Um es mal in der Sprache der Fußballtrainer auszudrücken. Aber die CDU/FDP will damit die nächste Bundestagswahl gewinnen.
Es gibt einen schönen neuen Telepolis-Beitrag dazu. Tenor: Am Neoliberalismus verdienen nur die Länder, die die volle Wertschöpfungskette kontrollieren oder Länder die mächtig genug sind ihn zu blocken (China). Nordamerika und Europa werden wieder ihre Industrien schützen müssen und sie müssen die Deindustralisierung stoppen.
Telepolis
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Ich halte nichts von Worthülsen ála Neoliberalismus. Für mich entspringen diese Begriffe oftmals einfach dem Drang jeder Abart einer Sache einen neuen und wohlklingenden namen geben zu müssen. Da ich unter anderem für Soziologen arbeite begegnet mir dieser eingebildete Sachzwang ständig. Gerde hier wird oft einer Strömung versucht einen neuen Namen zu geben, die eine alte Ideologie oder Strömung versucht mit neuren Mitteln Erfolg zu verschaffen.Was heute als Neoliberalismus verkaft wird wurd vor Jahren als Imperialismus verkauft, weil dessen Mittel und Äußerungen zwar anders aussahen, die Ziele sind jedoch weitgehend die gleichen (und oft auch die Personen dahinter). Davor war es der Kapitalismus, im Mittelalter der Feudalismus.Es sind einfach Bestrebungen von Personengruppen in einflußreichen Positionen mt Zugang zur Macht ihre Macht weiter auszubauen, Einflußsphären zu gewinnen, andere zu kontrollieren und weniger Mächtige für ihren Vorteil auszunutzen. Garniert wird das ganze durch eine propagierte Ideologie, die vorgeben soll dies diene einem höheren Zweck (früher Gottes Gebote, später Bekämpfung des Kommunismus, Wohlstand für Alle, heute Globalisierung, Terrorbekämpfung) um es für die, welche am Ende dieser Kette stehen, plausibler zu machen ein Spielball zu sein.
Nicht nur di Mittel und die vorgegebene Ideologe haben sich geändert, auch die Welt wurde kleiner, somit die Einflußshären größer. Was früher das Fürstentum, das Königreich, später die Länder und Kontinente ist heute die ganze Welt: Spielplatz der Mächtigen.
Andere Bühne, andere Kostüme, die gleichen Schauspieler. Ich wage zu behaupten, daß die römischen Eroberer, die Fuggers, die späteren Kolonialherren, die Puritaner in der neuen Welt, die Grokapitalisten des vorletzten Jahrhunderts, die Imperialisten des letzten und die "Neoliberalisten" dieses die selben Beweggründe antrieb. Vielleicht wird Neoliberalismus auch irgendwann einmal nur noch in den Geschichtsbüchern stehen (obwohl er dazu eigentlich viel zu diffus ist), dan darf man sich aber fragen wie der neue Begriff heißen mag, unter dem die Oligrchie im Staat ihre machtbestrebungen zu realisieren versucht.
