Wieso habe ich Jahre an Windows verschwendet? Das ist so lecker sich in Linux hinein zu fuchsen... sabber... kann man sich das irgendwie intravenös geben?
Aber nun zu meiner Frage: Wenn ich mit Suse und Firefox 3 im Internet bin, dann gebe ich ne Adresse ein oder klicke auf einen Link, und dann... scheint es so als war FF im Standby Modus und muss erst mal langsam anrollen... anders kann ich das nicht ausdrücken. Ist der in Gang, dann läuft der wie geschmiert. Und sowieso merke ich erst jetzt was meine alte Möhre noch so an Geschwindigkeit herauszaubern kann, zumindest im Vergleich zu WinXP.
Kommt mir dieses "In Gang kommen" nur so vor?
Linux 15.022 Themen, 106.977 Beiträge
@Botaniker
Da muß ich meinen Senf dazugeben.
Es gibt viele Linuxdistributionen und alle diese Distributionen gehen verschiedene Wege bei der Konfiguration.
Linux wird immer als Unix-ähnlich bezeichnet, weil die Linux Standard Base auf Teile der Single Unix Spezifikation und dem POSIX Standard aufbauen.
Also es geht bei Linux, egal welche Distribution nicht um einen Windowsersatz, sondern vielmehr um ein weiterentwickeltes Unix.
Leider haben die meisten Anwender keine Erfahrung mit Unix (mich eingeschlossen).
1983 hat die Firma AT&T (amerikanische Telefongesollschaft wie die deutsche Telekom) das Unix System V herausgebracht. Mit dieser Version wurde ein neues Konzept vorgestellt:
die Interprozesskommunikation
Der Linuxbetriebsystemkern unterstützt immer noch das Konzept der Interprozesskommunikation von AT&T Unix System V.
Die Interprozesskommunikation wurde dafür entwickelt , das ein Programm Daten mit einem anderen Programm im Speicher austauschen kann.
Dadurch wurde bei Unix das Konzept der kleinen , spezialisierten Programme überhaupt erst möglich.
Das ist ein ganz wichtiges , elementares Konzept bei Unix und damit auch bei verschiedenen Linuxdistributionen wie Debian.
Die Konfiguration , beispielsweise die des Netzwerkes, wird bei Unix auf kleinere spezialisierte Programme verteilt. Dadurch kann man erreichen das die Konfiguration sehr flexibel ist.
Ich will nur damit sagen, das Microsoft sich überlegt hat wie man einem einfachen Computeranwender eine intuitive Benutzerführung bei der Konfiguration des Betriebsystems bieten kann.
Bei Unix hingegen hat man sich überlegt , wie man die Konfiguration des Systems sehr flexibel programmieren kann.
Das wird bei Unix eben mit diesen kleinen, spezialisierten Programmen in der Konsole gemacht.
Deshalb hat man bei Unix auch keine solche Menüs wie bei Windows für die Konfiguration des Betriebsystems.
Das muß man als Anfänger erstmal verstehen, sonst sollte man bei Windows bleiben.
Ich sehe bei Linux als einziges Problem , das es nicht so viele Desktopanwendungen wie bei Windows gibt. Serveranwendungen müßte es mindestens genau so viele geben wie bei kommerziellem Unix.
