Um es mal in der Sprache der Fußballtrainer auszudrücken. Aber die CDU/FDP will damit die nächste Bundestagswahl gewinnen.
Es gibt einen schönen neuen Telepolis-Beitrag dazu. Tenor: Am Neoliberalismus verdienen nur die Länder, die die volle Wertschöpfungskette kontrollieren oder Länder die mächtig genug sind ihn zu blocken (China). Nordamerika und Europa werden wieder ihre Industrien schützen müssen und sie müssen die Deindustralisierung stoppen.
Telepolis
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Ne, Lafontaine ist keineswegs so links, wie die Medien tun und er ist auch oft auf problematischen politischen Wegen unterwegs.
Mein Ansinnen ist nicht so abgehoben wie es den ersten Anschein hat. Auf Phoenix-Fernsehen behandelt fast jeder dritte Beitrag das Thema Neoliberalismus und Globalisierung zumindest mit eine Teil seiner Sendezeit. Gerade wurde ein paarmal der Beitrag von Heiner Geisler wiederholt. Er beschreibt die 50-ziger Jahre, Erhardts Wirtschaftspolitik, als ein Bündnis von Ordoliberalismus, katholischer Soziallehre und protestantischer Wirtschaftsehtik. Das Modell war sehr erfolgreich und nicht die Bohne sozialistisch. Wir waren in der zweiten Hälfte der 60-ziger Jahre Kinder von Marx und Coca-Cola...uns war klar, dass wir keinewegs auf die Dynamik des Kapitalismus verzichten wollten, wir meinten aber spätesten ab 1970 (Jochen Steffen, SPD-Politiker in Schleswig Holstein), dass viel mehr Kontrolle notwendig wird, das wir für die Beutezüge und Unterentwicklung irgendwann bezahlen müssen. Zu dieser Zeit hatten die USA schon den Pfad der wirtschaftlichen Tugend (für sich selber, ihr Land) verlassen. Die Regierung Brandt parierte das blendend und koppelte sich von der amerikanischen Entwicklung ab. Das mag als Positionsbestimmung vorläufig genügen.
Zu "abgehoben". Hier wird oft politisch diskutiert, in Zusammenhang mit Arbeitslosigkeit, Verregelung usw., wir sind ja Off Topic. Es wird so getan, als ginge es um Richtungsentscheidungen zwischen Rot-Grün oder Schwarz-Gelb. Das ist mein Anliegen, darum geht es objektiv überhaupt nicht! Tatsächlich sind die Vertreter des Neoliberalismus einen anderen Weg gegangen, sie haben gleichmäßig (!)Einfluss in allen Parteien gesucht und Politikerkarrieren gesteuert, unterstützt. Im Punkt Neoliberalismus unterscheiden sich die Parteien nicht. Wir sind also an einem Punkt, wo niemand mehr mit Wahlentscheidungen und puren Meinungsäußerungen die Katastrophe aufhält. Die Computerbranche ist vermutlich am radikalsten vom Neoliberalismus betroffen, aber auch als Kunden haben wir so unsere Supportprobleme auf taiwanesischen Internetseiten und mit amerikanischen Betriebssystemen und seltsamen Urheberrechtsauffassungen.
