Nickles Blog 212 Themen, 8.708 Beiträge

Umstieg: Gasgrill statt Holzkohle

Michael Nickles / 30 Antworten / Flachansicht Nickles

In meinem Privatleben gibt es seit ein paar Wochen eine enorme Bereicherung: einen Gasgrill. Der steht in der Gartenlaube und wird ständig verwendet. Das Thema, ob es sich mit Gas oder Holzkohle besser grillt, ist ja zwangsläufig eins, das Welten aufeinander prallen lässt.

Bis vor ein paar Wochen habe ich eigentlich nur mit Holzkohle in einem "Rundgrill" gegrillt. Und war mir auch sicher, dass das am besten schmeckt. Als der letzte Rundgrill durchgerostet und zusammengebrochen ist, wurde jetzt halt mal ein Gasgrill angeschafft.

Ich hab mich für einen von "Campingaz" entschieden - den hier: Texas US. Das Ding gab es im Praktiker-Baumarkt für so 189 Euro, der Verkäufer war sehr freundlich und hat ihn für 140 Euro rübergelassen. Und zwar deshalb, weil das Modell wegen dem ich eigentlich erneut in den Baumarkt gekommen war, nicht mehr lieferbar war.

Dieser "Texas US" ist ein relativ simpler Gasgrill: zwei "Gas-Heizflächen", robuster Guß-Rost, fertig. Bei Gasgrills gibt es solche mit "Lavasteinen" und solche ohne - meiner ist einer ohne. Lavasteine sollen "bessere" Hitze bringen, versiffen aber angeblich schnell, weil halt das Fett runtertropft.

Den Zusammenbau des Texas US habe ich mir eigentlich leichter vorgestellt. Ein paar Mal musste ich Bauschritte zurücknehmen, weil Teile zwar scheinbar gleich aussahen aber doch unterschiedliche "Bohrungen" hatten - das war im Bauplan nicht richtig gut zu sehen.

Erstaunt hat mich, dass der Grill aus "unendlich" vielen Einzelteilen bestand. Quasi jedes noch so winzige Teil musste einzeln zusammengesetzt werden, es war absolut nichts vormontiert. Insgesamt habe ich so rund 90 Minuten gebraucht.

Was schließlich zählt, ist was rauskommt, wie es schmeckt. Um es kurz zu machen: spitze. Gegrillt wird alles (in meinem Fall außer Schweinefleisch):


Fische klappen auf dem Gasgrill ganz prima.


Auch Puten-/Hähnchen-Fleischspieße mit Paprika, Zwiebeln, Zucchini und Champignons schmecken 1A. Gegrillte Leber ist natürlich nicht jedermanns Sache.

Ob ich meinen alten Holzkohlegrill vermisse beziehungsweise den "Geschmack" von Holzkohle? Null. Das Zeugs vom Gasgrill schmeckt hervorragend, die Vorteile sind gewaltig. Man muss nicht lange mit Holzkohle rummachen, der Gasgrill ist binnen Minuten einsatzbereit. Und die Temperatur lässt sich halt jederzeit präzise regeln. Die Gefahr, dass was anbrennt ist sehr gering.

 Der Sommer ist jetzt quasi rum und entsprechend gut ist die Chance, einen Gasgrill günstig im Ausverkauf zu erwischen.

bei Antwort benachrichtigen
beeindruckend! connexione
gelöscht_152402 gelöscht_15325

„Ich schwör mittlerweile (als ETW-Besitzer) auch auf...“

Optionen

Grillen ist grillen und garen ist garen. Da liegen Welten zwischen!

Elektrogrills verdienen nicht mal die Bezeichnung "Grill"! In der Wohnung oder auf dem kleinen Balkon hingegen, kann man damit etwas grill-ähnlich gegart servieren. Immerhin.

Gas-Grille sind eine tolle Sache- vor allem da man eine offene Flamme hat, die man auch noch regulieren kann. Sehr professionell und hat Feeling. Aber das ist wie campen mit einem Wohnmobil statt mit Zelt.

Beim Holzkohlegrill weiß vor allem der Kugelgrill zu überzeugen. Auch wenn die meisten die Kugel für einen schicken Deckel zum wegräumen halten. Ein Säulengrill sorgt für richtig Durchzug unterm Grillgut.

Wenn ich grillen will, dann kommt für mich nur ein einfacher, schlichter Holzkohle-Grill in frage. Die wahrscheinlich puristischste Methode, Fleisch verzehrbar zu garen. Ausser die Glut am Glühen zu halten und den Abstand zur Glut zu ändern, kann man nicht viel mehr machen. Auch das will gekonnt sein. Es stinkt, es raucht, es sifft und es tropft. DAS ist grillen!

Oder anders ausgedrückt- ein Holzkohle-Grill ist wie die gute alte Viny-Schallplatte wenn es um Musikgenuß als Ritual und nicht um Musikkonsum geht.

Daher mein Fazit- entweder man grillt mit Kohle oder gart sein Grillgut mit anderen Methoden.

bei Antwort benachrichtigen