Allgemeines 21.967 Themen, 148.269 Beiträge

Grosse Bildermengen langfristig sichern

cfuture7 / 13 Antworten / Flachansicht Nickles

Guten Tag zusammen,
ich glaube ich habe die Frage vor Monaten schonmal gestellt finde den Beitrag allerdings nicht mehr, und da sich sicherlich technisch einiges getan hat dachte ich mir ich greife das nochmal auf.
Ich habe ca. 100 GB Bilder auf Festplatte Zuhause gespeichert und ich bin mir sicher das da noch einiges dazukommen wird. Ich frage mich die ganze Zeit wie ich die Daten am besten sichere? Und zwar so das ich in 30 Jahren immernoch drauf zugreifen kann.
Festplatte? (hält sowas 30 Jahre?)
Bluray ("verblassen" diese nicht mit der Zeit)
SSD (find ich ein bissl teuer um es zu bespielen und dann in den Schrank zu packen)

Wie macht ihr das denn?
Vielen Dank!

bei Antwort benachrichtigen
Andreas42 cfuture7 „Grosse Bildermengen langfristig sichern“
Optionen

Hi!

Das ist eine berechtigte Frage. Meine ältesten Datenträger dürften meine Commodore 64 Disketten udn Kassetten sein. Die sind zwar noch keine vollen 30 Jahre alt, aber 25 dürften sie auf dem Buckel haben.
Es müsste etwa 5 Jahre her sein, dass die zuletzt mal gelesen habe. Das Problem dabei ist, dass man die passenden Lesegeräte und Rechner braucht.

Es dürfte schwierig sein heute einen Datenträger zu finden, der in 30 Jahren noch in Gebrauch ist. Selbst bei Festplatten hat sich der Anschluss schon zweimal komplett gewandelt in den letzten 20 Jahren (von MFM zu IDE und aktuell zu SATA - und das sind nur die gebräuchlichsten Anschlussvarianten).

Salop gesagt, dürfte die sicherste Variante in der Tat die Belichtung im Fotolabor sein, also echte Bildabzüge herstellen. Die lassen sich vermutlich auch in 30 Jahren problemlos nutzen. ;-)


Die Sache ist schon schwierig. Ich denke auf 30 Jahre kann man nicht planen. Festplatten erscheinen mir sinnvoll. Ich denke ich würde eine gute externe Platte mit USB-Anschluss nehmen. Darauf die Bilder und anderen persönlichen Dateien sichern. Dazu gehört dann ein Image einer virtuellen Maschine mit einem Betriebssystem auf die Platte, welche die Programme enthält, die zur Wiedergabe benötigt werden (ein Linux-Image bietet sich da an).

Alle paar Jahre müsste man dann die Platte auf Funktionsfähigkeit prüfen. Nach max. 5 Jahren sollte eine Kopie gezogen werden (wobei aus Sicherheitsgründen besser zwei Platten genutzt werden sollten, wobei die 2. eine Kopie der Masterplatte ist).

Da fällt mir ein, dass ich meine beiden ältesten selbst erstellten CDs vor etwa einem Jahr kopiert habe, weil Leseprobleme auftraten. Die dürften so knapp über 10 Jahre alt gewesen sein. Das eine Platte solange hält, darauf würde ich bei den Schreibdichten aktueller Platten nicht wetten. Das mag besser werden, wenn sich SSDs im GByte-Bereich zu bezahlbaren Preisen durchgesetzt haben. Sofern dann die verwendeten Herstellungprozesse die Bausteiene nicht ebenfalls anfällig machen, weil die Strukturen zu klein sind.

Für 100GByte fallen USB-Sticks der 8GByte-Brot&Butter-Klasse ja aus...

Als ich vor wenigen Wochen eine meiner alten StarWriter Textdateien öffnen wollte klappte das wider erwarten mit OpenOffice unter Ubuntu 10.04 nicht. Ich bin dann darauf gestossen, dass man ein zusätzlichen Paket mit Treibern für Import/Export installieren musste, damit klappte es dann. Das war das Ereignis, dass mich auf die Idee mit der VM gebracht hat, die so installiert sein muss, dass man gesicherten Dateien damit lesen kann.

Was Bilder angeht, habe ich übrigens angefangen Fotobücher von meinen letzten Urlauben zu machen. Auch weil die hoffentlich noch in ein paar Jahren problemlos nutzbar sein werden. Das meine ich jetzt durchaus ernst.

Bis dann
Andreas

Hier steht was ueber mein altes Hard- und Softwaregedoens.
bei Antwort benachrichtigen