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News: Gründerszene trifft sich in München

Bits and Pretzels 2017: Exklusives Stefan Raab Comeback und Kevin Spacey als neuer Partner

Michael Nickles / 21 Antworten / Flachansicht Nickles

 

 

Stefan Raab auf der Bits and Prezels 2017. (Foto: Andreas Gebert / Bits and Pretzels

Aktuell findet in München zum vierten Mal die Startup-Veranstaltung "Bits and Pretzels" statt. War die erste Bits and Pretzels 2014 im Löwenbräukeller in München mit 1.400 Teilnehmern noch eine recht "bescheidene" eintägige Veranstaltung, hat die Sache inzwischen schon ein enormes Ausmaß angenommen: rund 5.000 Teilnehmer sind dabei vorwiegend Startups und  Investoren.

Die ersten beiden Veranstaltungstage finden im ICM Kongresszentrum in München statt, abends geht es auf Partys weiter. Abschließendes Highlight ist dann wie in den vergangenen Jahren das Feiern im Schottenhammelzelt auf dem Oktoberfest.

Michael Nickles meint:

Das 3-tägige Programm ist enorm, es braucht an den ersten beiden Tagen schon ausgiebiges Planen um alles für sich rauszuholen. Die Ticketpreise gehen bis 2.000 Euro beziehungsweise gingen weil ausverkauft. Für den exklusiven Eintritt wird viel geboten. Die Kontaktmöglichkeiten sind sehr gut, auch die eigene App hilft Interessenverwandte zusammenzubringen.

Am Rande der "Shows mit Gründerstories" und Workshops stellen zig Startups an Ständen ihre Projekt vor, Auswahl und Bandbreite sind beeindruckend. Da gibt es Medizinroboter die beim Operieren assistieren nicht weit entfernt von Raspberry Pi basierten "Kinderzimmerrobotern" (wayotec.de), dazwischen ein Unternehmen, das Server in "Ölcontainern" versenken will um Energie zu sparen (asperitas.com). Spaß machen auch Zufallskontakte die sich ergeben.

Ich lernte "bei einem Bier" einen jungen Münchener Startup-Unternehmer kennen (mcbus.com) der ein "Zubehör für 3D-Drucker" herstellt. Und zwar einen "Kasten" in den man oben Kunststoffgranulat reinschüttet und wo unten dann die "Kunststoffspule" (Filamentspule) rauskommt, die ein 3D-Drucker als Tinte braucht. Diese Vorgehensweise soll viel günstiger sein als fertige Filamentrollen zu kaufen. Die Firma hat sinnigerweise auch das Patent, so einen Spulenproduktionskasten direkt an einen 3D-Drucker zu hängen. Das erinnert an alte Zeiten, wo Tüftler Tintendruckern  einfach eine Infusionsflasche mit günstiger Tinte "drübergehängt" haben.

Auch unmittelbar für Nickles.de gab es interessante Kontakte. Ein Startup bietet beispielsweise interessante Möglichkeiten zum Verkauf kostenpflichtiger Inhalte im Internet an, sei es Einzelbeitrag zum Einmalbeitrag oder flexible Abomodelle (elopage.com). Ich werde das wohl mal ausprobieren demnächst.

Bitte beachten: das sind nur kleine Beispiele von der Bits und Pretzels die zeigen sollen, dass bei dieser Veranstaltung enormes Potential besteht um interessante Kontakte zu finden - auch abseits der "ganz großen" Projekte und Finanzierungsnummern.

Kevin Spacey ist jetzt der vierte Mann im Veranstalterteam. (Foto: Andreas Gebert / Bits and Pretzels)

Richtig verblüfft hat mich übrigens der Auftritt von Stefan Raab. Man fragt sich schon, was der bei so einer Veranstaltung verloren hat, warum er die Eröffnungsansprache hält.

Und die Skepsis wächst wenn man wie ich kein wirklicher Fan von Raab ist. Ich musste meine Meinung aber radikal ändern. Stefan Raab hat eine hervorragend unterhaltsame und auch informative gut 1-stündige "Show" hingelegt. Und er kam für mich ausdrücklich sympathischer rüber als ich ihn vom TV gewohnt war. Bravo!

 "Kevin Spacey" - ich muss beichten, dass ich bis gestern nicht wusste wer "Kevin Spacey" ist und ich bin da gewiss eine enorme Ausnahme, aber so ist es halt. Ich wusste, dass das "irgendein Schauspieler" ist, wie er aussieht hatte ich aber genauso wenig im Kopf wie Filme, in denen er mitgewirkt hat. Eine echte Überraschung am Ende des ersten Tags war gewiss für alle Beteiligten, dass Kevin Spacey als vierter Mann in das Bits and Preztels Team einsteigt.

Hintergrund: Spacey hat bereits in Startups investiert und wird für den weiteren Erfolg der Bits und Pretzels sicher ein Türöffner sein. Größer soll die Bits und Pretzels aber nicht mehr werden, die Veranstalter wollen es bei maximal 5.000 Teilnehmern belassen, also in gewissem Sinne Exklusivität statt Masse. Das ist eine kluge Entscheidung.

