Hallo zusammen.
Nach vielen Monaten exzessiven Ausprobierens dutzender Distributionen möchte ich euch meinen persönlichen Favoriten aus dem Dschungel der unzähligen Linuxvarianten nicht vorenthalten: Puppy Linux.
http://www.puppylinux.com
Es ist SEHR klein und hat doch alles, was Ottonormaluser braucht. Durch die Kleine läuft Puppy auch auf älteren Rechnern komplett im RAM. Windows-User finden sich schnell zurecht dank ähnlichem Aufbau des Desktops.
Puppy basiert nicht auf anderen Distros, sondern wurde mühsam von Grund auf neu zusammengestellt. Daher die geringe Größe und Schnelligkeit beim Booten und Arbeiten.
Man kann sogar vor dem Herunterfahren Änderungen auf eine Multisession-CD brennen, so dass nichts verloren geht. Außerdem wurde es so optimiert, dass, wenn es von einem USB-Stick gestartet wird, die Schreibzugriffe auf ein Minimum reduziert wurden.
Bin immer noch total begeistert.
Diese aufgeblähten Distros (Suse etc.) kommen mit nicht mehr auf die Platte.
Auch Damn Small Linux gefällt mir, aber nicht ganz so gut wie Puppy.
Linux 15.009 Themen, 106.826 Beiträge
Ich bin auch nur Laie. Man muß nicht auf gewisse Freiheiten verzichten, aber die Programmierer müssen mit dem Programmcode der originalen Programmierer verantwortungsvoll umgehen und nicht zu viele Veränderungen in den Bibliotheken machen.
Wenn man die neuesten Bibliotheken und die neuesten Programmfeatures haben will (als Privatanwender), dann kann man nicht unbedingt so eine alte LSB zertifizierte Distribution nutzen.
Die LSB 3.1 Version gibt es seit Oktober 2005. In diese LSB sind die Bibliotheken genau definiert die eine Distribution haben muß.
Das sind dann meist schon ältere Bibliotheken.
Der Vorteil der LSB ist hauptsächlich eine Binärkompatibilität der Distributionen untereinander. Man kann ein Programm wie Staroffice 8 installieren, obwohl es mit einer anderen Distribution ( Red Hat Enterprise eventuell) programmiert wurde.
Linuxprogramme verwenden Shared Libraries . Das bedeutet (wie der Name schon andeutet) , das alle Programme sich die Funktionen aus der jeweiligen Bibliothek teilen, auch die Fremdprogramme die mit einer anderen Distribution programmiert wurden.
Bibliotheken sind eine Sammlung von Funktionen die ein Programmierer mit verwenden kann und nicht selbst programmieren braucht. Der Programmcode in diesen Bibliotheken ist ausgetestet und fehlerfrei.
Wenn man ein Programm wie Staroffice 8 in der jeweils verwendeten Distribution installiert, dann müssen die gleichen Bibliotheken installiert sein, mit denen Staroffice 8 (mit einer anderen Distribution) programmiert wurde.
Und diese Binärkompatibilität garantiert die Linux Standard Base.
Wobei die LSB eine Abwärtskompatibilität garantiert. Ein Programm was mit einer LSB 3.0 zertifizierten Distribution programmiert wurde, läuft auch noch mit einer LSB 3.1 und LSB 3.2 (momentan ganz aktuell) zertifizierten Distribution.
Vielleicht läuft diese Programm auch noch mit einer LSB 4.0 zertifizierten Distribution. Ich weiß jetzt nicht in wie weit die Abwärtskompatibilität geht.
PS: Bei Unix fehlen nach wie vor diese wichtigen Standards für den Desktopbereich. Letztendlich konnte sich Unix im Desktopbereich nicht durchsetzen. Diese Standard konnten erst durch Open Source entstehen. Die Distributionen müssen nicht alles selbst programmieren und können den Programmcode der jeweiligen Bibliothek gemeinsam nutzen.
