Um es mal in der Sprache der Fußballtrainer auszudrücken. Aber die CDU/FDP will damit die nächste Bundestagswahl gewinnen.
Es gibt einen schönen neuen Telepolis-Beitrag dazu. Tenor: Am Neoliberalismus verdienen nur die Länder, die die volle Wertschöpfungskette kontrollieren oder Länder die mächtig genug sind ihn zu blocken (China). Nordamerika und Europa werden wieder ihre Industrien schützen müssen und sie müssen die Deindustralisierung stoppen.
Telepolis
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Und sowas faellt Dir mitten in der Nacht ein? *gg*
Sandman ich hatte ein böses Computerproblem zu lösen - vielleicht berichte ich es mal - und war dann überdreht, musste also etwas lesen, was Balsam für die Seele ist.
>>Es gibt einen schönen neuen Telepolis-Beitrag dazu. Jaja, TPs monatliche Dosis "Der böse Neokapitalismus ist unser Untergang" oder "der böse Neokapitalismus wird untergehen" (je nach momentanem Befinden). Von der Sekunde an, als ich die Schlagzeile bei heise.de gesehen habe, habe ich gewusst dass dieser Thread von dir kommen würde :D
Tyrfing nicht so aufregen!
Neoliberalismus hatte ich geschrieben, nicht Kapitalismus. Es geht in dem Artikel um eine Kapitalismus-immanente Kritik, nicht um die Weltrevolution im altstalinistischen Stil. Irgendwie willst Du mir was anhängen, einen völlig falschen Eindruck erwecken.
Wir sind alle von der Deindustrialisierung betroffen, von der Autoindustrie bis hin zur Computerbranche, wo werden die Festplatten gebaut? Neuerdings in China!!
In dem Artikel wird NUR darauf hingewiesen, dass die neoliberalen Ideologen die Grundrechenarten ignorieren, Statistiken ignorien (Pech für die Realität) und auch historische Fakten ausblenden. Die leben in ihren beschränkten Modellen, die bestenfalls bestimmten Gruppen mittelfristig Vorteile verschaffen...und dann platzt die Blase, das ist auch nicht substanzieller, höchstens ein längerer Zyklus, als die New Economy.
Interessant ist auch der merkwürdig enge Zusammenhang zum Vietnamkrieg, der sich komischer Weise noch immer auswirkt...und auch das Engagement im Irak zeigt parallele Züge, etwa der Druck auf Deutschland sich zu beteiligen.
>>Irgendwie willst Du mir was anhängen, einen völlig falschen Eindruck erwecken. Habe ich davon irgendwas geschrieben? Ich amüsiere mich nur über TPs Geblubbere vom Niedergang des Westens, Verarmung der Gesellschaft, von Dolalrpressen finanzierten Kriegen etc.. Normalerweise bekommt man es nur mal sporadisch in irgenwelchen Foren zu lesen, wenn mal wieder jemand in einer pubertären Rebellionsphase den Sozialismus von der Müllhalde geholt hat. Bei Telepolis gibt es das alles bequem auf einem Fleck, zusammen mit mehr Realsatire und sogar einigen guten Artikeln...
>>etwa der Druck auf Deutschland sich zu beteiligen. Wo wir gerade bei "Wirtschaft" und "beteiligen" sind: Sagt dir die Bezeichnung L44 was?
Meinst Du damit die JEL-Klassifikation?
Ich schlaf jetzt ne Runde, damit ich heute Nacht fit bin.
Armes Deutschland!
Träum schön, vom Staatsbankrott und Gehweg-Maut.
Du wirfst hier alle möglichen Dinge zu einem wirren konstrukt zusammen.Der neoliberalismus ist also fertig,soso.sag mir mal,wo er denn überhaupt sein soll,der Neoliberalismus.Und wie kommst du dadrauf,daß er fertig ist.Ich unterstelle mal,daß du auch die USA mit "Neoliberal" meinst.die Behauptung,USA müßte den Abfluss von Industrie fürchten,ist doch völliger Unfug.Viele Industrien(Fernseher,Festplatten und und und verlassen die USA seit Jahrzehnten,ohne daß es der US Wirtschaft je geschadet hätte.Es gab immer genug Leute,die neues auf die Beine stellten und Arbeitsplätze schufen.außerdem sind auch viele Industrien in USA geblieben und werden dort bleiben.anders sieht es bei uns aus:Jeder Arbeitsplatz,den wir in der Industrie verlieren,hinterläßt eine Lücke,denn neues kommt kaum nach.Das ist eben der fundamentale Unterschied USA-Deutschland.Amerika ist in der Lage,Wachstum und Beschäftigung zu schaffen,wir sind es offenkundig nicht mehr.Wenn du sagst,unser System,die sogenannte "Deutschland AG" hat abgewirtschaftet,dann sehe ich das genauso.das kommt aber bestimmt nicht von zuviel Liberalismus,sondern im Gegenteil von zuviel Staat und zuviel anspruchshunger.
