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News: Vermutlich 2.048 x 1.440 Pixel

Neues Google Nexus 9 Tablet - Abschied vom Breitbildformat?

Michael Nickles / 43 Antworten / Flachansicht Nickles
Google Nexus 7 und Nexus 10. In Kürze wird sich wohl das Nexus 9 hinzugesellen. (Foto: Google)

Die Gerüchteküche brodelt, dass Google noch in diesem Monat ein neues Tablet raus lassen wird, das vermutlich Nexus 9 heißt.

Als offizieller Präsentationstermin wird der 15. oder 16. Oktober gehandelt. Von allen bereits durchgesickerten technischen Daten ist aus ergonomischer Sicht vor allem das Bildschirmformat interessant.

Die Bildauflösung wird wohl 2.048 x 1.440 Bildpunkte betragen und das bedeutet quasi 4:3 Seitenverhältnis (präzise 4:3 wäre 2.048 x 1.536). Damit geht dann auch Google weg vom Breitbildformat. Das aktuelle Nexus 7 kommt mit Seitenverhältnis 16:9 (1.920 x 1.080) und das Nexus 10 mit 16:10 (2.560 x 1.600).

Jüngst hat sich auch Microsoft bei seinen Surface-Tablets vom 16:9 Breitbildformat verabschiedet und bietet seit Surface 3 ein Format, das 4:3 angenähert ist (2.160 x 1.440). Konsequent beim Seitenverhältnis was bislang nur Apple. Bei den Ipads wird seit dem ersten Modell auf 4:3 gesetzt.

Michael Nickles meint:

Das freut mich. Nieder mit dem Breitbildformat bei mobilen Geräten! Als ich mich erstmals mit Bildschirmformaten von Tablets auseinandergesetzt habe (siehe REPORT: Tablet-Displays und Ergonomie - unterschätzte Faktoren), war ich nicht voreingenommen.

Ich habe einfach ausprobiert, wie unterschiedliche Seitenverhältnisse in verschiedenen Szenarien so kommen. Wohlgemerkt: an meinem Desktop-PC habe ich sehr gerne ein Display im Breitbildformat (und daneben ein kleines 4:3 Display, weil das perfekt für Webseiten ist).

Ein Tablet ist aber kein riesiger Monitor zum Aufstellen sondern ein eher kleines Display, das man in den Händen hält und mit den Händen bedient.

Abseits von der Darstellungsoptik ist die Bedienung das KO-Kriterium. Rauf/runter-Scrollen geht mit einer Hand bei Tablets bequemer als links/rechts Wischen. Und genau dieses links/rechts Wischen ist bei Apps im Breitbildformat blöderweise angesagt. Weiter gilt: auch bei Tablets braucht man alle Weile eine Tastatur - die Onscreen-Tastatur halt.

Hält man ein Breitbild-Tablet horizontal und blendet die Tastatur ein, dann nimmt die fast die komplette Sichtfläche ein, das Ausfüllen von "Online-Formularen" beispielsweise wird zum absurden Witz. Hält man ein Breitbild-Tablet hochkant, dann ist die eingeblendete Tastatur zu schmal um bequem damit tippen zu können.

Ein sinnloses Argument ist, dass man es doch auch mit diesen "Wischgesten" machen kann, eine Onscreen-Tastatur im Hochkantbetrieb nicht unbedingt "normal" bedienbar sein muss. Die Antwort ist hier ganz einfach ein bisschen Physik für Dummies, also das mit dem "Hebeleffekt", die Kraft, die beim Halten aufs Handgelenk wirkt.

Bislang muss man in der Android-Ecke noch mit der Lupe suchen um ein Tablet mit 4:3 Format zu kriegen (siehe REPORT: Android Tablets - Pleiten vermeiden, echte Schnäppchen finden) - aber es gibt sie. Und auch in der Windows-Ecke sind sehr preiswerte Tablets mit 4:3 und gar Retina-Auflösung im Anmarsch (siehe Windows 8.1 Tablet mit 9,7 Zoll Retina-Display für 279 Euro).

Apple hat es vorgemacht. Microsoft hat es nach zähen Umwegen (Surface 1 und 2) nachgemacht und jetzt leitet vielleicht auch Google die 4:3 Android-Aera an. Das ist gut so. Ich rede wohlgemerkt von Tablets! Bei Smartphones muss ich nicht unbedingt ein 4:3 Format haben - dann passen sie besser in die Hosentasche.

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Ok.. - luttyy