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News: Zahlen und Fakten

Wie Ossies und Wessies das Internet nutzen

Michael Nickles / 18 Antworten / Flachansicht Nickles

Im Vorfeld des Tags der deutschen Einheit, hat der Bitkom untersuchen lassen, wie es bei der Nutzung und Verbreitung von Computern und Handys in Ost- und Westdeutschland so aussieht. Grundsätzliches Ergebnis: der Osten Deutschlands hat aufgeholt und fast Westniveau erreicht.

Zwanzig Jahre nach der deutschen Wiedervereinigung, gibt es praktisch keinen nennenswerten Nachholbedarf mehr. 80 Prozent der West-Haushalte verfügen über einen Computer, im Osten sind es 74 Prozent. Ähnlich beim Internetzugang: 75 Prozent im Westen, 66 Prozent im Osten.

Ein Handy haben 86 Prozent der Westler und 79 Prozent in den neuen Bundesländern. Bezüglich der Verfügbarkeit von Breitbandanschlüssen stellt der Bitkom allerdings klar, dass es diesbezüglich im Osten noch einen deutlichen strukturellen Nachteil gibt. Sowohl im Westen als auch im Osten, wird das Internet vorwiegend für Informationssuche genutzt (70 Prozent).

Anhand ihrer Umfrage hat der Bitkom dennoch einige interessante Unterschiede ausfindig machen können. Im Osten ist Online-Shopping beliebter, die Wessies dominieren bei Reisebuchungen im Internet. Ein enormer Unterschied wurde bei der Bereitwilligkeit zum "Blechen" für Handy-Apps zu festgestellt.

Gerade mal neun Apps hat ein Ossie durchschnittlich auf seinem Smartphones, auf West-Handys sind es 20. Als Randnotiz vermerkt der Bitkom abschließend, dass die neuen Bundesländer bei Beziehungsfragen deutlich "moderner" sind. Knapp sieben Prozent der Befragten im Osten gaben an, einen neuen Lebenspartner online kennengelernt zu haben.

Im Westen sollen das nur sechs Prozent sein. "Fortschrittlicher" soll es im Osten auch beim Ende einer Beziehung zugehen. Elf Prozent gaben an, schon mal per SMS oder E-Mail Schluss gemacht zu haben. Im Westen gaben das nur drei Prozent der Befragten an.

Michael Nickles meint: Also das mit den nur 6 beziehungsweise 7 Prozent beim Kennenlernen eines neuen Partners per Internet, kauf ich der Studie nicht ab. Da fehlt wohl jeweils eine Null hinten dran. Ich kenne in meinem Bekanntenkreis (und der ist nicht klein) seit Jahren eigentlich kein Paar, das nicht übers Internet zusammengefunden hat.

Bei mir privat sieht es nicht anders aus. In speziellen Single-Kontaktbörsen war ich zwar noch nie, aber habe in "normalen" Internet-Chats schon viele Bekanntschaften gemacht, aus denen Freundschaften und indirekt dann auch Partnerschaften entstanden sind.

So weit ich mich entsinnen kann, fing das vor rund 10 Jahren an. Damals war ich restlos im Eimer. Eine langjährige Beziehung war vorbei und ich hockte zu Hause und konnte nicht raus, weil ich einen Bänderriss am Fuß selbst auskurierte. Auch sonst war ich gesundheitlich am Boden.

Mir wurde damals bewusst, dass ich mich seit zig Jahren eigentlich im identischen Bekanntenkreis bewegte und ich wollte eine Veränderung, mal total neue Leute kennenlernen. Drum bin ich damals erstmals in einen Chat im Internet (vorher hielt ich Chatten ausnahmslos für bescheuert).

Was aufgrund dieser Entscheidung dann alles passiert ist, sprengt heute noch mein Fassungsvermögen. Vielleicht schreib ich mal ein dickes Buch drüber, wenn ich viel Zeit habe.

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