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News: Code.org gestartet

Gates und Zuckerberg motivieren zum Programmieren

Michael Nickles / 23 Antworten / Flachansicht Nickles

Facebook-Gründer Mark Zuckerberg und Microsoft-Gründer Bill Gates haben überraschend mal gemeinsame Sache gemacht und bewerben ein neues Projekt namens code.org. Es geht darum junge Menschen dazu zu motivieren, Programmieren zu lernen.

Zuckerberg und Gates fordern, dass jeder Schüler in jeder Schule die Möglichkeit kriegt, Programmierkenntnisse zu erlernen. Im Video teilen viele Entwickler mit, wie sie zum Programmieren gekommen sind. (Foto: code.org)

Das Promotionvideo beginnt mit einem Spruch des verstorbenen Apple-Gründers Steve Jobs: "Jedermann in diesem Land sollte lernen, wie man einen Computer programmiert, weil man damit auch denken lernt.". Hier das Video:

Michael Nickles meint:

Gute Sache. Ich kam erstmals mit ca 15 Jahren an einen Computer. Einen Commodore Pet 2001 in der Schule. Software existierte praktisch nicht, es gab nicht einfach Spiele, die man spielen konnte. Man musste sie selber machen.

Fachbücher gab es auch so gut wie keine. Es gab nur eine sehr lausige Bedienungsanleitung von Commodore, in der die BASIC-Befehle des Pet mit ein paar Beispielen beschrieben wurden. Man musste sich also ordentlich reinkauen um aus dem Rechner was rausholen zu können.

Mein erster großer Programmiererfolg war eine (miserable) Variante von Pacman. Die war aber immerhin gut genug, um es im August 1982 als "Listing" in die Zeitschrift "Micro Computerwelt" (IDG) zu schaffen:


Der Artikel "In der Gespensterwelt" und der dazugehörige Progammcode, waren das Erste, was jemals von mir veröffentlich wurde.


Für das Listing und den Artikel habe ich damals 250 Mark gekriegt. Das war für mich als Schüler astronomisch viel Kohle. Und das hat mich auch motiviert, in dieser Ecke weiterzumachen.

Während der Schulzeit bin ich dann zum 64er Heimcomputer gewechselt und habe damit begonnen für Heimcomputer-Magazin wie die 64er zu schreiben - in der Regel Programmierthemen. Für PC-Magazine wie die DOS-International habe ich dann später auch alle möglichen Programmierthemen bis hin zur Entwicklung von komprimierenden Videocodecs verfasst.

Seit den Nickles-Tuning-Reports habe ich mich aus der Programmierecke zurückgezogen, aber programmiere weiterhin. Das erste was ich bei der Neuinstallation eines Rechners von mir draufmache, ist eine Entwicklungsumgebung. Aktuell ist das Visual Studio Express 2012. Ein Großteil der Anwendungen, die ich auf meinem PC verwende, ist selbst programmiert.

Das sind beispielsweise Tools, die ich brauche um große Artikelbestände für Nickles.de umzurechnen, um Bildbestände zu organisieren. Oder Sachen, die ich einfach aus Zeitvertreib programmiert habe.

Programmieren heißt einen Rechner komplett kontrollieren zu können. Ein simples Beispiel: man hat 10.000 Fotos und möchte, dass alle Fotos davon die hochkant sind, zu Doppelbildern zusammengefasst werden, auf einem digitalen Bilderrahmen dann nebeneinander dargestellt werden. Für so einen Spezialfall gibt es keine fertige Lösung. Wer programmieren kann, macht das aber ruckzuck selbst.

Ich kann die Botschaft von Mark Zuckerberg und Bill Gates einfach nur unterstreichen: es lohnt sich programmieren zu können - zumindest ein bisschen.
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Xdata BastetFurry

„Eigentlich sind die Herren Gates und Co das doch selber ...“

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..Me zählt nicht mit.. war das nicht mal das Spiele(r) Windows?

Kann mich nur erinnern so die da, quasi mit Gewalt, den echten DOS Modus geLOCKt hatten.

Etwa so wie "ich tue mal so als sei ich ein NT, bin aber eigentlich ein ganz normales Windows"
DOS per Beschluß ausgesshlossen, ohne Not oder wirkliche Verbesserung des Win98 Nachfolgers.

-- Im Gegenteil hatte man den Nachteil des fehlenden richtigen DOS ohne den Vorteil eines richtigen NT..


Bill Gates würde es ja noch zustehen die jungen und alten zum Progammieren zu motivieren.
Aber der Facebook Gründer, der anscheinend nur Glück gehabt hat mit der irren Verbreitung
seiner sicher eher lokal als global gedachten Geschichte..?

Kreatives Programmieren ist doch das genaue Gegenteil der passiven, bei Lichte
betrachtet faden und phlegmatischen Facebook Maschinerie.
Wobei man ehrlicherweise sagen muß, es auch die Art und Weise der Konditionen
der Facebook Macher ist.
Umgekehrt aber auch was die User daraus gemacht haben.
Gedacht war es ja für die Intellektuellen.
Genutzt wird es ja vornehm betrachtet
-- nicht nur von solchen :-)

Und Programmieren macht in den heutigen riesigen Umgebungen auch nicht mehr wirklich Laune.

Hunderte Megabyte oder > Umgebung,  für ein paar häusliche
selbst kreierte Zeilen Code erscheinen dann doch etwas seltsam im Aufwand Nutzen Verhältnis.

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