Ein bekannter hat eine Software installiert besitzt diese aber nicht mehr auf CD. Ich habe gehört das es ein Programm gibt, das sämtliche Dateien zusammen sucht und in ein Verzeichnis schreibt, sodaß man die Software nach Neuinstallation des Betriebsystems wieder darauf Kopieren kann. Für eine eventuelle positive Antwort wäre ich sehr Dankbar. Gruß Stefan Weber
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Cleansweep und Easy Uninstall sind dazu da, ein irgendwann einmal installiertes Programm wieder deinstallieren zu können. Beide Progs (und noch zig aus der weiteren Konkurrenz ebenso) sind demzufolge dazu da, dasselbe zu tun wie die Win-eigene Deinstallation (Software-Icomn in der Systemsteuerung). In der Win-eigenen Deinstallation werden aber nur die Registry- bzw. allg. Dateiänderungen und die wo hinzugefügten bzw. ersetzten Dateien aufgelistet. "Übersieht" der Ersteller der Installroiutine die einen oder andere Datei bzw. Dateiänderung, ist diese in der Win-eigenen Deinstallroutione auch nicht erfaßt.
Streng genommen ist die "Win-eigene Deinstallroutine" auch nur eine zentralisierte Zusammenfassung der Programm-eigenen Deinstallierungsroutine. Manche Proggis tragen sich in die Registry im "Uninstall"-Zweig ein UND hinterlassen im Programmverzeichnis selber noch eine eigene EXE-Datei, die das Deinstall bewirkt (der Eintrag im Software-Icon ist auch nur ein Aufruf DIESES SELBEN Programms mit den erforderlichen Parametern), andere NUR in der Registry und nur ganz ganz wenige weder-noch. Da nur "deinstalliert" wird, was der Autor auf die "Deinstallier-Liste" gesetzt hat, können nach so einer Deinstallation noch buchstäblich HUNDERTE von Verweisen auf dieses Programm, das nun eigentlich weg sein sollte, weiterhin existieren. Z.B. der Kaspersky-Virenscanner AVP Version. Installieren und gleich wieder deinstallieren und dann in der Registry nach "AVP", "Kaspersky" usw suchen: locker über 150 Fundstellen!! Man fragt sich bisweilen, was zum Deibel da ÜBERHAUPT entfernt wurde...
Cleansweep und Easy-Uninstall & andere gehen einen anderen Weg: sie protokollieren ALLE Änderungen, die nach dem Aufruf eines Programmes namens z.B. "Setup.exe" (der übliche Dateiname) von diesem angeleiert werden und merken sie sich, bis man dieses "Setup.exe" beendet. DIESE Liste ist dann in aller Regel recht was länger als die der "Win-eigenen".
Allerdings muß man auch sehen, daß die Datei- und Registry-Änderungen, die ein x-mal gestartetes Programm NACH der Installation anlegt, von den o.g. Deinstallprogrammen NICHT!! zwangsläufig erfaßt werden! D.h., auch wenn der Autor der Install-/Uninstall-Routine nicht falsch gemacht hat, bleibt nach einer Deinstallation noch wenig, ein wenig mehr oder MASSEN von Einträgen zurück. Das betrifft in erster Linie Dateien, die irgendwann nach der Installation angelegt wurden. KAUM ein Programm löscht wirklich ALLES, was es jemals mal bei der Installtion und beim Betrieb an Dateien, -änderungen und Registryänderungen gegeben hat.
Und das -und damit auf Dein Problem zurückzukommen: Cleansweep & Co kann nur dann zum Zuge kommen mit seiner gesicherten Liste von Dateien und Registryeinträgen, die zu einem bestimmten Programm gehören, wenn diese Liste früher einmal angelegt worden ist! Von Cleansweep nämlich bzw. einem anderen Programm. Nur überaus lückenhaft sind Cleansweep & Co in der Lage, herauszufinden, welche Einträge bzw. Dateien (insbes. die in den Systemverzeichnissen!) zu welchem Programm gehören und welche nicht. Alles NACH der Installation von Cleansweep wird aufgezeichnet, wenn man eine z.B. "Setup.exe" aufruft, aber das, was DAVOR schon installiert worden war, dürfte auch einem recht guten Programm wie Cleansweep weitestgehend "böhmisch bewaldet" vorkommen. Diese kleine, schlichte Tatsache dürfte Deinen oben geschilderten Tatendrang schon ziemlich zügeln.
Eine unschöne Eigenschaft mancher Deinstallprogramme sollte man unbedingt kennen. Bekanntlich ist es ja eine der größten Schwächen aller Windowse, daß irgendwelche Programme mirnixdirnix vielen Systemdateien austauschen kann. Die natürlich bei einer Deinstallation nicht einfach gelöscht werden dürfen. Idealerweise müßten sie gegen die vorhergehende, beim Setup überschriebene/ausgetauschte Datei wieder zurückgetauscht werden. Manche Deinstall-Progs löschen sowas aber rigoros. Resultat: Win macht die Hocke! Das kann mit den Win-eigenen Deinstallroutinen eigentlich nicht passieren (das andere IST mir schon passiert!).
Aber egal, womit, wofür, wodurch und ob überhaupt man deinstalliert: nie kommt man um eine manuelle Nachbearbeitung der Registry herum! Ich sagte ja schon: manchmal fragt man sich WIRKLICH, was denn nun eigentlich "deinstalliert" worden sein soll...
