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Die Welt ist verrückt (geworden*)!

xafford / 14 Antworten / Flachansicht Nickles

Ich bin bekennender Pessimist, aber ich muss gestehen, ich hätte nie gedacht, dass es zu meiner Lebzeit so weit kommt.

Secret Service verteidigt mit gezückter Waffe das Kapitol gegen "Putschisten". (Quelle: Screenshot youtube.com)

Ich will jetzt keine Pro oder Contra Trump Diskussion starten, das ist ein anderes Thema, aber dass einmal das Kapitol bei der Bestätigung eines neuen Präsidenten durch bewaffnete geschützt, Vertreter der Demokraten und der Republikaner evakuiert werden müssen - wer hätte sich das vor 4 Jahren ausgemalt?

Diese Bilder haben meiner Meinung nach eine enorme Tragweite - nicht wegen Trump, nicht wegen Biden... Die USA haben mit diesen Bildern meiner Meinung nach ihre moralischen hegemonieansprüche weltweit verspielt und hinterlassen ein Vakuum, das uns meiner Einschätzung nach mindestens Jahrzehnte belasten wird.

Ich bin kein Fan der US-Außenpolitik und allem was damit zusammen hängt, aber ich befürchte, dass diese Bilder die Welt massiv destabilisieren werden auf unabsehbare Zeit - und ich gehe leider auch davon aus, das waren nicht die letzten Bilder vor dem 20. Januar (und eventuell auch darüber hinaus).

Hoffen wir einmal, dass 2021 nicht 2020 beerben will (#2020-won).

Pauschalurteile sind immer falsch!!!
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weissnix2 Alpha13

„Die USA sind vor über 100 Jahren durch die Industrie, Bodenschätze und den Ackerbau reich und mächtig geworden und zur ...“

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Dumm und dämlich haben die sich verdient durch Ihre Lieferungen im 1. Weltkrieg an Großbritanien und Frankreich!!!

...und nicht nur daran. Eine ausführliche Analyse der amerikanischen Politik  würde hier den Rahmen sprengen. Nur eines noch: immer, wenn irgendwer wieder mal das Loblied auf die Amerikaner anstimmt, die uns doofe Deutsche mit den Segnungen der Demokratie beglückt haben und in der ganzen Welt für Frieden, Freiheit und Menschenrechte kämpfen, kriege ich Brechreiz.

Die amerikanische Unabhängigkeitserklärung  von 1776 beginnt mit dem Satz, dass alle Menschen gleich geschaffen und gleich an Rechten sind. Das hat die Amerikaner aber nicht daran gehindert, anschließend noch neunzig Jahre lang Sklaven zu halten, dann die indianischen Ureinwohner teils auszurotten, teils in Reservate zu sperren, bis in die 1960er Jahre die Nachkommen der schwarzen Sklaven am normalen Schulbesuch zu hindern, und auch heute noch hat man gute Chancen, mal eben erschossen zu werden, wenn man nicht weiß ist und nicht sofort spurt.

Wie vorgestern gemeldet wurde, gibt es keine Anklage gegen den Polizisten, der in Kenosha im August einen  Afroamerikaner zum Krüppel geschossen hat. Schon klar, das sieht der Staatsanwalt ganz richtig:  sieben Schüsse in den Rücken, das kann ja nur Notwehr gewesen sein. 

Die Scheinheiligkeit hat einen Namen: USA. 

Wer klug ist, kann sich auch schon mal dumm stellen. Umgekehrt wird's schwierig...
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