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Voll abkassiert bei Lidl - und nichts gespendet!

Michael Nickles / 62 Antworten / Flachansicht Nickles

Heute habe ich bei Lidl mal nichts gekauft, sondern richtig abgeräumt. Ich habe die Pfandflaschen zurückgebracht, die sich in den letzten Wochen hier so angehäuft haben. Konkret waren das Volvic-Wasser-Pfandflaschen und diese Pils-Bier-Sixpacks Marke "Bergadler".

Eigentlich bin ein kein Pils-Fan aber ich habe vor ein Paar Wochen auf die Schnelle mal einen Pack von diesem Billig-Pils geholt und es hat mir einfach geschmeckt. Ein Vorteil bei diesem "Bergadler"-Pils ist, dass es richtige Glas-Flaschen und keine Plastikflaschen sind.

Und die Verschlusskrone kriegt man einfach mit einer Drehbewegung weg, braucht keinen Flaschenöffner - wirklich praktisch.

Zurück zur Pfand-Rückgabe. Am liebsten war mir eigentlich die Rückgabe beim Netto-Markt hier um die Ecke. Und zwar deshalb, weil es dort keinen Pfandautomaten gab - die Flaschen wurden einfach von einer Verkäuferin entgegengenommen, abgezählt und in große Behälter für Glas und Plastik geschmissen.

Der Netto hat im August leider dicht gemacht. Da ist jetzt ein Kindergarten drinnen (Der Tengelmann hat ein halbes Jahr davor dicht gemacht. Da ist inzwischen auch ein Kindergarten). Egal.

Bei Pfandautomaten gibt es ja zig Varianten und viele davon sind Nerven zermürbend. Die  Pfandautomaten bei den Lidls hier sind klasse. Die fressen auch "verbeulte" Plastikflaschen ohne Murren und vor allem schnell. Als ich die Flaschen in den Automat geschoben habe, fiel mir das hier auf:


Bei den meisten Pfandautomaten ist die Bedienung fast idiotensicher. Wenn man fertig ist, drückt man auf die Taste und der Belegzettel kommt raus. Bei den Lidl-Automaten gibt es zwei Tasten: "Pfand" und "Spende".

An dieser Stelle gilt zu wissen: das war erst das zweite Mal, dass ich einen Lidl-Pfandautomaten verwendet habe (bis August gab es ja den Netto). Die Spenden-Taste fand ich total krass. Denn: ich habe nirgendwo ums Verrecken erkennen können, WOFÜR da eigentlich gespendet werden soll.

Im Raum wo der Pfandautomat stand, gab es keinen Hinweis. Eigentlich wollte ich mich hier im Blog drüber lustig machen, dass es inzwischen wohl reicht, einfach eine "Spenden-Taste" an einen Automat zu machen, um "Dumme" abzuzocken.

Dass es tatsächlich einen Hinweise auf die Spendenaktion gibt - und zwar sogar direkt neben der Spenden-Taste am Automat - habe ich erst bemerkt, als ich das Foto hier für den Blog ausgesucht habe:

 
Da steht tatsächlich "Jeder gibt, was er kann… die Tafeln in Deutschland unterstützen". Irgendwie habe ich das einfach nicht wahrgenommen - wer liest schon das Kleingedruckte an einem Automaten?

Also: Man sollte, wenn man wo einen Beschiss vermutet, halt doch immer besser noch mal sehr gründlich hingucken! Beim Stichwort "Spenden" darf natürlich wie immer diskutiert werden, wie viel davon wirklich bei den Hilfebedürftigen ankommt und welchem Zweck eine Organisation wirklich dient.

Die Lidl-Kunden scheinen auf jeden Fall sehr spendenfreudig zu sein. Aus einem Bericht von Lidl geht hervor, dass eine großartige Spendensumme von fünf Millionen Euro erreicht worden sein soll. Den Spendenknopf an den Automaten soll es seit März 2008 geben.

An der Spenden-Taste ist übrigens anscheinend nachgebessert worden. Beim Recherchieren stolperte ich über ein Bild auf discounto.de. Anfangs hatte die Spenden-Taste wohl noch keinen Schutz gegen versehentliche Betätigung.

Ach ja, ich musste zwei Mal vom Auto zum Pfandflaschen-Automaten, weil der Einkaufswagen nicht groß genug war. Und ich habe übrigens 31 Euro Pfand kassiert:

Und mit dieser Aktion ist es mir sogar gelungen, die "Bank" gleich doppelt zu sprengen - auf derart umfangreiche Pfandrückgabe-Aktionen ist Lidl ganz offensichtlich nicht eingestellt. Jedenfalls machte der Automat bei Erreichen von 15 Euro die Grätsche und spuckte den ersten Belegzettel aus. Danach durfte ich weitermachen, hatte am Ende drei Belegzettel.

Probleme gab es dann bei der Kasse. Darauf, dass jemand nur zum Kassieren kommt, ist Lidl offensichtlich nicht eingestellt. Und wohl schon gar nicht bei derartigen Pfand-Rückerstattungssummen. Die Kassiererin musste auf jeden Fall den Chef rufen, damit er das irgendwie bewilligt. Und das auch geklappt.

