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News: Sagte er "Muschi"?

Job wegen einem anonymen Wort im Internet verloren

Michael Nickles / 26 Antworten / Flachansicht Nickles

Die Webseite stltoday aus St. Louis veröffentlichte vergangene Woche einen Artikel mit der Überschrift "What’s the craziest thing you’ve ever eaten? And did you like it?" (Was ist das Verrückteste, das Du je gegessen hast und hat es geschmeckt?").

Die Leser wurden natürlich aufgefordert ihre "kulinarischen" Erlebnisse als Kommentar zu veröffentlichen. Die einfache Frage setzte laut Bericht von www.readwriteweb.comwww.readwriteweb.com einen folgenschweren Verlauf in Gang: sie kostete einen der Kommentatoren seinen Job.

Und dessen "Kommentar" bestand lediglich aus einem einzigen Wort. Es war vielleicht nicht besonders "klug", dass sich dieses eine Wort auf ein Teil der weiblichen Anatomie bezog. Der Verfasser des Beitrags auf stltoday.com (also der Fragesteller) Kurt Greenbaum reagierte zunächst professionell: er löschte den anonym veröffentlichten Kommentar einfach.

Der vermutliche "Vagina-Gourmet" fand diese Zensur aber nicht toll und schrieb sein Wort deshalb erneut als Kommentar. Das machte Greenbaum sauer und der guckte sich die IP-Adresse des anonymen Mitmachers an.

Er kriegte raus, dass diese IP-Adresse zu einer lokalen Schule gehört. Daraufhin setzte sich Greenbaum mit der Schulleitung in Verbindung und informierte sie über den Vorfall.

www.readwriteweb.com spekuliert im Bericht zum Ablauf der Ereignisse, dass Kurt Greenbaum wohl davon ausging, dass sich ein Schüler der Schule einen Scherz erlaubt hatte und dem eine Lektion in Sachen "Anonymität im Internet" erteilen wollte. Tatsächlich führte die Spur zu einem Angestellten der Schule, der seinen Fehler zugab.

Er verlor seinen Job.

Dass ganz schnell auch ein anderer seinen Job verliert, fordern jetzt viele Leser von stltoday.com in der Diskussion zum Vorfall (Post a vulgar comment while you’re at work, lose your job).

Und zwar Kurt Greenbaum.

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Tja PP Persönliches Pech NURAM
Muschi?! phasha
schuerhaken Michael Nickles

„Job wegen einem anonymen Wort im Internet verloren“

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Nun, solche Genitiv-/Dativ-Pannen kann man vermeiden, z.B. wenn man auf jedem Rechner die entsprechenden Nachschlagewerke mit laufen hat (es sei denn, man schlägt gar nicht erst nach, weil man in Deutschen keine Zweifel aufkommen hat...).

Zitat:
we | gen
Abk. wg.
Präposition mit Genitiv:
- wegen Diebstahls
- wegen der hohen Preise
- wegen des Vaters oder des Vaters wegen
- wegen der Leute oder der Leute wegen
- wegen meiner (noch landsch.)
Ein allein stehendes, stark gebeugtes Substantiv im Singular bleibt im Allgemeinen ungebeugt:
- wegen Umbau, wegen Diebstahl
Umgangssprachlich auch mit Dativ:
- wegen dem Kind
- wegen mir
Standardsprachlich mit Dativ in bestimmten Verbindungen und wenn bei Pluralformen der Genitiv nicht erkennbar ist:
- wegen etwas anderem, wegen manchem, wegen Vergangenem; wegen Geschäften
Standardsprachlich auch mit Dativ, wenn ein Genitivattribut zwischen »wegen« und das davon abhängende Substantiv tritt:
- wegen meines Bruders neuem Auto
Zusammensetzungen und Fügungen:
- des- oder dessentwegen
- meinetwegen, deinetwegen, seinetwegen, ihretwegen, unsertwegen, euret- oder euertwegen
- von Amts wegen, von Rechts wegen, von Staats wegen
- von wegen! (ugs. für auf keinen Fall!)
© 2009 Dudenverlag (Zitat Ende)
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Und die Muschi-Geschichte?
Keine Muschi, sondern eine Ente?

Das Tollste ist aber, wenn bei Antworten die "seltsame" Überschrift einfach übernommen wird:
"Re: Job wegen einem anonymen Wort im Internet verloren"
Da schimmert der jeweilige IQ durch... ;-)
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