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News: Pornoseiten sind fast harmlos

Sicherheitsreport enthüllt das neue Böse im Internet

Michael Nickles / 4 Antworten / Flachansicht Nickles

Das Sicherheitsunternehmen Symantec hat wieder mal seinen regelmäßigen "Sicherheitsreport" veröffentlicht. Der fasst zusammen, wo das Böse im Internet (Viren, Malware, Identitätsdiebstahl und Co) aktuell so her kommt. Zugrunde liegt dem Report Zahlenmaterial von 2011, das jetzt ausgewertet wurde.

Etwas das Viele gewiss überraschen wird, ist die Top 10 Liste der gefährlichsten Webseiten-Gattungen, also wo die Gefahr sich Malware zu holen am größten ist. Früher standen in erster Linie Webseiten mit pornografischen Inhalten unter Verdacht, sehr riskante Seiten zu sein.

Dem aktuellen Sicherheitsreport zufolge, schaffen sie es inzwischen nur noch mit Ach und Krach überhaupt in die Top 10 Liste. Und zwar gerade mal auf den letzten Platz mit 2,4 Prozent Anteil.

Die Spitzenreiter der bösen Webseiten-Gattungen sind jetzt Blogs (19,8 Prozent), private Webseiten (15,6 Prozent) und Business/Wirtschaft (10 Prozent).

Wachrütteln will der Symantec-Report alle Mac-Nutzer. Denn die müssen sich langsam darüber klar werden, dass sie nicht unantastbar sind. Ein auf Macs ausgerichtetes Bot-Netzwerk wurde erstmals 2009 entdeckt, 2011 sollen die Gefahren zugenommen haben.

Als Beispiel nennt Symantec unter anderem "MacDefender", einen Trojaner, der sich als Sicherheits-Tool für Macs präsentiert. Im Mai 2011 hat Symantec schließlich erstmals einen "Malware-Baukasten" für Macs entdeckt, mit dem sich Verbrecher Schad-/Angriffs-Software basteln können.

Auch soziale (asoziale) Commuity-Netzwerke sind weiter intensiv im Visier der Internet-Mafia. Am übelsten ist wenig verwunderlich der "Marktführer" Facebook betroffen. Hier nutzen Kriminelle die Teilnehmer besonders schamlos aus, bescheißen sie beispielsweise durch "vermisste" und begehrte Funktionen.

Als Beispiel zeigt der Report einen Facebook-Dislike-Button ("Gefällt mir nicht"-Taste). Hier gaukelt ein Krimineller vor, dass es diese Funktion gibt, wer sie nutzt verseucht allerdings nur seinen Rechner.

Erfreulich ist die Meldung, dass die Sicherheitslücken bei Browsern stagnieren. Die Markführer Internet Explorer und Firefox sind ein bisschen "noch weniger" anfälliger geworden. Beim beliebten "Newcomer" Chrome wurde die Sicherheit besonders dramatisch erhöht, beziehungsweise die Zahl der entdeckten Verwundbarkeiten ging enorm runter.

Der detaillierte 52seitige Report von Symantec kann hier als PDF-Dokument gesaugt werden: Internet Security Thread Report 2011 Trends.

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