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NAS-Kauf - jemand Erfahrung mit DS212j? Empfehlung erbeten....

gelöscht_101060 / 1 Antworten / Flachansicht Nickles

Servus Kollegen,

ich schlage mich ja jetzt schon eine gefühlte Ewigkeit mit dem Kauf eines NAS rum - ich hatte auch damals guten Input von Euch erhalten, aber allmählich ist der Bestand an Medien-Geräten bei uns im Haushalt auf ein Niveau angewachsen, dass externe Festplatten nur noch wenig Sinn machen bzw. die Bequemlichkeit doch sehr leidet Zwinkernd

Ich wollte mir nun - teils auf anraten von Euch, teils auf Info von Kollegen - ein vernünftiges NAS kaufen/zusammenstellen und bin beim Zusammensümmern der Infos letzten Endes bei dem DS212j von Synology hängengeblieben (Zur Netzwerk-Topografie: das Internet wird bei uns intern via Router ASUS RT-N56U) verteilt - an diesem hängen per Kabel ein stationärer PC, per Wlan greifen darauf 2 Laptops, XBOX360, ipad und Smartphone zu und per powerLan hängt noch der BluRayplayer dran).

Wichtig sind mir dabei die folgenden Fähigkeiten des NAS:

  1. Zurverfügungstellung von Daten von einem zentralen Punkt aus (aktuell liegen Bilder, Musik, Videos), d.h. alle vorganannten Endgeräte sollen darauf zugreifen können (Kollege meinte dass ich z.B. für meine Musik / Fotos einen iTunes-Server am NAS aufsetzen sollte; Videos würde ich auch gerne zentral vorhalten, damit meine Kiddies auch mal Kinderfilme via Streaming angucken können).
  2. Backupmöglichkeit - was soll ich da sagen: die Daten des NAS sollen einfach in regelmäßigen Abständen gesichert werden (deswegen war es mir wichtig, hier eine 2-Bay Variante für ein NAS zu nehmen); klasse wäre es auch, dass - wenn man z.B. irgendwann von 2 1TB Platten auf 2 3TB Platte wechseln möchte, dies relativ einfach bewerkstelligen könnte.
  3. Verwaltungssoftware für das NAS - ich bin da pragmatisch: das Teil muss kein Atomkraftwerk steuern können (kein Featureoverload), aber es wäre schön, wenn die Software so aufgebaut / stabil ist, dass ein User wie ich ("mit etwas Erfahrung, aber kein Hardcore-Nerd") damit gut zu Recht kommt.
Aus Eurer Erfahrung - wäre das DS212j dafür gut geeignet oder gäb es Grund für / wider einem anderen Gerät? Geld ist jetzt nicht so das primäre Entscheidungsthema, aber inkl. 2 Platten würde ich die 400 € Grenze ungern überschreiten wollen.

Besten Dank für Euren Input - BG, Bergi2002
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daedalus1 gelöscht_101060 „NAS-Kauf - jemand Erfahrung mit DS212j? Empfehlung erbeten....“
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"Network-Attached-Storage", das ist ein so ein Schlüsselwort und in der IT-Welt, ein Begriff, der gerne, wie eine Animierdame an der Bar herumlungert um Kunden zu erhitzen.

Wörtlich genomen ist das nichts anderes, als Daten über das Netz abzuspeichern und von dort wieder abzurufen. Natürlich hat der NAS-Boom das Thema auch zu einer eigenen Wissenschaft erhoben. Soweit meine Einleitung.

Wie immer sind es die drei Faktoren, die Du beachten solltest: Hardware - Software - Wetware (Zeit und Wissen).

Jeder Computer, PC, Laptop lässt sich als Datenspeicher über das Netz konfigurieren. Das ist nichts anderes als eine Dateifreigabe über das Netzwerk. Das bedeutet im Klartext, dass Du mit einem Computer, der angeschlossen ist, ja schon einen möglichen NAS hast.

Überlegungen:

* Ein zusätzlicher Computer, ein NAS-System ist ein kompletter  Stromabnehmer und verbraucht Energie. Je aufwändiger so ein System ist, desto mehr Energie und Platz verbraucht die Kiste und erzeugt erwartungsgemäss Lärm. Selbst bei Wake-On-Lan ist die Frage, ob das nicht Überfunktionalität liefert.

* Eine Möglichkeit ist es, zusätzliche Platten in das System einzubauen, das sowieso schon da ist und läuft. Die Dateien werden dann einfach im Netz freigegeben.

* Einfache Lan-Platten, lassen sich auch schlicht ins Netz einhängen: vgl.: http://www.netzwelt.de/news/74357-mobile-saugstation-fantec-lan-drive-test.html

* NAS-Software ist in höchster Qualität kostenlos erhältlich:

Ein Beispiel(!) ist Freenas. Die neueste Version untertützt alte Systeme nicht mehr. Der Trick ist, die alte Version 7.x.x zu benutzen: http://www.nas4free.org/ unter neuem Projektnamen. Die Software liefert jede Menge Funktionen und lässt sich recht einfach aufsetzen.

* Hardware ist eine Frage des Geldes. Vom einfachsten Uralt-Computer mit PCI-Raidcontroller, drei Festplatten und einer Netzwerkkarte, bis zur Workstation lässt sich alles in ein NAS umbauen.

* NAS-Software lässt sich auch als Virtuelle Maschine in einem System integrieren, das sowieso am Netzwerk hängt. Also Vmware, Virtualbox usw.

Leider habe ich bei Wikipedia keine Liste mehr gefunden, für die aktuellen NAS-Software Projekte.

Alternativen zu Nas4Free/Freenas sind, aus der Erinnerung, zB.: Openfiler oder Naslite

Vielleicht hat Dir das ein paar zusätzliche Ideen gebracht.

Gruß Ddls1



wo roher Walter sinnlos kräftelt....
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