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fakiauso mumpel1

„Gegenargument: Muss man wirklich immer alles haben? Früher hat man sich einmal etwas gekauft und hatte es ewig, vieles ...“

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Muss man wirklich immer alles haben? Früher hat man sich einmal etwas gekauft und hatte es ewig, vieles davon läuft heute noch. Das was man zum Leben braucht ist natürlich etwas anderes. Aber wenn ich mir kein (neues) Mobiltelefon leisten kann wäre es unklug dafür Schulden zu machen wenn ich dan die nächsten Monate noch mehr knausern muss.


Hier geht es doch um zwei Paar Schuhe:

Einmal um diese Menschen, welche für dieses Event aus dem Eröffnungsbeitrag bereit sind, die m.E. utopischen Eintrittspreise zu zahlen in der Hoffnung, dass sich dieses im späteren Business amortisiert. Vermutlich landet das so oder so auf der Steuererklärung und wenn nicht, dann war es halt Sponsoring, damit diverse Firmen nicht selbst dort auftrten müssen, sondern einen Strohmann haben.

Interessant ist, wie man dabei auf die Tafeln kommt, die ja abgesehen von den Zahlen mit dem Zinnober mal gar nicht zu tun haben. Weder würden aller Wahrscheinlichket nach die Besucher dieser Veranstaltung solche Beträge den Tafeln spenden noch sich selbst mit deisen assoziieren und wenn dann nur, um sich als irgendwie sozial zu gerieren.

Leider sind die Tafeln (eigentlich nicht) notwendig, weil diejenigen darauf angewiesen sind, die sich dort ihren Teil des täglichen Bedarfs holen. Traurig ist tatsächlich, das so etwas in Deutschland nötig ist und den Bedarf gab es auch schon vor den unsäglichen Sozialreformen, nur nicht so auffällig. Armut zeigt sich nicht immer im Aussehen, sondern ist von Land zu Land und von Mensch zu Mensch ganz verschieden.

Und das ist der springenden Punkt: Der Unterschied zwischen Bedarf und Bedürfnis!

Nahrung, Kleidung, Wohnung und dergleichen sind ein Bedarf und dieser hat gedeckt zu werden. Sind Mitglieder einer Gesellschaft aus welchem Grund auch immer nicht in der Lage dazu, diesen zu decken, dann hat die Gesellschaft die verdammte Pflicht, diesen Bedarf zu decken. Und dabei ist es im Gegenteil zur Meinung Anderer egal, ob es sich um den veramrten Renter oder einen Asylbewerber handelt.

Smartphones etc. sind ein (profitbeding gewecktes) Bedürfnis, welches aber dargestellt wird, als ob es für ein Sein innerhalb der Gesellschaft notwendiges ist und über diesen durch Werbung usw. suggerierten 'Zwang' wird jeder vorveruteilt und ausgeschlossen, der sich diesen 'Run Of Life' mittels Markenklamotten, - geräten , Auto usw. eben nicht leisten kann.
Genau diese wiederum müssen leider den billigen Schrott kaufen, der durch Ausbeuten anderer und noch beschissener existierender Menschen produziert wird. Aussteiger aus diesem Schema werden dagegen oft genug ebenfalls aus Exoten behandelt.

Dann kommt die Geiz-ist-geil-Fraktion, die sich nur um des scheinbaren Schnäppchens willen jeden Schrott in die Bude stellen, dann die besagten Menschen, die sich aus dem etwas klauen oder handeln wie auf dem Basar, nur um dem Ego einen Kick zu geben und dann gibt es noch die wirklich Reichen, denen sowieso scheissegal ist, wieviel etwas kostet, weil sie die Menge und Summe ihres Reichtums so oder so nicht mehr erfassen können - weder mental noch real. Das hat mit Bedarf zum Leben auch nichts mehr zu tun, sondern ebenfalls nur noch mit dem Schwänze vergleichen.

Andererseits ist diese Diskussion so etwas von öde. da geilt man sich an Ticketpreisen auf, an den angeblich exorbitanten Kosten für "Ausländer" und stolpert angesichts dessen über die lumpigen Milliarden, die z.B. aus Steuergeldern in die Banken gepumpt wurden, nur um den Big Fail zu verhindern oder die ähnlich hohen und genauso unnötigen Rüstungsasugaben. Mit diesen Summen könnte man jedem gesellschaftlich Abgehängten, Asylbewerber, Kranken oder Armutsrentner auf Jahrhunderte die Existenz sichern und es würde die Allgemeinheit=Allmende nicht ein µ mehr belasten.
Einziger Haken an der Chose - dieses System wäre dann im Arsch, womit ich wiederum mehr als leben könnte. Es gibt wichtigere Dinge als das Streben nach Geld und Macht und des blossen Scheins statt des realen Seins willen.

Um dann die Kurzform auf die obige Blenderveranstaltung zu liefern:

"Es gibt kein richtiges Leben im falschen."

Adorno

"Anyone who believes exponential growth can go on forever in a finite world is either a madman or an idiot (or an economist)" - Hellsongs
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