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Apple und die Akkus - Lebensdauer und Ladelimits

Olaf19 / 11 Antworten / Flachansicht Nickles

Hallo zusammen!

Es wird ja allgemein empfohlen, Akkus nicht "tief" zu entladen und auch möglichst nicht bis zur 100%-Marke aufzuladen; dies soll ihre Lebensdauer verlängern. Seit einiger Zeit bietet iOS die Möglichkeit, mit einem Schieberegler in den Batterieeinstellungen ein Ladelimit zu setzen.

Die Werte reichen von 80 bis 100% und sind in 5%-Schritte unterteilt. Ich habe 90% gewählt, weil mir der Akku bei 80 einerseits ein wenig zu früh in die Knie geht, ich den Akku andererseits aber auch ein bisschen schonen will.

Anscheinend erfreut sich diese Funktion einiger Beliebtheit. Jedenfalls plant Apple nun, dieses Feature auch in das nächste größere macOS-Update einzubauen, so dass auch macBooks davon profitieren. Schon heute gibt es hierfür Apps von Fremdanbietern.

Jetzt mal eine ganz ketzerische Frage: Warum macht Apple das eigentlich?

Es wäre doch viel profitabler, wenn sich die Kundschaft ihre ihre iPhone- und MacBook-Akkus möglichst frühzeitig ruiniert, so dass diese für "gutes Geld" getauscht werden müssen. Oder noch besser: es wird gleich ein neues Gerät gekauft, da der Akkuwechsel mit Blick auf den Gebrauchtwert des Artikels unwirtschaftlich wäre.

Ein theoretisch möglicher Erklärungsansatz: die Kundschaft empfindet ein solches Gebaren als "aus der Zeit gefallen", andere Anbieter haben die oben beschriebene Funktion schon lange, Apple würde Kunden verlieren – die zusätzlich verkauften Akkus oder frühzeitig upgegradeten iPhones und MacBooks würden diesen Verlust nicht kompensieren.

Das habe ich mir einfach so zusammengesponnen. Aber weiß jemand, wie es wirklich ist? Was motiviert einen Hersteller, der doch möglichst schnell möglichst viel verkaufen möchte, Komponenten seiner Produkte und damit die Produkte selbst langlebiger zu machen?

THX
Olaf

Die Welt ist ein Jammertal ohne Musik. Doch zum Glueck gab es Bach, Beethoven, Haendel und Goethe (Helge Schneider)
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Olaf19 mawe2 „Ist es nicht eigentlich der Normalzustand, wenn ein Hersteller ein bestmögliches Produkt anbietet um seine Kunden ...“
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Ist es nicht eigentlich der Normalzustand, wenn ein Hersteller ein bestmögliches Produkt anbietet um seine Kunden bestmöglich zufriedenzustellen?

Normalerweise ja. Bei diesem Feature aber schneidet sich Apple ins eigene Fleisch, da weniger Ersatz-Akkus bzw. weniger Geräte verkauft werden.

Ist die Welt schon dermaßen kaputt, dass man sofort skeptisch wird, wenn man von einem Hersteller mal NICHT BETROGEN wird???

"Schon" trifft es nicht, das war immer so. Bereits Ende der 70er Jahre lässt Loriot sein Knollenmännchen, vor einem defekten Fernseher sitzend, sagen: "Die bauen die Geräte absichtlich so, dass sie schnell kaputtgehen". Heute nennt man das "geplante Obsoleszenz".

"Skeptisch" trifft es auch nicht – ich nutze diese Funktion durchaus, weil ich sie sinnvoll finde, und ich freue mich auch schon auf das nächste macOS-Update, von dem an sie voraussichtlich auch für die Mac-Computer da sein wird.

Mich interessiert lediglich die Motivation.

CU
Olaf

Die Welt ist ein Jammertal ohne Musik. Doch zum Glueck gab es Bach, Beethoven, Haendel und Goethe (Helge Schneider)
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Ja. Amenophis IV