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News: G-Sync statt V-Sync

Neue Grafiktechnologie will Spielen das Ruckeln austreiben

Michael Nickles / 8 Antworten / Flachansicht Nickles

Probleme, die Zocker seit Jahrzehnten quält, will Nvidia jetzt mit einer neuen Technologie namens G-Sync lösen: Tearing (Artefaktbildung bei schnellen Bewegungen), Ruckeln und langsame Reaktionszeiten bei Spielen. Diese Ärgernisse treten auf, wenn Monitor und Grafikkarte nicht synchron laufen.

Typischerweise "kracht" es, wenn eine Grafikkarte Einzelbilder schneller liefert, als ein Monitor sie verarbeiten kann. Ebenso kracht es, wenn eine Grafikkarte Bilder langsamer liefert, als ein Monitor sie darstellen kann. Als halbherzige Notlösung gibt es deshalb seit geraumer Zeit bei Spieleeinstellungen oder bei den Graikkarten-Treibereinstellungen die Option "V-Sync", das wahlweise ein- oder ausgeschaltet wird.

Wird es eingeschaltet, dann reduziert eine Grafikkarte ihre Geschwindigkeit so, dass ein Monitor die gelieferten Bilder lückenlos darstellen kann. Damit wird die Darstellung zwar sauber, aber eventuell vorhandene Rechenleistung verschenkt. Die neue G-Sync-Technologie, die laut Nvidia eine mehrjährige Entwicklungszeit verschlungen hat, will erstmalig eine perfekte Synchronisation zwischen GPU und Monitor ermöglichen, wie sie mit bisherigen Technologien nicht machbar gewesen sei.

Durch G-Sync sollen sich Monitore quasi direkt auf die Geschwindigkeit einer Grafikkarte einstellen, nicht mehr mit einer fest eingestellten Bildwiederholrate arbeiten. Damit G-Sync funzt, braucht es entsprechend taugliche Monitore und Grafikkarten.

G-Sync erfordert eine spezielle "Platine" im Monitor. (Foto: Nvidia)
Monitor-Hersteller müssen eine "G-Sync-Platine" von Nvidia in ihren Geräten verbauen und laut Nvidia zählen ASUS, BenQ, Philips und ViewSonic zu den ersten Anbietern, werden wohl 2014 liefern.

Auf der PC-Seite braucht es dann noch eine Grafikarte, die G-Sync kann - eine Liste kompatibler Nvidia-Karten gibt es hier. Wer nicht bis 2014 warten will, kann "G-Sync" noch in diesem Jahr haben.

Nvidia will "Bastlern" ein G-Sync-Modul zum Selbsteinbau anbieten. Das klappt aber nur mit dem 24 Zoll Asus-Monitor VG248QE, der rund 300 Euro kostet.

Englischsprachige Details zu G-Sync gibt es auf der Nvidia-Webpräsenz

Michael Nickles meint:

Gewiss eine interessante neue Technologie. Soweit ich es geschnallt habe, ist G-Sync allerdings eine proprietäre Nvidia-Lösung, mit anderen "Grafikherstellern" wie AMD und Intel funzt das wohl nicht.

Ich habe keinen Bock, mich beim Kauf eines Monitors an einen bestimmten Grafikhersteller binden zu müssen. Aktuell ist auch noch nicht klar, wie viel mehr "G-Sync"-taugliche Displays kosten werden.

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