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News: Erschreckendes Spaßexperiment

Microsoft weiß wie alt Du aussiehst!

Michael Nickles / 16 Antworten / Flachansicht Nickles
Nickles-Selfie, vergangenen Monat in Italien. Die Kombination aus langen Haaren und Sonnenbrille lässt die Gesichtserkennung offensichtlich scheitern. Es wird aber gewiss nur eine Frage der Zeit sein, bis die Technik optimiert ist.

Alter ist so eine Sache. Theoretisch am wichtigsten ist, wie alt man sich fühlt. Praktisch wichtiger ist für viele aber gewiss, wie alt sie von anderen eingeschätzt werden.

Die Frage "Wie alt sehe ich aus?" lässt sich jetzt online beantworten. Und zwar auf how-old.net, einer Webpräsenz von Microsoft.

Gedacht war die eigentlich nur als eine Spaß-Demo, ein Experiment, was sich mit "maschinellem Lernen" so alles anstellen lässt, erklärt Microsoft im Blog. Ein Experiment mit überraschendem Erfolg: die Macher gingen davon aus, dass vielleicht 50 Leute den Mechanismus ausprobieren, dann waren es aber binnen weniger Stunden bereits über 35.000 (und es dürften jetzt durch die Bereichte wohl nich viel mehr werden). 29.000 der ersten Neugierigen stammten laut Microsoft aus der Türkei. Wohl deshalb, weil die Existenz des Online-Experiments sich dort zuerst über Blogs verbreitet hat.

Das Microsoft-Team konnte in Echtzeit interessante Erkenntnisse sammeln, wie Menschen mit dem Angebot umgehen. Man ging davon aus, dass die Hemmschwelle ein eigenes Foto hochzuladen für die meisten zu groß ist, sie zum Testen einfach ein Bild aus dem Web nehmen. Ein Irrtum. Gut die Hälfte der Teilnehmer nutzte zum Ausprobieren ganz offensichtlich ein persönliches Foto.

Faszinierend (und erschreckend) am Experiment: die Macher haben gerade mal einen Tag benötigt um die Webpräsenz mit der Gesichts-/Altersanalyse-Funktionalität zu bauen. Es wurden dazu einfach APIs (Programmier-Schnittstellen) genutzt, die für Microsofts Azure-Cloudsystem ohnehin bereits existierten. So zum Beispiel der Gesichtserkennungsmechanismus, der hier detailliert beschrieben ist.

Michael Nickles meint:

Eher lustig oder eher erschreckend? Erschreckend ist ohne Wenn und Aber, wie einfach sich so etwas in Echtzeit erledigen lässt. Nicht nur von Profis, sondern eigentlich von jedermann. Klar - die APIs werden von Profis gebaut, sie aber zu nutzen ist simpel.

Egal ob es dabei um Spracherkennung, Bewegungserkennung oder eben Gesichtserkennung geht. Ich mag momentan garnicht drüber nachdenken, welche Missbrauchsmöglichkeiten sich durch "Bigdata" und solchen Analysemechanismen ergeben.

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xafford Nachtrag zu: „Wirklich erschreckend. Microsoft schätzt mich tatsächlich über ...“
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Aber ich bin beruhigt, nicht nur bei mir, scheint der Algorithmus ziemlich daneben zu liegen:

Computer sind dumm! Zudem trauen sie sich nicht, den Weihnachtsmann zu schätzen.
Gleiche Personen, anderes Alter.
Keine Person, trotzdem ein Alter.

Zwar liegt man als Mensch beim Schätzen des Alters auch oft ziemlich daneben (gerade bei Frauen liegt man sowieso immer daneben), aber zumindest weiß man, dass man eine Person nicht einmal auf 59 und einmal auf 76 schätzt.

PS: Und wenn Walter White erfährt, dass Microsoft ihn auf 82 schätzt, dann landet die Führungsetage ein Meter tief unter der Wüste.

Pauschalurteile sind immer falsch!!!
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