Ich antworte hier mal auf die LETZTEN Beiträge von Tyrfing und Hardcore.
1) Von Don Jordan (Journalistischer Frühschoppen) - sicherlich politisch rechts angesiedelt - sagte in weiten Bereichen der USA sieht es schlimmer aus, als in der DDR bei ihrem Zusammenbruch.
2) Eure inhaltlichen Antworten auf den angegebenen Telepolisartikel ignorieren diesen weitgehend, insbesondere versucht ihr gar nicht die Faktenlage zu widerlegen, behauptet ohne (seriöse?) Quellen blos hier und da das Gegenteil.
3) Der Telepolisbeitrag benutzt zwar einige historischen Argumente, die auch die Linke nutzt, aber es ist keine Sozialistische Kritik, sondern behandelt Wettbewerbsfragen. Die Überschrift heißt "Exportorientierung statt Binnenmarktentwicklung".
4) Das Kernproblem, jeder kann im Wettbewerb obsiegen, wenn er billiger ist, als der Konkurent. Wenn das alle Beteiligten machen, ist der Kapitalismus aber nicht mehr produktiv, sondern das Gesamtystem bricht zusammen. Kein Konsum, keine Zukunftsfürsorge, mangelhafte staatliche Rahmenbedingungen.
5) Da als letzter produktiver Bereich der Handel bleibt (Beispiel USA), kommt es zur Deindustrialisierung (2200 Fabriken an der USA-Grenze zu Mexiko in Mexiko). Irgendwann lässt sich der Handel nicht mehr kontrollieren (Stichwort: Die ganze Wertschöpfungskette), damit kollabieren die Gewinne aus dem Handel.
6) Ich weiß ja nicht welcher Teufel euch reitet, dass ihr dem Neoliberalismus applaudiert. Wenn ihr doch das m zuviel bei "im(m)anent" kritisiert hättet! Das Scheitern der Wirtschaft wird natürlich ganzheitlich zuschlagen, die Krise der New Economy war da nur ein Räuspern.
7) Aus dem Telepolis-Beitrag:
"Alle Ministerkonferenzen der WTO seit Seattle sind gescheitert. Die WTO steht vor einem "Scherbenhaufen", wie es die FAZ nannte und berichtete (5) von der Konferenz in Cancún im Herbst 2003:
Delegierte aus Kenia, umringt von Dutzenden Journalisten, wurden nicht müde zu wiederholen: "Die Konferenz ist zu Ende". Mitglieder von Nichtregierungsorganisationen, zahlreich wie nie in Cancún, fielen sich in die Arme. Ein paar sangen in Anlehnung an einen alten Beatles-Song: "Money can't buy the world"."
9) Klar, Telepolis zitiert die FAZ...und macht sich dadurch besonders verdächtig.
..hm, was kann man da machen?..nach Mexico auswandern?
Hallo hulk,
Du hast das nicht verstanden, geh lieber nach China, das geht doch klar aus dem Telepolis-Artikel hervor.
...ein Verwirrter irrt zwischen seinen 7.000 gespeicherten Links umher. Wirklich tragisch.
charlie62,
erzähl mir nix von Verwirrung, ich berichte über EINEN neuen Link und Du siehst mich zu Fuß zwischen 7000 Adressen. Das ist nicht tragisch, das ist hoffnungslos.
Zunächst mal befürchte ich, dass die meisten hier deinen Link zum Artikel nicht benutzt oder den Artikel nicht wirklich gelesen haben. Dazu kommt, dass hier sicher einige den Begriff "Neoliberalismus" nicht wirklich einordnen können.
" Ich weiß ja nicht welcher Teufel euch reitet, dass ihr dem Neoliberalismus applaudiert."
