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OpenOffice vor dem Aus?

Olaf19 / 73 Antworten / Flachansicht Nickles

Dem Open-Office-Projekt geht das Personal aus: nur noch etwa 6 Programmierer arbeiten daran, das letzte größere Update ist rund ein Jahr alt, Sicherheitslücken können nicht mehr zeitnah gefixt werden. Auch die Apache Foundation, Schirmherrin über OpenOffice zeigt sich zunehmend unzufrieden.

Die Führung des Projektmanagement denkt deswegen laut über eine Einstellung nach.

Quelle: www.heise.de

Olaf19 meint: Schade. Vom Look and Feel her hat mir OpenOffice lange Zeit deutlich besser gefallen als die potthässliche Alternative mit dem sperrigen Namen.

Inzwischen muss ich aber sagen, dass LibreOffice doch recht ansehnlich geworden ist, technisch überlegen ist es dank regelmäßiger Updates und Upgrades allemal, und der Name – nun ja. Irgendwann hat man sich an die holprige Aussprache gewöhnt ;-)

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Andreas42 Olaf19 „Kann es sein, dass hier einfach nur ein Missverständnis vorliegt? Schoppes hatte neulich geschrieben: StarOffice, ein ...“
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Hi!

Kann es sein, dass hier einfach nur ein Missverständnis vorliegt?

Das denke ich auch.

Für Mitleser, welche die Geschichte hinter Star/OpenOffice nicht kennen, hier eine "kleine" Zusammenfassung (basierend auf meinem Wissen):

Es begann mit StarOffice, das ursprünglich in Hamburg von der StarDivision entwickelt wurde. (Es gab vorher bereits den StarWriter für DOS, den man als Vorgänger betrachten kann; mit dem hab ich noch zu meinen Studienzeiten gearbeitet, aber das führt jetzt zu weit).

StarOffice für Windows war als Konkurrent zu MS Office gestartet und soweit ich weiß hier in Deutschland durchaus erfolgreich. Es kam aber letztendlich nie richtig gegen MS Office an. Das führte zu mehreren Verkäufen.

Als auch das nicht zum Erfolg führte kam die Idee auf StarOffice in die Öffentlichkeit zu entlassen. Es sollte ein OpenSource-Projekt werden. Das Ergebnis war Openoffice.

In meinen Augen eine der erfolgreichsten Überführung in OpenSource Projekte, die wir heute kennen, vergleichbar mit dem Übergang des Netscape Navigators nach Firefox/Thunderbird (bzw. Mozilla).

Anfänglich gab es OpenOffice und StarOffice parallel: StarOffice war um zugekaufte Programmteile erweitert und man konnte Support dazu einkaufen (wichtig für Geschäftskunden). Aber irgendwann war an StarOffice nichts mehr zu verdienen und es wurde eingestellt.

Ich denke, dass Openoffice überlebt hat, liegt an einem großen Zufall: Linux

Das entwickelte sich zufällig parallel und OpenOffice wurde schnell das Standard-Officepaket, dass mit den Linuxdistributionen mitgeliefert wurde.

An der Stelle bin ich jetzt nicht 100% sicher. ich meine aber, dass es OpenOffice zwar gut ging, aber die Entwicklung kostet Geld und man brauchte einen potenten Sponsor. das wurde Oracle, potent aber auch nicht wirklich umgänglich...

Es kam zum Streit innerhalb der Entwicklergemeinde. Wobei das weniger innerhalb sondern zwischen der Gemeinde und Oracle gewesen sein dürfte. Es kam zu einem Bruch.

Es wurde eine neue Variante aus OpenOffice erstellt: LibreOffice

Die Mehrheit der OpenSource-Entwickler, die an OpenOffice gearbeitet hatten (die "Entwicklergemeinde") wechselte von OpenOffice zu LibreOffice. Die großen Linuxdistributionen unterstützen diese Entwicklung indirekt indem sie OpenOffice durch LibreOffice ersetzen.

Da sich die Entwicklergemeinde jetzt mehr um LibreOffice kümmerte, eilte dieses nun auch in der Entwicklung OpenOffice davon. Das wechselte dann von Oracle zur Apache-Foundation.

Und das ist kurzgesagt, der aktuelle Stand (zumindest nach meinem Wissensstand).

Bis dann
Andreas

Hier steht was ueber mein altes Hard- und Softwaregedoens.
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