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News: Kein XXX am Arbeitsplatz

Forensischer Pornojäger für 17.000 Dollar

Redaktion / 18 Antworten / Flachansicht Nickles

Einer Meldung von Cnet.com zufolge, kann Pornographie am Arbeitsplatz verheerende Auswirkungen haben: Sinken der Produktivität, Vergeudung von Arbeitszeit und damit ein Schaden für die Firma.

Abhilfe soll eine neue forensische Software des Anbieters Paraben schaffen. Der hat ein Tool angekündigt, dass als Pornojäger die Arbeitsrechner abgrast und untersucht, ob dort Bilder mit "fragwürdigem" Inhalt zu finden sind. Die Software soll dabei äußerst clever vorgehen und treffsicher sein.

Billig ist die Bekämpfung von Pornografie am Arbeitsplatz für Firmen allerdings nicht. Voraussichtlich wird der digitale Pornojäger rund 17.000 Dollar kosten. Dafür kriegt man allerdings immerhin eine Lizenz, die 500 Rechner überwachen kann.

Quelle: cnet.com

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@Synt. Codes gelöscht_137978
birkentiger Redaktion

„Forensischer Pornojäger für 17.000 Dollar“

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Also lieber Onkel beffen,
wenn Du einfach mal die Rechnung eines Arbeitgebers nachprüfst, wirst
Du gleich sehen, welche Beträge so zustande kommen.

In der Metallindustrie haben wir Arbeitgeberkosten pro Stunde in Höhe von etwas mehr als 30,00€, denn der Arbeitgeber hat ja mehr Aufwendungen für eine Lohnstunde als die tariflichen 22,49€. Fehltage und sonstige Krankheitstage sowie sonstige arbeitsplatzbezogene Nebenkosten wie z.B. Berufsgenossenschaft etc. verteuern die Lohnstunde.

Lassen wir es mal bei den 30,00€ die Stunde, dann kostet eine Minute 0,50€.

Bei den von Dir angenommenen 5 Minuten "Pornosurfen" oder überhaupt Surfen verursacht also jeder Mitarbeiter täglich 2,50€ Kosten, für die keine adäquate Arbeitsleistung gegenüberstehen.

Bei 500 Mitarbeitern sind das täglich 1.250,00€.

Bei durchschnittlich 21 Arbeitstagen pro Monat verursachen also diese Mitarbeiter unproduktive Kosten in Höhe von 26.250,00€ pro Monat.

Wenn wir weiterhin unterstellen, dass ein Mitarbeiter im Jahr etwa 10,5 Monate arbeitet, dann verursachen diese 500 Mitarbeiter in einem Jahr 275.625,00€ nicht produktive Kosten.

Und wenn Du jetzt die Lizenzkosten von 17.000,00$ auf 3 Jahre Abschreibungszeit rechnest, dann glaube ich wird deutlich, dass sich der zunächst hoch erscheinende Aufwand innerhalb kürzester Zeit amortisiert.

Und wenn man dann noch weiss, dass in Deutschland durchschnittlich täglich
28 Minuten am Arbeitsplatz gesurft wird, dann kann man verstehen, warum es Softwarefirmen gibt, die solche "Instrumente" den Arbeitgebern anbieten.

Übrigens selbst bei "erstmaligen" erwischt werden am Arbeitsplatz auf "Pornoseiten" gesurft zu haben, kann sofort zur fristlosen Auflösung des Arbeitsverhältnisses führen.

Dein Fachanwalt für Arbeitsrecht berät Dich sehr gerne individuell über
das bestehende Risiko, weil es im Wesentlich darauf ankommt, welche Internetregeln beim Arbeitgeber gelten. Auf jeden Fall gilt keine betrieb-
liche Übung, wir haben schon immer gesurft und keiner hat uns abgemahnt. Also "Fuchs" sei wachsam.
birkentiger 09.11.2008

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