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Apple und die Akkus - Lebensdauer und Ladelimits

Olaf19 / 23 Antworten / Flachansicht Nickles

Hallo zusammen!

Es wird ja allgemein empfohlen, Akkus nicht "tief" zu entladen und auch möglichst nicht bis zur 100%-Marke aufzuladen; dies soll ihre Lebensdauer verlängern. Seit einiger Zeit bietet iOS die Möglichkeit, mit einem Schieberegler in den Batterieeinstellungen ein Ladelimit zu setzen.

Die Werte reichen von 80 bis 100% und sind in 5%-Schritte unterteilt. Ich habe 90% gewählt, weil mir der Akku bei 80 einerseits ein wenig zu früh in die Knie geht, ich den Akku andererseits aber auch ein bisschen schonen will.

Anscheinend erfreut sich diese Funktion einiger Beliebtheit. Jedenfalls plant Apple nun, dieses Feature auch in das nächste größere macOS-Update einzubauen, so dass auch macBooks davon profitieren. Schon heute gibt es hierfür Apps von Fremdanbietern.

Jetzt mal eine ganz ketzerische Frage: Warum macht Apple das eigentlich?

Es wäre doch viel profitabler, wenn sich die Kundschaft ihre ihre iPhone- und MacBook-Akkus möglichst frühzeitig ruiniert, so dass diese für "gutes Geld" getauscht werden müssen. Oder noch besser: es wird gleich ein neues Gerät gekauft, da der Akkuwechsel mit Blick auf den Gebrauchtwert des Artikels unwirtschaftlich wäre.

Ein theoretisch möglicher Erklärungsansatz: die Kundschaft empfindet ein solches Gebaren als "aus der Zeit gefallen", andere Anbieter haben die oben beschriebene Funktion schon lange, Apple würde Kunden verlieren – die zusätzlich verkauften Akkus oder frühzeitig upgegradeten iPhones und MacBooks würden diesen Verlust nicht kompensieren.

Das habe ich mir einfach so zusammengesponnen. Aber weiß jemand, wie es wirklich ist? Was motiviert einen Hersteller, der doch möglichst schnell möglichst viel verkaufen möchte, Komponenten seiner Produkte und damit die Produkte selbst langlebiger zu machen?

THX
Olaf

Die Welt ist ein Jammertal ohne Musik. Doch zum Glueck gab es Bach, Beethoven, Haendel und Goethe (Helge Schneider)
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Ja. Amenophis IV
hatterchen1 Olaf19 „Moin hatterchen, das ist interessant: Demnach lade ich nur 81 auf, wenn ich glaube, es wären 90 ... und untenrum ebenso. ...“
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Moin Olaf,

aber geplante Obsoleszenz ist nach wie vor ein Thema.

die wurde schon immer, ganz bestimmt aber seit dem Beginn Industrialisierung, geplant.Lachend

Ich habe selbst fünf Jahre als Konstrukteur gearbeitet, nichts wird für die Ewigkeit geplant, es gibt immer und für alles ein Verfallsdatum.
Es gibt ein projektiertes Alter und es gibt danach einen Lifetime-Test, der natürlich im Hauruck-Verfahren durchgeführt wird, man hat ja keine 5, oder 10 Jahre Zeit. Wenn diesen Test 90 von 100 Probanden bestehen ist alles gut (nur als Beispiel), in der Serie werden dann 10 von 1000 getestet ectr. Dass es dabei Ausreißer (nach beiden Seiten) gibt ist normal.

Wenn man also seine Akkus persönlich noch einmal begrenzt, macht man nichts falsch, aber man begrenzt  den Nutzwert selber.

Habe gerade ein Samsung Galaxy S24 ultra nach 2 Jahren an einen Reseller (für 488€) verkauft -neuwertig- und der Akku meldete 100%.

Gruß 

h1

Gestottertes Wissen ist besser als eloquente Dummheit. Marcus Tullius Cicero (106 - 43 v.Chr.Rom) Staatsmann und Philosoph
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