Ich trage eine Brille. Bin kurzsichtig. Meine Brille hat Gleitsichtgläser, d.h. der obere Teil ist für meine Kurzsichtigkeit, der untere Teil ist Fensterglas, weil der Nahbereich noch ohne Sehhilfe funktioniert. Wenn ich etwas nah sehen will (Lesen) neige ich den Kopf nach hinten, um durch den unteren Teil der Brille zu gucken.
Jetzt ist mir aber schon öfter aufgefallen, dass ich, obwohl ich keine Brille aufhabe (wie jetzt z.B. am PC), trotzdem den Kopf nach hinten neige, um nahe Dinge besser sehen zu können. Obwohl das ja eigentlich Quatsch ist. Ich hab aber trotzdem das Gefühl, nahe Dinge besser sehen zu können, wenn ich den Kopf nach hinten neige. Erklären kann ich mir das nicht, aber es ist tatsächlich so, dass wenn ich z.B. sehr kleine Schrift lesen will (wohlgemerkt ohne Brille), ich immer den Kopf nach
hinten neige und meine, dass es tatsächlich besser zu lesen ist. Ist das nicht ein komisches Phänomen?
Dies ist nur ein Statement für ein komisches Phänomen oder einen Tick oder eine dumme Gewohnheit. Über Kommentare würde ich mich aber trotzdem freuen...
Schönen Abend noch...
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Ganz so einfach ist die Angelegenheit nun auch wieder nicht. Wer mehr über diesen und auch andere Besonderheiten bei visuellen Wahrnehmungen
wissen möchte sollte sich einmal mit der kognitiven Psychologie beschäftigen. So wird man mehr über die Verschiedenheit der Sehzellen
und deren Reizung erfahren (aber das führt hier zu weit; über dieses Thema gibt es Bände).Nur so viel: Unter den geänderten Bedingungen (Brille)lernt das Gehirn neu, dass bestimmte (nun veränderte ) Netzhautbereiche bei Nahsicht besonders intensiv feuern( so nennt man das tatsächlich). Man nimmt also automatisch die Kopfstellung ein, die diese Bereiche optimal anspricht.
