Viren, Spyware, Datenschutz 11.219 Themen, 94.260 Beiträge

Schutz für unsere Kinder!

Maybe / 36 Antworten / Flachansicht Nickles

Hallo zusammen,

mometan läuft ja eine große Kampagne zum Schutz unserer Kinder.

Bevor Missverständnisse entstehen, ich bin für den absoluten Schutz, keine Frage.

Dabei geht es aber unter Anderem natürlich auch um den Schutz im Internet. Ich habe mir darüber Gedanken gemacht, wie das mit unserem geltenden Recht vereinbar sein könnte.

Mein Ergebnis? Garnicht! Der Schutz, vom dem gesprochen wird, wäre nur in einem absoluten Überwachungsstaat möglich.

Warum?

Ein einfacher Jugendschutzfilter mit einer Blacklist, oder auch Whitelist, ist nicht genug - es gibt andere Rechner

Der serverseitige Schutz ist bei der Fülle der Angebote im Bereich XXX Seiten, Wortfiltern, Inhaltsfilter etv. auch nicht realisierbar.

Oder wer weiß, was die XXX auf Russisch heißt? Die Kinder wissen es!

Eine Überwachung der Chats würde nur bei einer eindeutigen Identifikation funktionieren, da man nur so evtl. Straftäter identifizieren könnte. Die IP alleine wird nicht generell reichen.

Da ich weiß, hier sind einige technisch sehr versierte Leute unterwegs, würden mich mal Eure Lösungsvorschläge interessieren.

Danke für Eure Antworten!

Gruß
Maybe

"Es gibt nur eine falsche Sicht der Dinge: der Glaube, meine Sicht sei die einzig Richtige!" (Nagarjuna, buddhistischer Philosoph)
bei Antwort benachrichtigen
Maybe mawe2 „ Damit hast Du prinzipiell Recht! Allerdings: Ich verfolge diese Diskussion nun...“
Optionen

Was das angeht, kann ich auch ein Lied davon singen. Ich habe selber bisher keine Kinder, hatte aber viel Kontakt und Einfluss auf 2 meiner Neffen, die den PC von mir erlernt haben.

Was ihr genaues Wissensspektrum angeht, dazu kann ich nicht viel sagen.

Werden die Computer im privaten Umfeld aber auf einige, wenige Funktionen beschränkt, befassen sich auch die Eltern oft auch nur damit.

Damit meine ich Spielen, Chaten, Email, Surfen

Dann kommt noch hinzu, dass viele, wenn sie mit dem PC das können, was sie wollten, spontan das lernen einstellen. Bei ihren Kindern sind es aber evtl. andere Interessen.

Oft kaufen sich diese Eltern dann auch die Computerbild und lesen von so vielen Admins und Sicherheitsexperten, dass sie sich nicht mehr in der Verantwortung sehen. Es wird regelrecht geschrieen, wenn die Kinder dann Seiten öffnen, die nicht für sie geeignet sind.

Dann sind die Politiker schuld, die Sicherheitsexperten, die Provider. Sie wollen keine Zensur, wie in China, aber für ihre Kinder doch "vorgekaute, kindsgerechte, Internetseiten".

Frei nach dem Motto "Warum selber kochen, es gibt doch Fertigmenues aus der Dose!"

Ich habe manchmal das Gefühl, dass die Technologie die Bildung weit überholt hat und die meisten Menschen auch garnicht bereit sind, diese Defizite auszugleichen!

Wenn man keine Ahnung hat, gehört zumindest ein VHS-Eltern-Kurs dazu, bevor man das Kind an den PC setzt.

Gruß
Maybe

"Es gibt nur eine falsche Sicht der Dinge: der Glaube, meine Sicht sei die einzig Richtige!" (Nagarjuna, buddhistischer Philosoph)
bei Antwort benachrichtigen