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News: Angst vor 124 Jahren Knast

Anonymous und Co durch singenden Hacker verraten

Michael Nickles / 22 Antworten / Flachansicht Nickles

Anfang Februar machte die Hacker-Gruppe Anonymous das FBI und Scottland Yard lächerlich. Im Netz wurde ein 17minütiger Mitschnitt einer Telefonkonferenz der "Geheimdienste" veröffentlicht (siehe Telefonkonferenz zwischen FBI und Scottland Yard abgehört).

In dem recht "menschlichen" Gespräch tauschten sich die "Agenten" bezüglich vermutlichen Hacker, deren Gruppenzugehörigkeit und Aktivitäten aus. Wohl schon länger haben sich die Behörden weltweit ausgetauscht, um einen neuen Schlag gegen das Hackerkollektiv Anonymous vorzubereiten, der jetzt erfolgt ist.

Sechs vermeintliche Hacker wurden in den USA, Großbritannien und Irland festgenommen. Soweit bislang bekannt gehören vier der Geschnappten Anonymous und der ehemaligen Hackergruppe Lulzsec an. Es wird spekuliert, dass es sich um führende Köpfe der Hackerbewegung handelt.

Entscheidend für den Zugriff waren die Aussagen eines Hackers namens "Sabu", der bereits im Juni vergangenen Jahres festgenommen wurde.

US-Berichten zufolge, war es nicht leicht den Hacker zum Singen zu bringen. Recht ausführlich beschreibt der Spiegel, wie das FBI den Hacker dazu gebracht hat, ein Verräter zu werden.

Ursprünglich war Sabu nur wegen Identitätsdiebstahl und Kreditkartenbetrug angeklagt worden. Dem FBI ist es aber gelungen, dem Hacker binnen drei Monate nach seiner Festnahme zwölf weitere Schuldbekenntnisse abzuringen. Die ergaben "zusammengerechnet" dann eine mögliche Haftstrafe von 124 Jahren. Und damit wurde es Sabu zu heiß. Er ist 28 Jahre alt und Vater von zwei Kindern, für die er angeblich alles tun würde.

Durch seinen Verrat hat der Hacker jetzt die Chance auf eine erheblich gemilderte Strafe. Erhebliche Angst herrscht weil dessen in den Hackerkreisen. Es ist unbekannt, wie viele weitere Personen und Dinge aus Sabu rausgepresst wurden, ob es also bald zu weiteren Festnahmen kommt.

Michael Nickles meint: Man sollte vielleicht noch wissen, dass Sabu nicht nur einfach ausgequetscht wurde. Das FBI hat ihn direkt zum Spitzel gemacht. Er war unter Beobachtung weiter im Internet aktiv und konnte (musste) mit seinen Hacker-Kollegen kommunizieren.

Über Monate hinweg die eigenen Freunde gezielt ans Messer zu liefern, dürfte nicht leicht gewesen sein. Aber die Angst vor ewigem Knast war halt größer.

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IRON67 Gevatter Schnitter „Hallo Hitzkopf, gegen meine Meinung hab ich von Dir kein Argument gehört, oder...“
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Mein liebes, nettes Gevatterchen,
Zum dritten und letzten Mal:
Schau dir den Verlauf der Diskussion an. Es ging ursprünglich um die medienwirksame Verwurstung einer Festnahme von Hacktivisten und ich wies darauf hin, dass das verglichen mit den Ursachen für die Möglichkeit des Hacks eher unwichtig ist.
Daraufhin schaltete sich jemand ein, der offenbar mit solchen "Hackern" sympathisiert und riskierte ne dicke Lippe - tat so, als käme die Welt und insbesondere Geheimdienste und Wirtschaft ohne Hacker nicht aus. DARAUF bezog sich meine Äußerung zur Wirtschaft, denn bekanntlich gabs vor Erfindung der PCs keine Hacker im heutigen Sinn - höchstens Saboteure (und Hacktivisten sind nichts anderes).

Du hast dann - ob bewusst oder unbewusst - für diesen Möchtegern-Hacker und seine "Argumente" Partei ergriffen und entsprechend belustigt habe ich reagiert.
Dein Einlenken kam zu spät bzw. wäre gar nicht nötig gewesen, wenn DU vor dem Verteilen von Intelligenz-Noten nachgedacht hättest.
Wer sich öffentlich über ein *PLONK* beschwert, verdient ein zweites.

Sobald ein Troll, DAU oder Elch im Lauf eines Threads auf heftige Kritik stößt, argumentiert er mit der Arroganz des Kritikers. Dies kann auch vorsorglich erfolgen.[Roesen's Law]
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