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News: Klicken statt grübeln

Yahoo optimiert Suchen ohne Denken

Michael Nickles / 5 Antworten / Flachansicht Nickles

Während der Suchmaschinengigant Google häufig neue Beta-Funktionen raus lässt, gibt es bei Yahoo eher selten spektakuläre Neuerungen. Jetzt hat sich wohl mal eine ereignet, die gewiss für einige Diskussionen sorgen wird. Die erste ist gewiss, ob es sich überhaupt um eine Neuerung handelt.

Google hat die "automatischen Suchvorschläge" ja bereits im September 2010 eingeführt. Sobald man was tippt, klappt eine Liste mit passenden Suchvorschlägen auf. Seit Ende Dezember 2010 gibt es diese Automatik auch bei Microsofts Suchmaschine Bing. Und jetzt gibt es das halt auch bei Yahoo.

Natürlich hat Yahoo nicht einfach abgekupfert, sondern soll die Sache besonders raffiniert erledigt haben. Es werden wohl nicht nur einfach Suchvorschläge gemacht, sondern gleich "Antworten" beziehungsweise Lösungen angeboten.

Aktuell befindet sich Yahoos Automatik noch im Beta-Stadium und ist auch nur für die US-Ausgabe der Suchmaschine, also für deutschsprachiges Suchen weniger geeignet. Allerdings kommt wohl auch die US-Automatik mit deutschen Begriffen klar:


Beispiel: Sobald in der Suchzeile "arsch" eingetippt wird, erscheint ein großes zweispaltiges Fenster. Links bietet es diverse Varianten von "Arschloch" an und rechts wird als "Topseite" zum Thema ein Übersetzungsdienst für das Wort angeboten, die auch tatsächlich eine ausführliche Übersetzung liefert.

Bei schmutzigen englischsprachigen Begriffen zeigt sich Yahoo allerdings genauso verklemmt wie seine Konkurrenz - beim Eintippen von "fuck" passiert nichts. Im Fall von Google haben sich inzwischen gar schon Webseiten drauf spezialisiert alle Unwörter zu sammeln, bei denen Googles Live-Mechanismus streikt (siehe Google Live-Suche mag keine schmutzigen Worte)


Dass die neue Automatik nicht nur praktisch sondern auch nervig sein kann, zeigt sich, wenn die Buchstabenfolge "mic" eingetippt wird. Als erste Empfehlungen liefert Yahoo "microsoft" und "michael jackson". Bei "Mausberührung" von Microsoft gibt es rechts dann Werbung für Microsoft Produkte, die man bei Amazon.com kaufen kann. Und bei Michael Jackson gibt es als empfohlene "Lösungen"/"Antworten" (wie hier im Bild zu sehen) ebenfalls nur Shopping-Tipps.

Die neue Suchfunktion ist wie gesagt noch im Beta-Stadium und kann hier ausprobiert werden: search.yahoo.com

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