Mit dem Gesamtkonzept dieser Theorie setzen sich entweder Wirtschaftswissenschaftler, Politikwissenschaftler, Globalisierungsgegener oder sehr Interessierte / Belesene auseinander - sonst eigentlich niemand, sei es aus Zeitgründen und/ oder mangelnden Vorwissen um die Zusammenhänge zu begreifen. ich weiß nicht was du von uns auf nickles denn erwartest. Das ist kein Witschafts / Politikforum sondern ein Computerforum, warum gehst du denn davon aus, dass dich jeder zu verstehen hätte ?
Zu deiner Überschrift, beziehungsweise dem Fazit des Artikels: Der Neoliberalismus hat ausgespielt:
Ich bin da keineswegs so optimistisch. Besser wäre: aus den Nutzniessern dieser Idee scheinen mittelfristig ihre Gefangenen zu werden. Ich würde die Grundthese des Artikels weiter fassen: Wer die Wertschöpfungskette kontrolliert hat den Profit und gewinnt maßgeblich an außenpolitischen Einfluss. Da derjenige, der den Nutzen hat, Interesse daran haben dürfte diesen Status Quo zu erhalten, wird er diesen Einfluss auspielen, ausbauen und einsetzen um das Gesamtsystem zu erhalten. Der Neoliberalismus ist aus dieser sicht nicht am Ende- es kommt höchstens zu einem Austausch der von ihm profitierenden Akteure.
Kleine Frage am Rande: Dass Du kein Freund neoliberaler Ideen bist, weiß ich ja zur Genüge, was ich aber nicht weiß, und mich interessieren würde, ist welche Alternative zu vertreten würdest. Oder anders gesagt: Ich weiß, was du nicht willst, aber nicht wofür du eintreten würdest. Die Ansichten Oskar Lafontaines dürften dir doch eigentlich zusagen, oder?
Gruß
Ne, Lafontaine ist keineswegs so links, wie die Medien tun und er ist auch oft auf problematischen politischen Wegen unterwegs.
Mein Ansinnen ist nicht so abgehoben wie es den ersten Anschein hat. Auf Phoenix-Fernsehen behandelt fast jeder dritte Beitrag das Thema Neoliberalismus und Globalisierung zumindest mit eine Teil seiner Sendezeit. Gerade wurde ein paarmal der Beitrag von Heiner Geisler wiederholt. Er beschreibt die 50-ziger Jahre, Erhardts Wirtschaftspolitik, als ein Bündnis von Ordoliberalismus, katholischer Soziallehre und protestantischer Wirtschaftsehtik. Das Modell war sehr erfolgreich und nicht die Bohne sozialistisch. Wir waren in der zweiten Hälfte der 60-ziger Jahre Kinder von Marx und Coca-Cola...uns war klar, dass wir keinewegs auf die Dynamik des Kapitalismus verzichten wollten, wir meinten aber spätesten ab 1970 (Jochen Steffen, SPD-Politiker in Schleswig Holstein), dass viel mehr Kontrolle notwendig wird, das wir für die Beutezüge und Unterentwicklung irgendwann bezahlen müssen. Zu dieser Zeit hatten die USA schon den Pfad der wirtschaftlichen Tugend (für sich selber, ihr Land) verlassen. Die Regierung Brandt parierte das blendend und koppelte sich von der amerikanischen Entwicklung ab. Das mag als Positionsbestimmung vorläufig genügen.
Zu "abgehoben". Hier wird oft politisch diskutiert, in Zusammenhang mit Arbeitslosigkeit, Verregelung usw., wir sind ja Off Topic. Es wird so getan, als ginge es um Richtungsentscheidungen zwischen Rot-Grün oder Schwarz-Gelb. Das ist mein Anliegen, darum geht es objektiv überhaupt nicht! Tatsächlich sind die Vertreter des Neoliberalismus einen anderen Weg gegangen, sie haben gleichmäßig (!)Einfluss in allen Parteien gesucht und Politikerkarrieren gesteuert, unterstützt. Im Punkt Neoliberalismus unterscheiden sich die Parteien nicht. Wir sind also an einem Punkt, wo niemand mehr mit Wahlentscheidungen und puren Meinungsäußerungen die Katastrophe aufhält. Die Computerbranche ist vermutlich am radikalsten vom Neoliberalismus betroffen, aber auch als Kunden haben wir so unsere Supportprobleme auf taiwanesischen Internetseiten und mit amerikanischen Betriebssystemen und seltsamen Urheberrechtsauffassungen.