Das soll hier auf keinen Fall Kritik an Lidl sein! Von allen Lebensmitteldiscountern hier ist mir Lidl am liebsten. Und zwar wegen dem Mülleimer bei den Gemüseregalen. Da ist fast immer so Zeugs wie Karottengrün und Kolrabiblätter drinnen - das brauch ich für die Kaninchen.

Die Aldis hier haben kein Herz für Tiere: die rücken die Gemüseabfälle nicht raus. Einmal habe ich ein paar Kolrabiblätter eingesammelt, die lose im Regal lagen. Ich musste sie an der Kasse abgeben. Die Kassiererin meinte: "Anordnung vom Chef.".

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gelöscht_103956 Michael Nickles

„Voll abkassiert bei Lidl - und nichts gespendet!“

Optionen

"Lidl-Pils" echt trinkbar!?  naja. Brinkhoff Nr. 1. das Meisterpils.Lachend
ihmo. Das wird wohl das einzigste bleiben, woran sich die Globalisierungsfanatiker sich die Zähne ausbeißen werden. Das deutsche Bier.Lachend

Vor lauter Bier kommen wir vom Thema ab....

"Tafel" und so.
Hat einer mal so eine Innenansicht genossen?
Mittlerweile gehört das zur imperalen Globalisierungs- und Sozialindustrie.
Hier im westlichen Westfalen und östlichen Ruhrgebiets- "SozialBaumarkt" ist die "Tafel" ein knallhartes Wirtschaftsunternehmen der Caritas und Diakonie mit Herrscharen von der Arge gesponserten hartzies und Sozialstundenableister. Sorry. Das ist moderne Sklavenhaltung.
Bei der "Warenannahme" sitzen da extra "Aufpasser", weil, sonst könnte einer dieser armen Teufel ja was mitgehen lassen und wenn es nur was zum Fressen ist. Andererseits werden höherwertige Waren... 
naja....
Wer hartz-4 wird bekommt nicht autom. eine Zugangsberechtigung! Offiziell 4-6 Monate Wartezeit!!!
Bis dahin biste verhungert.Brüllend Und naja, fahrt ma zu einer dieser 2 Ausgabestellen in der Nordstadt. 2 Stunden Oma Schlange stehen, eher normal. Und dann kommen regelmäßig kulturbegeisternde  nagelneue 3-BMW- Fahrer vorgefahren und packen Kistenweise auf "hartz-4" ein.Brüllend. SOZIAL!?!?

Da werden mittlerweile nicht nur Lebensmittel, sondern ganze Haushaltsauflösungen per Steuersubventionen über die Argen gemanagt. Etwas weiter in der Nordstadt gibt es ein "Sozialkaufhaus", wo eben alles Übrige, was nicht vorher in dunkele Kanäle versickert ist,  gegen BARES verscherbelt wird. Richtig! Kein einziger regulärer Arbeitsplatz. Das was wirklich für hartzies u. Familie bitter nötig ist wie Kühlschrank, Waschmaschine etc. ist deutlich teurer wie im 2.sec. Laden. SOZIAL!?!?

Früher dagegen konnte man einfach zum Pfarrer gehen und der besorgte das kostenlos und frei Haus und was MDH abgelaufen war, bekam der Zoo kostenlos vor die Tür gestellt.

Vorbei die Zeiten mit sozial.

"Tafel", das ist genauso eine Totalverblödung wie RTL. Hauptsache der Schein wird gewahrt und die Haare liegen richtig.

Zurück zu Lidl.
Bedenkt man wie die mit dem Verkäuferinnen umspringen, wer glaubt da noch dran, das die "selbstlos" Spenden weiterreichen???

Ich habe da eher einen sehr bösen Verdacht. Früher habe ich auch Karnickelfutter, Bananenkartons nachgefragt und auch mal nach abgelaufen Sache geguckt, oder für die Schulküche für lau was bekommen. Seit dieser Automat da ist, is Schluß lustisch. Ein Schelm wer....naja.

Wenn ihr mich fragt: Das ganze im Sinne von Globalisierung hat System und ist wohl durchdacht. Nur eins ist es nicht. Sozial.

Heute kam eine Frau von einer Frauengrupppe zu mir, die aus Wut heraus wegen dieser zum himmelstinkenden Zustände einfach so aus eigener Tasche Bücher und Kindersachen für Frauenhäuser sammelt und bezahlt. Das sind Leute, die sich nicht mehr für blöd verkaufen lassen wollen und trotzdem was GUTES TUN wollen. Statt Geld habe ich gleich eine Kiste Spiele für die Kinder draufgelegt. KEINE Spendenquittung, kein Orden, kein Ablasshandel. Einfach so.
Das ist tausendmal besser investiert und kommt tausendmal besser an, als dieser ganze kommerzielle Spendenscheixx.

Sorry, mußte ma gesacht werden.







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