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KDE/Gnome entschlacken

TimmintoR 2°°4 / 11 Antworten / Flachansicht Nickles

Hallo,
ich suche unter Debian nach einer Möglichkeit Programme, die durch die Installation der Metapakete Gnome und KDE automatisch mitinstalliert wurden, zu entfernen.
Zum Beispiel benötige ich die mitgelieferten Spiele einfach nicht, sie kosten nur unnötig Platz und verschlingen beim Update eins testing-Systems nur unnötige Bandbreite.
Wenn ich ein betreffendes Paket mit "aptitude remove Paketname" entfernen möchte, will aptitude automatisch das Metapaket KDE mit entfernen.

Danke schon mal

Gruß

TimmintoR 2°°4

Linux.DOS.Windows - The Good.The Bad.The Ugly
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KarstenW Xdata „Leider funktioniert Nerolinux nicht mit apt . Für CD brennen braucht man es...“
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apt nutzt dpkg zum installieren und löschen von Programmen.
dpkg ist für Debian das Programm um Programme unter Debian zu installieren, was unter SUSE und Red Hat rpm ist.
dpkg kann selbst aber keine Abhängigkeiten auflösen.
Also wenn da noch eine Bibliothek fehlt, die das jeweilige Programm braucht, mußt du mit apt die fehlende Bibliothek nachinstallieren.
Fremde Programmpakete die man aus dem Internet heruntergeladen hat, werden mit

"dpkg -i Programm.deb" installiert.

Danach kann man "apt-get check" aufrufen.
Kommt eine Fehlermeldung das irgendeine Abhängigkeit nicht aufgelöst ist, kann man mit "apt-get -f install" die fehlenden Programme und/oder Bibliotheken automatisch von Debian nachinstallieren lassen.
Das ist aber nur notwendig , wenn man fremde Programm aus dem Internet heruntergeladen hat und sie unter Debian installieren will.
Deshalb ist es auch ganz wichtig das Debian Linux Standard Base kompatibel ist. Die Bibliotheken werden immer von Debian installiert.
Die Programme werden aber teilweise unter Red Hat und SUSE programmiert. Die Bibliotheken müssen deshalb Bei SUSE, Red Hat und Debian gleich sein, sonst funktionieren die fremden Programme nicht richtig unter Debian.
Debian etch ist LSB 3.1 kompatibel (Ian Murdock, der Gründer von Debian, ist ein Mitglied im Linux Standard Base Komitee. Die Linux Standard Base hat den POSIX STandard von Unix genommen und ihn um fehlende Laufzeitbibliotheken erweitert.
Deshalb sind Linux Distributionen wie SUSE, Red Hat und Debian besser im Desktopbereich als ein Unxiderivat wie Solaris oder FreeBSD. Da kann man auch ein fremdes Programm installieren, welches unter einer anderen Distribution programmiert wurde. So was geht unter Unix leider nicht. Unixsysteme haben sich im Desktopbereich nie richtig durchsetzen können, obwohl sie wahrscheinlich stabiler liefen als die alten Linuxdistributionen).

Unter Ubuntu ist das ganz ähnlich.

PS: Kauf dir mal ein gutes Handbuch zu Debian. "Das Debian System" von Martin F.Kraft kann ich dir empfehlen (habe ich selbst gelesen da ich mit Debian auch Probleme hatte ;-).
Martin F.Kraft ist selbst Debian Entwickler. In diesem Buch werden solche Sachen gut erklärt.

Debian GNU/Linux https://www.debian.org/index.de.html
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