das Zusammenwachsen zu untergraben. Mit solchen Formulierungen spielt man wunderbar denen in die Hände, die die Mauer am liebsten wieder hochziehen würden. Da brauchst du dich auch nicht wundern, wenn andere User dich als Stalinist bezeichnen. "

SOrry, ich hatte glaube ich Anführungszeichen gesetzt um zu kennzeichnen, dass das kopiert bzw. zitiert ist.

"Die Zahlen, die du da genannt hast, glaube ich mal ohne Prüfung. Hast du denn mal nachgeschaut, wie es in den alten Bundesländern läuft? Müssen die nicht auch ihre Kultureinrichtung selbst finanzieren? Wie kommst du dann auf die Idee, dass es in den neuen BL anders laufen soll? Oder willst du dauch damit belegen, dass es in der DDR besser war?"

Letzteres trifft zu. Allerdings war es nicht besser, sondern das war etwas was besser war, NICHT alles war besser in der DDR.

"Deine genannten Ziele haben mit der Realität wenig zu tun. Im Westen gibt es viele Familien, die froh sind, alle paar Jahre mal Urlaub zu machen. Von 3 Autos und umfangreichen Immobilienbesitz träumen die nur."

Kann schon sein, trotzdem ist es doch eines jeden Ziel mehr zu haben. Der Neid in Deutschland ist riesig. Den gab es in der DDR so gut wie nicht, denn auch ein Arzt verdiente nicht wesentlich mehr als ein Melker. Denn keiner war verzichtbar, weil jeder eine Aufgabe zu bewältigen hatte. Keiner war wichtiger als der andere.

Hier ist es doch so: Wissenschaftler, Politiker, Ärzte u. was weiß ich wer, werden übermäßig hoch bezahlt, dabei tun sie auch nur ihren Job u. sind nicht wichtiger als eine Sekretärin.

Nun vielleicht solltest Du mal in den Osten kommen, dann wird DIr vielleicht klar, dass die armen Familien im Westen, gar nicht so arm sind. Dennoch verdient man im Osten ungerechtfertigter Weise weniger.

Um noch ein paar Nachteile der BRD bzw. der DDR zu nennen, Bodenreform:
In der DDR gehörte alles Land, dem Staat u. jeder dürfte es betreten, außer millirärische Gelände. Jeder hatte Anspruch auf 2 oder 3 Hektar Land (kann auch etwas mehr gewesen sein). Damit war jedem gedient.
Heute gibt es Privatwald, hallo Privatwald ?(Mal von der schlechten Forstwirtschaft abgesehen)Privatseen, Strände sind privat. Das Wegerecht wird immer irgendwie ausgehebelt u. man muss bezahlen. Man muss an der Nordsee bezahlen um an den Strand zu gelangen. Man muss zahlen, um sich irgendwo aufzuhalten? Cool, die Sauerstoffampulle im Supermarkt ist vielleicht soch nicht so fern. So viel zu den Freiheiten.

">DU, IHR und inzwischen auch ICH (Wenn Du schon mit Euer, Ihr etc anfängst)...
Stört dich das? War nicht meine Absicht."

Ich meinte damit das Eure was sich auf Ossis und Wessis bezog, wir und ihr... Ich dachte so neutral diskutiert es sich besser, die Wessis, der OSten......ich zähle mich nämlich nicht so unbedingt als Ossi u. Du sicher nicht als Wessi.

"Du wirst doch nicht dazu gezwungen. Wenn du etwas nicht konsumieren möchtest, dann lass es doch"

Dann wäre ich aber ganz schön bescheuert. Das ist eine Konsumgesellschaft, also warum soll ich nicht konsumieren?(Ohne Konsum würde ich nicht lange halten, keiner würde das, nicht im Kapitalismus) Ich finde das Argument (nicht Dein Argument), dass die Leute die den Westen nicht mögen, doch gefälligst die Vorteile dessen nicht nutzen sollen, echt voll daneben.
Der Kapitalismus geht nicht ewig, bin ich wegen der Festellung jetzt geächtet? Oder weil ich etwas weiter denke u. versuche aus der Vergangenheit zu lernen? Bin ich Kommunist, weil ich über Kommunismus schreibe und Gefallen an vielen Ideen finde? Marx war ein Kommunist u. er hat sich im Kapital unter anderem lang u. breit über den Kapitalismus ausgelassen, deshalb ist er aber nicht Kapitalist.

"Das muß jeder für sich selber entscheiden."

Übermäßiger Konsum ist nachgewiesener Weise schlecht für den Menschen, also könnte die Entscheidung viel zu konsumieren, eventuell nicht so ganz richtig sein.
Beispiel: Wenn Du nur ab und zu mal Wein trinken kannst, weil Du DIr nicht jeden Tag ne Pulle leisten kannst, sondern nur einmal im Monat, wirst DU nicht gleich die ganze Flasche austrinken und genießen.
Wenn Du viel Geld hast, kaufst DU DIr jeden Tag ne Pulle und trinkst sie aus. Was ist nun besser? Man könnte sagen, das ist jedem selbst überlassen, aber ich finde, das ist ein ziemlich einfacher Weg sich vor einer gewissen Verantwortung u. Selbstverantwortung zu drücken.
Nun ist Wein konsumieren, nicht das Gleiche wie Autos kaufen ohne Ende, auch da konsumiert man. Wenn der Motor im Arsch ist, geht das Auto auf den Schrotthaufen. In der DDR würde man den Motor ersetzen.

Wenn gar nicht erst einer zuviel Geld hat, passiert das nicht. Und so ist es nun mal heute, einige haben zu viel und viele haben ganz wenig, genau aus diesem Grund wird der Kapitalismus nicht überleben.

TL






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