Habe mir von hier mal Ubuntu 8.04 heruntergeladen sowie installiert und bin angenehm überrascht. Ohne großes wenn und aber wurde bis auf die Webcam alles automatsch erkannt. Auch die Einbindung ins Netzwerk lief problemlos. Einfach Klasse !
Fehler habe ich bis jetzt noch keine entdeckt.
Wenn ich daran denke das im Oktober schon wieder Version 8.10 kommt
muß Debian aufpassen das diese nicht den Zug der Zeit verpassen, da diese in einem halben Jahr gerade mal erst mit Lenny kommen.
Ich kann nur sagen probiert Ubuntu 8.04 aus und überzeugt euch selbst
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Wenn sich das Debian Projekt auflöst dann ist es auch mit Ubuntu vorbei !
Ubuntu nimmt eine halb fertige Debian testing/ unstable Version in der noch relativ viele Fehler enthalten sind und macht daraus ihre eigene Distribution.
Wenn Debian so schlecht ist, warum programmiert Ubuntu nicht eine komplett eigene Distribution ?
Wenn Ubuntu alles selbst programmieren müßte, würde Ubuntu auch sehr "hinterherhängen", weil die Programmierer bei Ubuntu auch nur in ihrer Freizeit programmieren.
Ich möchte eben keine Distribution haben die ausschließlich für Privatanwender geeignet ist, sondern einen vollwertigen Unixersatz.
Ich möchte eine Distribution haben die man auch in einer Firma einsetzen kann, weil der Programmcode fehlerfrei ist.
Du hast keine Ahnung was es bedeuten würde, wenn man in einer Firma 30 oder 40 Rechner hat und jedes halbe Jahr müßte man ein Update einspielen.
Oder denke mal an München .
Die haben in München 10.000 Rechner auf Linux umgestellt. Was denkst du was das für eine Arbeit wäre , wenn in München jedes halbe Jahr eine neue Version eingespielt werden müßte.
In einer Firma ist es ganz wichtig das die Releasezyklen länger sind, damit sich der Administrationsaufwand in Grenzen hält.
Und dann versucht Debian auch einen sehr fließenden Übergang von einer stabilen Version zur nächsten stabilen Version hinzubekommen.
Das bedeutet auch wieder eine Ersparniss an Arbeitsaufwand bei der Konfiguration. Debian ist meines Wissens nach auch die einzige Distribution die einen fließenden Übergang zu einer neuen stabilen Version hinbekommt (Ich hatte früher SUSE. SUSE versucht nicht annähernd einen fließenden Übergang zur nächsten Version hinzubekommen)
Außerdem ist die Kompatibilität zur Linux Standard Base ganz wichtig.
Wenn eine Elekronikfirma zum Beispiel Leiterplatten mit Eagle herstellt, dann muß dieses Programm unter Debian laufen, auch wenn es mit einer anderen Distribution programmiert worden ist.
Weil es bei Unix keine Standards im Desktopbereich gibt, hat sich Unix auch im Desktopbereich nie durchgesetzt.
Aber Linux bietet diese Standards mit der Linux Standard Base:
http://de.wikipedia.org/wiki/Linux_Standard_Base
Für Linux Einsteiger ist Ubuntu sicherlich keine schlechte Wahl, aber für mich nicht ;-).
Wenn sich Debian auflösen sollte, steige ich auf Solaris 10 (oder Open Solaris) von Sun Microsystems um.
Für mich wäre Linux mit seinen vielen Distributionen gestorben.
Man kann unter Solaris 10 einen Linuxemulator installieren und das ein oder andere Linuxprogramm unter Solaris 10 starten.
