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News: Nachbesserung fällig

Mass Effect 3 Spieler schimpfen über Finale

Michael Nickles / 17 Antworten / Flachansicht Nickles

Das Finale des dritten Teils von "Mass Effect" war anscheinend so grottig, dass zigtausende Spieler Nachbesserung gefordert haben. Unter anderem auf Amazon machen die verärgerten Spieler ihrem Unmut über das enttäuschende Ende der Trilogie mit bösen Kundenrezensionen Luft.

Bereits 264 Rezensionen und Bewertungen gibt es auf Amazon, gerade Mal auf 2,5 von 5 Punkten bringt es Mass Effect 3 bei der durchschnittlichen Kundenbewertung. Das "große Finale" wird unter anderem als an den Haaren herbeigezogen beschimpft, bereits im Spielverlauf soll die Spiellogik böse gelitten haben.

Die ist im Fall der Mass Effect Serie wohl auch recht komplex, da sich Spieler vom ersten Teil an für eine bestimmte "Verhaltensweise" entscheiden konnten und sich das dann nicht nur auf den jeweiligen Teil, sondern auch die Folgeteile auswirkte.

Beim dritten finalen Teile wurde dann aber wohl alles echt lieblos zu Ende "geballert" und - egal wie man zuvor gespielt hatte - wurde ein quasi ähnliches Ende serviert. Dabei hat der Produzent Bioware von Anfang zig verschiedene mögliche Spielenden angekündigt.

Recht gut erklärt wird das Drama um Mass Effect in einem Beitrag der Zeit.. Der Produzent Bioware hat sich dem Druck inzwischen gebeugt und angekündigt ein "neues Ende" zu basteln und das den Spielern wohl kostenlos bereit zu stellen.

Michael Nickles meint: Die Leidensbereitschaft von Computerspielern hat einen Level erreicht, den ich schon lange nicht mehr kapiere. Seit geraumer Zeit wird die Produktion von Spielen zwar immer teurer und aufwändiger, dabei kommt allerdings kaum mehr als ein "Bilderbuch" zum Durchklicken raus.

Spiele, bei denen man halbwegs frei entscheiden kann wie man vorgeht, sind eine Seltenheit geworden. Ich meine nicht Entscheidungen bezüglich des Spielverlaufs sondern so banale Dinge wie das: man geht auf eine Klippe zu, kann aber nicht runterfallen, weil das im Spiel nicht vorgesehen ist.

Eine "große" Spielewelt wird meist nur durch "Tapeten" vorgegaukelt, laufen kann man aber nur auf sehr eng vorgegebenen Pfaden. Und wenn es wo nicht weitergehen soll, dann wird halt ein "10 Zentimeter" hoher Baumstamm als Sperre in einen Weg gelegt - und da drüber springen geht nicht, weil das "Stämmchen" zu hoch ist.

Denken muss man sowieso kaum noch: ein "Kompass" zeigt permanent in welche Richtung man gehen muss und wenn was zu tun ist, wird so was eingeblendet wie "Drücken Sie die B-Taste um Tür aufzutreten".

Verpackt wird das Geblödel dann typischerweise noch in eine völlig unkapierbare oder langweilige - oder wie meist üblich - eine unkapierbare UND langweilige Story. Anscheinend gibt es aber genug Kunden, die diesen Mist kaufen.

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Richtig. thx Michael Nickles
daedalus1 Michael Nickles

„Mass Effect 3 Spieler schimpfen über Finale“

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Das ganze Dilemma ist seit Jahren zu beobachten. Die Hardwareanforderungen steigen bei Spielen stetig. Wenn man dann schaut, wo die Leistung hingeht, dann hauptsächlich in das Grab: Grafikengine. Dann kommt noch eine verbesserte Physik dazu, damit alles fein aussieht. Der Konsument lässt sich damit locken. Eine hohe Spieltiefe lässt sich eben nicht mal schnell in einem Videospot ablichten. Die selbe Kritik gilt dem Belohnungssystem der heutigen Spieletitel. Der Spieler bekommt kaum etwas geboten, was über das Missionenabhaken hinaus geht. Da sind die alten Final Fantasy Teile unerreicht. Sogar das alte Command & Conquer hat den Spieler immer wieder mit Missionsvideos belohnt.


Die Liste lässt sich beinahe endlos weiterführen. Selbst auf den Spielekonsolen ruhen sich die Entwickler auf dem Ruhm aus. Statt die Hardware bis zur letzten Diode auszureizen und hohe Qualität zu erzeugen, benutzen die Entwickler inzwischen fertige Engines, die für den PC entwickelt wurden und nur noch herum zuckeln.

Es scheint, als wäre der Computerspiele-Boom eben endgültig von den Geschäftemachern gekapert worden. Statt um Visionen, geht es um das knallharte Geschäft.

Es ist doch lächerlich, wie sich teilweise die Publisher und die Entwickler um die Vermarktungsrechte bekriegen, um dann wie zB. beim Klassiker Operation Flashpoint generische Tütensuppe zu produzieren und dann gleich doppelt und dreifach.

Wo es mir wirklich weh getan hat, war bei dem alten Projekt Schiene und Strasse. Das Spiel wurde damals von einem deutschen Programmierer in seiner Freizeit entwickelt. Der Publisher, der die Rechte erworben hatte, lutschte dann das halbfertige Projekt aus, ging pleite und blockiert bis heute alle Rechte am Quellcode, selbst für den, der alles geschrieben hat. Die deutsche Justiz hat dem Publisher recht gegeben. 

Es gibt bis heute keine wirklich gute 3D - Transportsimulation. Dafür aber den Bauernhofsimulator.

Wer erinnert sich noch an Freelancer? Das Weltraumspiel wurde damals seinem geistigen Vater aus der Hand gerissen und auf den Markt geworfen. So geht das weiter. Ich beobachte die Spieleszene seit Jahren und ich finde es nicht lustig.

Dafür finanziert die US-Armee ihr eigenes Werbeprojekt "America's Army". Indoktrination pur...

grummel

wo roher Walter sinnlos kräftelt....
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Grufti! cetdsl