Hallo zusammen.
Im Grunde genommen habe ich einen ziemlich leisen PC: Nur zwei Lüfter sind in Betrieb, einer für den Prozessor, einer fürs Neztteil - das war\'s schon. Kaum zu glauben, daß ich mit diesem Rechner trotzdem ein Lärmproblem habe.
Aus dem Innern des Gehäuses (Chieftec CS-601 mit 340 Watt-Netzteil vom gleichen Hersteller) dringt seit einiger Zeit ein gar nicht mal so lautes, dafür aber um so penetranteres, nerviges Brummgeräusch. Dieser Summton ist nicht durchgehend zu hören, sondern "rhythmisch-pulsierend", etwa so: nnn---nnn---nnn---nnn---nnn... Der Abstand von einem "nnn" zum nächsten beträgt etwa eine Sekunde. Wenn ich von links mit den Händen gegen die Gehäuse-Seitenwand drücke oder die Seitenwand abnehme, wird es geringfügig(!) leiser.
Das eigentliche Problem ist gar nicht, daß mir dieses Gesummse bei der Arbeit auf den Keks geht - ich höre es schon fast gar nicht mehr. Viel schlimmer: Da der Ton sehr dumpf und baßlastig ist, überträgt er sich durch den Teppich und durch den Boden in die Wohnung unter mir, wo meine Nachbarin ihr Schlafzimmer hat. Sie kann bei dem Gesumme nicht schlafen. Da ich des öfteren bis in die Nacht am Computer sitze, sind Konflikte vorprogrammiert.
Nun zu meiner Frage: Hat irgendjemand einen Rat, was man dagegen tun kann - außer gesünder leben und zeitig zu Bett gehen?
Danke schon mal für alle ernst gemeinten Ratschläge. Nein, dies ist kein Fake-Posting. Große Bitte an alle mitlesenden VIPs: Bitte nicht auf OT verschieben. Wenn überhaupt, dann nach PC-Selbstbau, aber ich denke, hier ist\'s auch nicht ganz verkehrt.
CU
Olaf19
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Turbo Lover! "Den Vibrator aus dem Gehäuse nehmen", *rotfl* - das hat's gebracht :-))
Tja, und dieser Vibrator hört auf den Namen: "Seagate Barracuda V 80 GB / 7200 U/min".
Nun aber mal der Reihe nach. Die beiden Lüfter und die CD-Laufwerke konnte ich schnell ausschließen; die waren's nicht. Die Festplatten auch nicht - solange sie einzeln liefen...! Wobei der Summton ganz eindeutig von der Seagate-Platte kam. Nur daß er viel leiser erklang als vorher, und ohne dieses nervige rhythmische Auf- und Abschwellen.
Das kam erst wieder ins Spiel, als ich zusätzlich die Maxtor-Platte anschloß. Jetzt wurde der Summton merklich lauter und fing auch wieder an zu pulsieren, verstärkt durch hochfrequente Vibrationen. Hat sich angehört wie eine Auto-Alarmanlage Marke Ohrentod.
Gut, damit ist das Problem so weit eingekreist, als daß ich mir jetzt nur noch Gedanken machen muß, wie ich die Vibrationen bei der Seagate-Platte in den Griff bekommen kann. Einfach mal ausbauen und beim Wieder-Einbau irgendetwas anders machen - in die Sache bringe ich schon noch Licht. Interessant vor allem die Frage: Warum passiert es immer nur dann, wenn beide Platten zusammen laufen?
Dafür habe ich folgende Erklärung: Die Platten sitzen in nicht allzu großer Entfernung übereinander, jeweils in einem "Metallkäfig" fest geschraubt. Beide drehen sich mit 7200 U/min, wobei ich unterstellen möchte, daß diese Zahl wohl kaum exakt erreicht werden dürfte. Eine kleine, durch mechanisch bedingte Toleranzen bedingte Abweichung wird es geben - und genau da liegt der Hase im Pfeffer. Diese Toleranz dürfte zu einer leichten Differenz in der Tonhöhe führen, die jedoch noch nicht als Intervall wahrnehmbar ist. So etwas nennt man in der Akustik eine Schwebung, und deren Markenzeichen ist genau dieser penetrante rhythmisch-pulsierende Verlauf.
