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Von wegen E-Autos

winnigorny1 / 6 Antworten / Flachansicht Nickles

Bin heute endlich mal über einen Artikel gestolpert, der meine alte Kritik an der Förderung von E-Autos stützt. - Die sind unterm Strich nicht besser als Diesel-Fahrzeuge!

https://www.t-online.de/auto/elektromobilitaet/id_86334210/auto-neue-adac-studie-dieser-antrieb-ist-am-klimafreundlichsten.html

Grüße aus Hamburg, Winni - https://www.das-bumerang-projekt.de
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winnigorny1 fakiauso

„Und dafür musste der ADAC eine Studie beauftragen? Was m.E. in der Studie fehlt, ist die Brennstoffzelle als weiterer ...“

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Recht hast du.

Das Auto als Problem in sich wird nicht erwähnt und für den Massenverkehr die nötigen Alternativen.

Stimmt - im Wesentlichen. Es kann aber aufgrund der gesellschaftlichen Entwicklung auch nicht den völligen Verzicht auf Individualverkehr geben. - Das im Einzelnen aufzuführen und zu belegen würde aber den Rahmen hier sprengen.

Das eigentliche Problem wird in diesem Zusammenhang aber auch nicht abgehandelt:

Es gibt einfach zuviel "Mensch" auf unserer kleinen Kugel.

Der Planet ist hoffnungslos überbevölkert und kann die Masse Mensch auf mittlere und lange Sicht einfach nicht mehr ernähren, geschweige denn, mit "zivilisatorischer Energie" versorgen (das z. T. aus Mangel an Technik in "nicht entwickelten" Ländern. - Über die Gründe für die "Nichtentwicklung" müssen wir hier auch nicht diskutieren; da dürften wir einer Meinung sein).

Das aber wiederum ist vor allem ein evolutionäres Problem. - Der Mensch wäre nicht die erste Art, die ausstirbt. - Und er wird auch nicht die letzte sein.

Der Hecht im Karpfenteich stirbt spätestens aus, wenn der letzte Karpfen - und danach - der letzte Junghecht gefressen wurden...

Das Ende wird kommen, egal was wir versuchen, denn der Klimawandel ist m. E. nicht mal mehr dann zu stoppen, wenn jetzt alle Länder auf Individualverkehr verzichten würden und alle nur noch regenerative Energien verbraten würden.

Das Problem ist doch einfach, dass der Dreck von heute sich erst in ca. 15 Jahren auswirken wirdt (es gibt da einen "Time-Delay"). Die Geschichte hat aber längst eine Eigendynamik entwickelt:

Poleis und Gletscher verschwinden in atemberaubendem Tempo und so wird weniger Energie aus der Sonne reflektiert, was die Erderwärmung beschleunigt. Die Permafrostböden tauen auf, was irgendwann Unmengen von Methan freisetzen wird (dagegen ist CO2 ein Kinderspielzeug)….

Der Temperaturanstieg wird weiterhin für riesige (Ur)Waldbrände sorgen, was die CO2-Bilanz weiter dramatisch verschlechtern wird und die Sauerstoffproduktion ebenfalls.

Klima ist ein hochkomplexes System. Und hochkomplexe Systeme kollabieren immer auf dieselbe Art, nämlich chaotisch. Wir spüren erst kleinere Schwankungen, die sich wieder beruhigen, aber nicht aufhören. Irgendwann werden die Schankungen größer und treten häufiger und in immer kürzeren Abständen auf. - M. E. haben wir diese Phase gerade.

Danach, wenn das Klima so schwankt und in so vielen Bereichen des Systems (ich zähle die ozianischen Strömungen als wichtigste dazu - der Golfstrom wird auch kollabieren und das nicht erst in  fernster Zukunft), wird es immer größere globale Katastrophen geben (schau dich nur um) und irgenwann, von jetzt auf gar nicht, kommt der plötzliche, totale Zusammenbruch.

Den Point of no Return haben wir längst überschritten - egal, was uns die Politik glauben machen will. - Es ist gelaufen.

Grüße aus Hamburg, Winni - https://www.das-bumerang-projekt.de
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