Da ist auf Eurosport grad wieder diese englischsprechende Schwuchtel, die in der deutschen Übersetzung mit österreichischem Akzent ihre Bratpfannen anpreist. Sachen gibbet.
Na ja, auch nicht besser, als diesem sinnentleerten Rumfahren im Kreis zuzuschauen bei dem es anscheinend nur darum geht Ressourcen zu verschwenden; bis jetzt noch kein intelligenter Sinn erkennbar.
Mal wieder nur stupide Sachen für stupide Leute im Programm. Jedenfalls bis jetzt.
Armes Deutschland!
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>...in Westdeutschland (oder Westdeutsche Auslandsschule mit dem hessischen Lehrplan)sah es so aus: Die DDR Bürger mussten alle hungern, alles war grau, wir litten alle unter der schlechten Luft, nichts gehörte uns (uns gehörte alles), es gab nichts zu kaufen, alle waren Spione und Urlaub dürften wir auch nicht machen.
Wurde das tatsächlich so unterrichtet? Oder hast du jetzt ein wenig übertrieben?
>Nun ja, clever würde ich ihn nicht nennen, denn er hat die Falschen umlegen lassen, es gab fähigere Leute als ihn.
Er legte auch eher die um, die ihm hätten gefährlich werden können. Einen fähigeren Menschen muß man nicht unbedingt töten, wenn er nicht zu hoch hinaus will. Auch einem Genie kann man mit Angst gefügig machen und sich als Diktator seiner Fähigkeiten bedienen.
>Leute die sich gegen ihn gestellt haben und eine Minderheit darstellten, wussten offensichtlich nicht, was gut für sie ist, sonst hätten sie nämlich gewartet, bis sie keine Minderheit mehr sind.
Irgendwann muß jemand den ersten Schritt machen und evtl. Kopf und Kragen riskieren. Wenn jeder nur auf den anderen wartet, wirst du niemals eine Mehrheit zusammen bekommen. Das ist halt das Risiko, dass Revolutionsführer auf sich nehmen müssen. Erst dann wirst du merken, ob die Mehrheit hinter dir steht oder du doch nur eine Minderheit bleiben wirst. Allerdings ging Stalin auch rigoros gegen Widerstände vor. Da hat man dann nicht mehr unbedingt den Mut, sich einer Gegenbewegung anzuschließen, wenn man deutlich gezeigt bekommt, was mit Aufrührern passiert. Siehe auch wieder die Geschehnisse uf dem Platz des himmlischen Friedens.
>Ich zitiere mal:"Umwandlung Russlands in mächtiges Industrieland"
Genau das wollte Stalin und genau das wollten die Menschen anscheinend nicht.
Vielleicht war es auch wieder die Art und Weise. Wer sein Volk mit vorgehaltener Pistole in eine bestimmte Richtung treibt, erntet bisweilen Misstrauen.
>Das ist mein Ernst, die Leute hier und heute werden ausgebeutet ohne Ende, die Politiker stopfen sich die Taschen voll und haben obendrein ihre Hände auch noch in der Wirtschaft.
Das dürfte in ziemlich jeder Regierungsform so sein, egal ob Monarchie, Diktatur oder Demokratie.
>Natürlich wird keiner ermordet, weil er gegen das System ist, aber ein Mensch wird langsam aber sicher zum Unmenschen gemacht, denn er schätzt mehr oder weniger nur die materialistischen Werte und verkommt dabei total.
Niemand wird gezwungen, dabei mitzumachen. Wobei ich aber auch nicht denke, dass man zum Unmenschen wird, weil man sich gewisse Luxusgüter erwirtschaftet.
>Der Kapitalismus hat auch Millionen auf dem Gewissen, angefangen von der Industrialisierung, bis zu irgendwelchen Kriegen, die aus Geldgründen oder Rohstoffgründen geführt wurden. Nur war das indirekter, deswegen aber nicht zu vergessen oder?
Natürlich nicht. Aber es ist auch in diesem Fall wieder die Art und Weise.
>Natürlich, aber wenn es denn wirklich so schlimm gewesen wäre, hätten sich nicht nur Oma und Opa aufgelehnt, da wären Soldaten gewesen, die den Dienst verweigert hätten, weil sie merkten dass sie auf der falschen Seite stehen. Und was wollen denn meinetwegen 500000 Soldaten gegen 500 Millionen Demonstranten tun?
Vielleicht wei Oma und Opa noch andere Zeiten kennen? Wenn man die Jugend vom Kindergarten an auf Partei-/Staatslinie trimmt, wird man wahrscheinlich treue Staatsbürger erhalten. Zumindest bei der Mehrheit. Frag doch mal deine Großeltern, die vielleicht noch das dritte Reich miterlebt haben. Die werden dir über solche Methoden vermutlich detailliert berichten können.
>Im Irak kann es auch nicht schlimm genug gewesen sein, sonst wären auch dort revulotions ähnliche Zustände gewesen, daher war das auch kein Befreiungsakt, sondern ein Überfall der USA auf ein kleineres Land.
Saddam hat sein eigenes Volk mit u.a. Giftgas drangsaliert. Er gehört den Sunniten an, die nich ganz 20% der irakischen Bevölkerung ausmachen und damit gegenüber den Schiiten in der Minderheit sind. Trotzdem hat sich dieser Diktator jahrzehnte an der Macht gehalten. Er hatte das Militär auf seiner Seite und bevorzugte ähnlich brutale Mittel, sein Volk auf Kurs zu halten, wie seiner Zeit auch Stalin.