Würde sich eine der Platten - nicht beide! - mit 5400 U/min drehen, wäre es wohl nie so weit gekommen. Dann müßten die Laufgeräusche das musikalische Intervall einer Quarte (Proportion 5400 : 7200 = 3 : 4 = Quarte) ergeben. Abweichungen der einen oder anderen Frequenz wären - wenn überhaupt - als kleine Unsauberkeit wahrnehmbar, nicht aber als Schwebung. Vielleicht ergibt das ein ganz neues Berufsbild: Nach dem Vorbild des Klavierstimmers jetzt auch der Festplattenstimmer? *rotfl*
Tja, ich hoffe, das ist es nun gewesen. "Dann klappt's auch mit der Nachbarin..." Danke Euch Dreien für die Anregungen!
CU
Olaf
Tja, und dieser Vibrator hört auf den Namen: "Seagate Barracuda V 80 GB / 7200 U/min".
Nun aber mal der Reihe nach. Die beiden Lüfter und die CD-Laufwerke konnte ich schnell ausschließen; die waren's nicht. Die Festplatten auch nicht - solange sie einzeln liefen...! Wobei der Summton ganz eindeutig von der Seagate-Platte kam. Nur daß er viel leiser erklang als vorher, und ohne dieses nervige rhythmische Auf- und Abschwellen.
Das kam erst wieder ins Spiel, als ich zusätzlich die Maxtor-Platte anschloß. Jetzt wurde der Summton merklich lauter und fing auch wieder an zu pulsieren, verstärkt durch hochfrequente Vibrationen. Hat sich angehört wie eine Auto-Alarmanlage Marke Ohrentod.
Gut, damit ist das Problem so weit eingekreist, als daß ich mir jetzt nur noch Gedanken machen muß, wie ich die Vibrationen bei der Seagate-Platte in den Griff bekommen kann. Einfach mal ausbauen und beim Wieder-Einbau irgendetwas anders machen - in die Sache bringe ich schon noch Licht. Interessant vor allem die Frage: Warum passiert es immer nur dann, wenn beide Platten zusammen laufen?
Dafür habe ich folgende Erklärung: Die Platten sitzen in nicht allzu großer Entfernung übereinander, jeweils in einem "Metallkäfig" fest geschraubt. Beide drehen sich mit 7200 U/min, wobei ich unterstellen möchte, daß diese Zahl wohl kaum exakt erreicht werden dürfte. Eine kleine, durch mechanisch bedingte Toleranzen bedingte Abweichung wird es geben - und genau da liegt der Hase im Pfeffer. Diese Toleranz dürfte zu einer leichten Differenz in der Tonhöhe führen, die jedoch noch nicht als Intervall wahrnehmbar ist. So etwas nennt man in der Akustik eine Schwebung, und deren Markenzeichen ist genau dieser penetrante rhythmisch-pulsierende Verlauf.
Würde sich eine der Platten - nicht beide! - mit 5400 U/min drehen, wäre es wohl nie so weit gekommen. Dann müßten die Laufgeräusche das musikalische Intervall einer Quarte (Proportion 5400 : 7200 = 3 : 4 = Quarte) ergeben. Abweichungen der einen oder anderen Frequenz wären - wenn überhaupt - als kleine Unsauberkeit wahrnehmbar, nicht aber als Schwebung. Vielleicht ergibt das ein ganz neues Berufsbild: Nach dem Vorbild des Klavierstimmers jetzt auch der Festplattenstimmer? *rotfl*
Tja, ich hoffe, das ist es nun gewesen. "Dann klappt's auch mit der Nachbarin..." Danke Euch Dreien für die Anregungen!
CU
Olaf
