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News: Ab Windows 10 weg

Goodbye: Windows Media Center ist Geschichte

Michael Nickles / 6 Antworten / Flachansicht Nickles
(Foto: Microsoft)

Das Windows Media Center wird es ab Windows 10 nicht mehr geben, Microsoft schmeißt seine Multimedia- und Fernsehanwendung hin, meldet Zdnet

Bei Windows 7 wurde das Media Center noch als ein großes Ding herausgestellt, ab Windows 8 wurde es dann ruhiger. Binnen des Aktionsverkaufszeitraums gab es das Media Center zu Windows 8 noch dazugeschenkt, danach verlangte Microsoft 10 Euro extra dafür.

Aktuell ist es noch so, dass das Media Center gar nur für die teurere Windows 8 Pro Version erhältlich ist. Microsoft hat dem System also nicht mal eine große Erfolgschance gegeben. Jetzt ist also Schluss mit dem Ding. Für Freunde des Windows Media Centers und dem kommenden Windows 10 bringt das ein gewisses Problem.

Wird Windows 7 oder 8 auf Windows 10 aktualisiert, dann funktioniert das Media Center nicht mehr, wird als "nicht kompatibel" abgelehnt. Wer das Windows Media Center unbedingt weiter betreiben will, muss das also mit einer Windows-Version vor 10 machen.

Michael Nickles meint:

Tot ist das Ding eigentlich schon lange, seine Entwicklung wurde bekanntlich bereits 2009 eingestellt. Verflucht war es von Anfang an. Es ging 2003 mit der Windows XP Media Center Edition los - und die kam eigentlich schon viel zu spät. TV und Multimedia feierte seinen Siegeszug um 2000.

Damals entstand auch meine Lösung Nicklesvision (die ich in moderner Version heute noch verwende, aber nicht mehr veröffentliche, weil die Zeit dazu einfach fehlt). Obwohl längst Sat-Karten den PC erobert hatten unterstützte Microsofts Lösung lange Zeit nur terrestrische TV-Karten - und davon auch nur wenige auserwählte Modelle.

Später kamen dann Open Source Systeme wie XBMC - jetzt in Kodi umgetauft - die dem Windows Media Center funktionell weit überlegen sind. Warum ich selbst immer noch meine selbstprogrammierte "Nicklesvision-Lösung" verwendet? Weil sie mühelos ALLE Videos, Sounds und Bilder eines PC-Systems (und aller Laufwerke im Netz) blitzschnell erfasst und auch in Beständen von "Millionen" Dateien eine rasend schnelle Navigation ermöglicht.

Und weil sie mit nur 5 Tasten einer Fernbedienung steuerbar ist (Navigationskreuz und Okay-Taste in der Mitte). Die letzte Version habe ich vor 5 Jahren mit Visual Studio 2010 komplett neu gebastelt, sobald ich meinen Hauptrechner auf Windows 10 ab, werde ich mal versuchen Nicklesvision in eine Universal App umzuwandeln.

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