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Erstmal kein Linux mehr

dacard / 44 Antworten / Flachansicht Nickles

Seit Tagen bin ich am rumbasteln am Debian wegen dem NV-Treiber.
Mittlerweile liegen meine Nerven blank, so das selbst mein Freundin schon rüde Kommentare von mir abbekam. Und ich glaube ab diesem Punkt ziehe ich die Notbremse.
Wenn ich schon wegen dem Sch... Pc anfange Unschuldige anzumaulen dann ist einfach Schluß mit Lustig bzw Linux.
Mir reichts, habe keine Lust mehr die Fehler anderer verstehen zu wollen.
Es ist mir vollkommen klar das Linux von freiwilligen entwickelt und programmiert wird aber bitte liebe Linuxgeneinde denkt an die User die einfach nur mal eben einen Treiber einrichten wollen und nervt sie nicht unnötig mit Rootrechten oder gar der von mir verhassten Konsole.
Denn dann hätte ich auch bei MS-Dos oder dem C64 bleiben können. Denn dann brauche ich auch keinen schicken tollen modernen Desktop wie dem KDE 4xx wenn ich ja doch wieder an der Konsole Parameter eingeben muß.
Das ein Entwickler nicht immer an seine Anfängerzeit zurückdenken kann ist verständlich, geht mir auch nicht anders.
Nur bitte macht es den Usern nicht unnötig schwer. Ist schon schlimm genug für User das sie unter Linux nicht spielen können, zumindest nur eingeschränkt. -:))
Also demnächst bitte einmal an die user denken.

So das mußte ich mal loswerden.

Back to the Roots, by by Linux. Ich liebe Win 8.1 Pro.
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Markus Klümper Acader „ Richtig ist: Der PC ist für die Mehrheit der Privatanwender ein...“
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Ich weiß zwar nicht wofür du 5 Stunden brauchst bei einen PC im Privatbereich, aber das ist auch egal.
Wir reden hier über Service für Privatkunden und da erfolgt die Berechnung in der Regel nach Zeiteinheiten.


Zeit ist Zeit, entscheidend ist: Was kostet eine Stunde?


Pro 15 Min. eine Zeiteinheit = 12 bis 15 €. Festpreise für die Installation von Betriebssystemen liegen zwischen 50 und 70 €, Treiberinstallation 1 ZE, DSL Konf. 2 ZE, Anwendersoftware 2 ZE, Fehlerdiagnose max 4 ZE. Bestimmte Linux Distributionen nach Absprache bei Standard je nach Aufwand 4 bis 6 ZE.
Diese Werte weichen nach oben und unten nur gering ab. Hinzu kommen ev. Anfahrkosten bzw. für besondere Dringlichkeiten Zuschläge.


Das sind aber auch schon geschätzte 4 Stunden. Chrash-Kurs und Treiberkatastrophen noch garnicht eingerechnet.


Am Rande: Nichtmal große Firmen wie HP, Dell oder Lenovo bekommen es gebacken, z.b. ein Notebook mit 100% perfekt arbeitendem Linux auszuliefern

Das kann man nicht so sehen, denn der Einsatz ist bei jeden Kunden anders.
Der Standard funktioniert in der Regel der Rest ist Sache des Anwenders.


Kann man doch so sehen, zwar wird das Niveau immer höher und ich bin da zugegebnermaßen nicht aktuell im Thema, aber wenn wichtige Grundfunktionen wie Sound oder Standby nicht gegeben sind, wird der Kunde ösig. Zu Recht.

Diese Dienstleistung kann und sollte auch jeder bezahlen sofern er diese Arbeiten nicht selber kann oder keine andere Möglichkeit hat. Warum sollte er selbst sinnlos viel Zeit investieren wenn es dann so wieso nichts wird ?

Die Vernunft gibt Dir Recht, die Realität ist eine andere. Kaum Jemand gibt 300 Euro für etwas "kostenloses" aus, wenn er ne Windows Lizenz bereit, das selber aufgebügelt bekommt oder einen günstigen Techniker oder Kumpel dafür hat. Und selbst wenn es ein Techniker im preislichen Mittelfeld ist: Ich richte einen normalen, nicht allzu alten Windows-PC in meiner Werkstatt für pauschal 100 incl. MwSt. ein. Aufschläge lediglich wenn ich zig Treiber beschaffen muss, Daten sichern oder vorher Viren killen muss. Ich sitze dann effektiv rund 2 Stunden davor, das ist ok. Eine halbe Stunde DSL-Installation braucht´s aber heute weder in dem einen, noch in dem anderen Lager. Oder meintest Du einen Server mit Proxy?

Scheitern tut das ganze aber meist nur an Kleinigkeiten, die oft auf die Arroganz der Programmierer zurückzuführen ist

Mit solch einer Behauptung sollte man vorsichtig sein.
Aber vielleicht kannst du das hier mal begründen ?


Naja. schonmal das ständige verweisen auf die Kommandozeile. Das wird unter Linux zum Glück immer seltener nötig, aber immer noch unnötig oft. Jedenfalls ist der Hauptgrund für mangelnde Akzeptanz, unnötig komplizierte Installation. Wie gesagt: Treiber uä. per Batch-Datei geht ja nun. Das sollte man dann auch so oft es geht nutzen.

auf die Menschheit loslassen kann man Linux nur zu 95%

Das liegt doch nicht an Linux sondern an den Menschen selber.
Keiner wird gezwungen Linux zu nutzen.


Nein, denn ein Großteil der Menschheit wäre absolut zufrieden mit Linux, wenn der Idealfall einer fehlerfreien Installation die überwiegende Regel wäre und sich Treiber und Anwendungen einfacher nachbearbeiten ließen. Und wenn man die massiven Fortschritte in den vergangenen fünf Jahren sieht, muß man Linux allgemein, besonders den großen Distris, zugestehen, nur noch einen Katzensprung davon entfernt zu sein. Das wäre soweit ja erfreulich.
Leider kommen die Hardware-Hersteller immer öfter auf beknackte Ideen, so nutze ich auf meinem Netbook kein Ubuntu, weil der eingebaute UMTS-Chip erstmal "eingeschaltet" werden muß, und sich ansonsten nicht rührt. Solange nicht im Web ein paar erfolgreiche Lösungen dafür zu finden sind, werde ich meine Arbeitszeit nicht damit versenken.
Alles in allem ist es kein Zustand, wenn bei einer älteren Version alles gut läuft und bei der nächsten dann Graka und Sound und wasweisichwas alles spinnt. Das ist nervig. Abgesehen davon: Was machst Du denn eigentlich, wenn der Kunde Dir Deine Rechnung schreddert, weil Du nicht alle Komponenten zum Laufen bekommst? Wenn Du das behauptest lügst Du nämlich oder hattest bislang Glück oder tolerante Kunden.
Das Thema Unity oder Gnome 3 lassen wir mal aussen vor und hoffen, das hier wieder Vernunft einkehrt. Wie gesagt, ich wünsche mir ja Linux erfolgreich auf dem Desktop, aber im Moment geht der (nachvollziehbare) Trend in die umgekehrte Richtung.
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