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News: Stasi 2.0 hat neue Pläne

UPDATE: Drohender Zwang zu Internet-Ausweis

Redaktion / 77 Antworten / Flachansicht Nickles

Zunehmend wird klar: die Vorratsdatenspeicherung, Bundestrojaner und die kommenden Zensurmechanismen sind nur die ersten Maßnahmen der Stasi 2.0, die totale Überwachung des Internets zu schaffen.

Laut Bericht von RP Online streben führende CDU-Politiker jetzt die Schaffung einer umfassenden "Internet-Polizei" an. Beamte sollen als verdeckte Ermittler im Internet nach kriminellen Machenschaften fanden.

Der stellvertretende Unions-Fraktionsvorsitzende Wolfgang Bosbach fordert, dass die Kriminalämter und Justizbehörden mehr Personal und Technik, für den Kampf gegen das Böse im Internet, bereitgestellt kriegen.

RP-Online will übrigens erfahren haben, dass die Stasi 2.0 inzwischen bereits über ein neues effektives Überwachungsinstrument nachdenkt: dem "Internet-Ausweis". Damit soll jeder Internet-Nutzer bei seinen Aktionen klar identifizierbar und damit treffsicher rückverfolgbar sein.

UPDATE: Auf eine Anfrage von Heise.de hin, hat eine Sprecherin von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble den Bericht von RP Online dementiert. Es liegen angeblich keine Pläne zu einem "Internet-Ausweis" vor.

Olaf19 digitalray „ok, dacht ich mir fast, dass du nur deine einstellung zum besten geben...“
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Hi digitalray,

Das Eröffnungsposting streift zwei Themen, die eigentlich nur indirekt etwas miteinander zu tun haben: Hauptthema ist dieser komische "Internet-Ausweis" ("Führerschein" wäre ja noch schöner :-o), Nebenthema ist "Kripo im Internet", wobei letzteres genaugenommen schon gar keins mehr ist, denn das gibt es bereits seit ca. 7 Jahren.

Diese Ausweise halte ich für ne ziemlich sinnlose, bürokratische Schikaniererei - als ob das www in Deutschland nicht jetzt schon hoffnungslos überreguliert wäre. Eine eigene Website kannst du schon bald gar nicht mehr online stellen vor lauter Abmahnirrsinn, Impressumspflicht u.dgl. Nein, das bringt gar nichts, und vor allem nichts Gutes, wie repi und andere weiter oben schon richtig festgestellt haben.

Wie gesagt - mit Hilfe der IP-Adressen war es den Strafverfolgungsbehörden immer schon möglich, über die Provider an Kundendaten zu kommen. Das sollte auch für die Zukunft locker ausreichen.

Hoffentlich sind Sommerloch und Bundestagswahlkampf bald vorbei, ich glaube, dann ebbt diese Welle schwachsinniger "Verbesserungsvorschläge" auch wieder ab :-)

CU
Olaf

@schuerhaken Olaf19
Hat doch Methode Conqueror
NPD sperren Olaf19