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News: Neuer Dauerbrenner

Windows 7 killt Windows 8 und wird das neue Windows XP

Michael Nickles / 85 Antworten / Flachansicht Nickles

Die Todesuhr für Windows XP tickt gnadenlos, am 8. April 2014 wird der Support für das bislang beliebteste Windows endgültig eingestellt (siehe Microsoft verschenkt Todesuhr für Windows XP).  Vista hatte keine Chance, sich als XP-Nachfolger zu etablieren, Windows 7 hat es mit Ach und Krach geschafft.

Im Oktober 2011 berichteten erste Marktforscher, dass Windows 7 weiter verbreitet ist als XP (siehe Windows 7 hat Windows XP endlich überholt). Mit dem kommenden Support-Ende von XP haben Unternehmen keine nennenswerte Chance mehr, bei diesem System zu bleiben.

Microsoft muss allerdings wohl seine Hoffnung begraben, dass diese Unternehmen gleich den Sprung zum neuen Windows 8 machen. Laut einem Bericht von Infoworld werden Unternehmen lieber zu Windows 7 wechseln.

Einer der schwerwiegenden Gründe für den Verzicht auf Nummer 8 ist wohl Microsofts neue Kachel-Bedienungsoberfläche (das Ding das man zwar nicht mehr Metro nennen soll, das aber immer noch Metro genannt wird). Auch herrscht wohl große Angst vor einem Leben ohne Startmenü.

Der Sprung von XP zu Windows 7 vergleichsweise tut nicht weh. Windows 7 hat generell die gewohnte Bedienung und gleichzeitig moderne neue Mechanismen und Sicherheitsfunktionen. Und damit hat Windows 7 wohl eine herausragende Chance, ein würdiger XP-Nachfolger und das Windows für die nächsten zehn Jahre zu werden.

Laut Übersicht von Microsoft geht der erweiterte Support für Windows 7 noch bis Januar 2020. Und vielleicht ist dann ja (wie auch bei XP geschehen) noch eine Verlängerung drinnen.

Michael Nickles meint:

Exakt das ist das Horrorszenario, vor dem Microsoft Angst hat. Windows 8 wird nur dann eine runde Sache, wenn es auf allen Geräten genutzt wird. Dominiert auf Desktop-PCs noch viele Jahre Windows 7 und Windows 8 macht sich nur auf mobilen Geräten breit, dann geht für Microsoft der gewichtigste Vorteil verloren: ein System für alle Geräte zu haben.

Gerade App-Entwickler wollen natürlich für Plattformen entwickeln, die möglichst verbreitet sind. Und das sind nun mal Apple (Ios) und Google (Android). Setzt sich Windows 8 nicht auch schnell auf Desktops durch, dann steht Microsoft ein zäher Kampf gegen Ios und Android bevor. Klar hat Microsoft den Vorteil, dass alle Massenmarkt-Käufer eines neuen PCs, ab Oktober Windows 8 aufgedrückt kriegen. Das wird schon für eine gewisse Verbreitung sorgen.

Aber diesmal könnte es sein, dass noch viel mehr den Rücksturz zu Windows 7 machen, weil ihnen Windows 8 einfach zu eklig ist. Ich glaube, dass sich folgendes Szenario abspielen wird:

2012, fast Ende Oktober: Windows 8 kommt. Gleichzeitig will Microsoft den Tablet-PC-Markt mit einem ARM-basierten "Surface-Tablet" für nur 199 Euro aufmischen.

2012, Ende Oktober: Apple bringt überraschend ein neues Ipad-Modell für 199 Euro.

2012, November: Microsoft Chef Steve Ballmer lügt, dass Windows 8 eine großartige Markteinführung hatte, die Verkaufzahlen überwältigend sind. Konkrete Zahlen verschweigt er (wie bei Vista).

2012, Dezember: Microsoft intern wird klar, dass das mit Windows 8 nicht so läuft wie es soll. Vielen wurde bei "Aldi" zwar ein PC mit Windows 8 angedreht, sie sind aber zurück zu Windows 7, weil ihnen dieses Metro zu blöd war. Auch feiert das neue 199 Euro Apple Ipad sensationelle Verkaufsrekorde. Steve Ballmer sieht rot.