Ich halte nichts von Worthülsen ála Neoliberalismus. Für mich entspringen diese Begriffe oftmals einfach dem Drang jeder Abart einer Sache einen neuen und wohlklingenden namen geben zu müssen. Da ich unter anderem für Soziologen arbeite begegnet mir dieser eingebildete Sachzwang ständig. Gerde hier wird oft einer Strömung versucht einen neuen Namen zu geben, die eine alte Ideologie oder Strömung versucht mit neuren Mitteln Erfolg zu verschaffen.Was heute als Neoliberalismus verkaft wird wurd vor Jahren als Imperialismus verkauft, weil dessen Mittel und Äußerungen zwar anders aussahen, die Ziele sind jedoch weitgehend die gleichen (und oft auch die Personen dahinter). Davor war es der Kapitalismus, im Mittelalter der Feudalismus.Es sind einfach Bestrebungen von Personengruppen in einflußreichen Positionen mt Zugang zur Macht ihre Macht weiter auszubauen, Einflußsphären zu gewinnen, andere zu kontrollieren und weniger Mächtige für ihren Vorteil auszunutzen. Garniert wird das ganze durch eine propagierte Ideologie, die vorgeben soll dies diene einem höheren Zweck (früher Gottes Gebote, später Bekämpfung des Kommunismus, Wohlstand für Alle, heute Globalisierung, Terrorbekämpfung) um es für die, welche am Ende dieser Kette stehen, plausibler zu machen ein Spielball zu sein.
Nicht nur di Mittel und die vorgegebene Ideologe haben sich geändert, auch die Welt wurde kleiner, somit die Einflußshären größer. Was früher das Fürstentum, das Königreich, später die Länder und Kontinente ist heute die ganze Welt: Spielplatz der Mächtigen.
Andere Bühne, andere Kostüme, die gleichen Schauspieler. Ich wage zu behaupten, daß die römischen Eroberer, die Fuggers, die späteren Kolonialherren, die Puritaner in der neuen Welt, die Grokapitalisten des vorletzten Jahrhunderts, die Imperialisten des letzten und die "Neoliberalisten" dieses die selben Beweggründe antrieb. Vielleicht wird Neoliberalismus auch irgendwann einmal nur noch in den Geschichtsbüchern stehen (obwohl er dazu eigentlich viel zu diffus ist), dan darf man sich aber fragen wie der neue Begriff heißen mag, unter dem die Oligrchie im Staat ihre machtbestrebungen zu realisieren versucht.
Neoliberalismus...welcher Teufel euch reitet, dass ihr dem Neoliberalismus applaudiert...Globalisierung...Wertschöpfungskette...Asienkrise...einseitige Aneignung des Profits...
Mit genügend tollen Schlagwörtern kann man eben immer Eindruck schinden
Jede Propaganda hat volkstümlich zu sein[...]
Je bescheidener dann ihr wissenschaftlicher Ballast ist, und je mehr sie ausschließlich auf das Fühlen der Masse Rücksicht nimmt, umso durchschlagender der Erfolg
Und Panik vor dem Staatsbankrott scheint wohl gerade das Fühlen vieler zu sein
PS: Um es aufzulösen: Die L44 ist das Hauptgeschütz der älteren Leopard2-Versionen, wird mit kleineren Modifikationen als M256 im Abrams A1/A2 eingesetzt
Doch nicht diese selbstjustierende Wunderwaffe des Leo 2, die unabhängig von der Bewegung des Panzers die Zielpos. einhält? Die haben jetzt die Amis? Na, immer noch besser als Osama oder Egon Krätze-Krenz, aber trotzdem schade.
Nun hat sich Müntefering zum Thema Neoliberalismus geäußert, ich fürchte aber mehr als Wahlkampfaufrüstung wird dabei nicht rauskommen.
Für den Spiegel war das gleich eine Klassenkampf und Wohlfühlrethorik. Im Prinzip steht da aber nicht viel mehr drin, als auch in unserer Verfassung. Vermutlich gefällt dem Spiegel unsere Verfassung nicht mehr so sehr.
www.spd.de/servlet/PB/menu/1009332/1047695.html
www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,druck-351111,00.html