>In der DDR wurde keiner erpresst, man musste nichts sagen, was man nicht sagen wollte.
Informiere dich da lieber nochmal. Als Anfang der neuziger Jahre die Soldaten der ehemaligen NVA in die Bundeswehr übernommen werden sollten, fanden umfangreiche Befragungen des MAD (Militärischer Abschirmdienst) statt, in denen die Offiziere und Unteroffiziere der NVA auf Stasi-Kontakte überprüft wurden. Es waren zahlreiche Soldaten darunter, die zu einer Zusammenarbeit mit der V2000 gezwungen wurden.
Dabei haben wir noch nicht die Touristen behandelt, die wegen leichter Vergehen zu Spionagetätigkeiten genötigt wurden, sofern sie in einer entsprechende Position im Westen waren.
>In der DDR wurde keiner erpresst, man musste nichts sagen, was man nicht sagen wollte. Und wenn man etwas falsches zur falschen Person sagte, ..., aber es konnte passieren, dass man nicht studieren durfte, keine Pappe bekam oder nicht verreisen dürfte.
Aha. Findest du das normal? Für mich heißt das: Entweder du bist ruhig oder hast Sanktionen zu befürchten.
>Weiß ich nicht, ich weiß nur, dass viele die die Chance hatten, nicht gegangen sind. Sicher war das der Grund für die Mauer, aber trotzdem wären eher Wenige rübergegangen, weil ihnen hier etwas geboten wurde, ein ganzes Leben, das musste man sich im Westen erst aufbauen.
Genau. Man muß etwas tun, um sein *eigenes* Leben zu führen. MAn bekommt nichts fertig vorgekaut präsentiert. MAn hat viele Freiheiten, um sich sein Leben nach seiner *eigenen* Vorstellung aufzubauen.
Ich weiß, dass das jetzt polemisch ist, aber kommunistische Staaten lösen in meinen Gedanken immer einen Spruch aus: "Wir sind die Borg. Sie werden assimiliert, Widerstand ist zwecklos...".
>Ok, alles war für alle da, so die Idee, jeder hatte die gleichen Chancen,...
Sofern er staatskonform war.
>...keiner musste hungern,...
Muß im Westen auch niemand.
>...jeder hat einen Job bekommen,...
Das ist wirtschaftlich so gut wie nicht machbar.
>...wenn es keine Arbeit gab, wurde Arbeit geschaffen.
Deshalb war die DDR auch pleite.
>Lebensmittel waren überdurchschnittlich billig. Einige Kapitalisten meinen, es wäre extrem unprofitabel gewesen, was auch stimmt.
Wie ich schon schrieb: Deshalb war die DDR auch pleite.
>Jedoch war nicht das Ziel Profit zu schlagen, sondern die Preise billig zu halten und die Leute zufrieden zu halten. Genau DAS ist das Ziel ein Staates finde ich.
Auch ein Staat muß Gewinn erwirtschaften. Wo soll denn sonst das Geld für Zukunftsinvestitonen und die Infrastruktur herkommen?
Die Schulbildung (Westliche Geschichte mal außen vor gelassen), war besser, in der sechten war man soweit wie heute in der 8ten.
Komischerweise haben viele Bürger der damaligen DDR, die ich getroffen habe, ihr Abitur mit der Note 1 abgeschlossen. Ich kann mich an einen erinnern, der nur eine 2 hatte. Andere Bildungsabschlüsse kamen mir nie unter. Waren das alles Genies oder unterlag die Notenvergabe einer gewissen Inflation?
>... man brauchte keinen Atlantikurlaub, man hatte die Ostsee,...
Die hast du heute auch noch. Niemand *muß* seinen Urlaub in der Fremde verbringen.
>...es gab unheimlich viele kulturelle Einrichtungen, die voll genutzt wurden. Da konnte man locker auf die Bananen verzichten.....
Wie kann man denn Bananen mit "kulturellen Einrichtungen" vergleichen? Aber freu dich doch. Kulturelle Einrichtungen gibt es heute auch noch, sogar mehr als zur DDR-Zeit. Du kannst jetzt nämlich auch die Einrichtungen im Westen besuchen *und* kannst dabei sogar eine Banane essen.
>Da man alles hatte um zu überleben, war man nicht motiviert "mehr" zu machen, das wiederum hemmte die Entwicklung etwas.
Überleben war euer einziges Ziel? Mehr nicht? Ein bißchen wenig, oder?
>Nun ja, eigentlich haben sie die Taliban ja nur aus Kabul vertrieben und selbst dort soll immer noch der ein oder andere Rebell auftauchen.
Naja, man hat wohl ein wenig die Zügel schleifen lassen. Jetzt formieren sich die Taliban wohl neu.
>Und überhaupt, haben die USA das Land jetzt nicht anderen überlassen und sind dort abgezogen?
Es sind doch immernoch Spezialeinheiten dort unterwegs, um bin Ladin zu fangen.
>Ansonsten würde ich das als Zufall einstufen, wenn der 11.9.01 nicht gewesen wäre, würden die Afghanen sicher noch unter den Taliban leben.
Da dort angeblich eine riesen Pipeline gebaut werden soll, hätten sich Bush & Co. schon einen Grund einfallen lassen.