2013, Januar: Es wird klar, dass der Marktanteil von Windows 8 nicht ausreicht um gegen Ios und Android anzustinken. Windows 8 App Entwickler sind sauer, weil der Umsatz nicht stimmt. Steve Ballmer dreht durch.

2013: Wird für Microsoft das schlimmste Jahr seiner Firmengeschichte. Windows 8 muss so schnell wie möglich in eine Form umgewurstelt werden, die auf mehr Akzeptanz stößt. Das erste Service Pack für Windows 8 bringt das altbekannte Startmenü zurück. Und: Windows 8 startet nicht mehr im Metro-Modus, sondern mit dem klassischen Aero-Desktop. Microsoft weiß aber zu diesem Zeitpunkt bereits, dass sich schon zu viele an Windows 7 festgebissen haben, Windows 8 sowieso meiden. Es kommt ein neues Service Pack für Windows 7, das auch Windows 7 einen optionalen "Metro-Modus" verpasst um Metro-Apps ausführen zu können. Dann sieht Windows 7 weiter aus wie Windows 7 und Windows 8 sieht auch aus wie Windows 7. Beide haben das alte Startmenü, den alten Desktop UND können gleichzeitig optional auch "Metro"-Kacheln und Metro-Apps.

Vielleicht kommt es auch ganz anders. 2013 wird für Microsoft auf jeden Fall ein sehr schweres Jahr.

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Merci xafford
schuerhaken Michael Nickles

„Windows 7 killt Windows 8 und wird das neue Windows XP“

Optionen

Eines kommt hier zu kurz: 
Die Betrachtung vermutlicher Entwicklungen im Hardware-Bereich. 
Wenn ich vergleichsweise daran denke, was für Trumms wir
seinerzeit herumschleppten, um in Betacam Videos zu produzieren 
und dass ich heute mit einer Pocket-Cam (SONY DSC-HX20V) aus 
der Hemdentasche FullHD/50p in exzellenter Qualität aufnehmen kann, 
ist es wahrscheinlich nicht übertrieben, für den Rechner-Bereich eine 
ähnliche Entwicklung zu erwarten. 

Der "Desktop" kann dabei überraschende Formate annehmen. Etwa 
ähnlich dem neuen MS-Tablet, aber mit einer größeren FullHD-Screen, 
einem abklappbaren sehr dünnen Tastatur-"Deckel, der sich jedoch an
der "Gelenk"-Seite nach dem Aufklappen etwas erhebt, mit OLED-Tech 
und irrwitzig schneller CPU samt integrierter Grafik (GPU-Rendern) und 
und und... - "natürlich" auch mit abgesetztem Zahlenblock. Problemlos 
auch Touch, WLAN, Zweitmonitor-Anschluss, USB-Schnittstellen, weiter 
noch andere drahtgebundene Schnittstellen, wogegen Drucker und auch 
andere Laufwerke selbst schon WLAN-tauglich sind.(SSD) sowie auch 
akkugetrieben sein können. 

Selbst der heute gebräuchliche USB-Stick wird wohl von winzigen Akkus 
gespeist sein und sich in unmittelbarer Nähe zum Rechner über WLAN 
verbinden. Drahtlos wird auch die Verbindung zu TV-Geräten sowie 
HiFi-Anlagen möglich sein. 

Der Hauptunterschied zum heutigen Desktop wird eher sein, dass man 
seinen Tischrechner zuklappen und auch mitnehmen sowie über eine 
erstaunlich lange Zeit auch mobil über eingebaute Akkus oder flüssig 
aufladbare Energiespender betreiben kann. 
Man darf nämlich jene Anwender nicht vergessen, die mit wirklich sehr 
komplexen, power- und speicherhungrigen Anwendungen arbeiten. 

Da darf der Rechner sehr wohl "small" sein, muss aber "beautiful" sein 
hinsichtlich der Nutzbarkeit. Bequem portabel auch noch. Und obendrein 
wird die Sprachsteuerung zunehmend von Bedeutung sein.

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