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News: Neuer Musik-Shop mit verrücktem Konzept

Gebrauchte MP3s verkaufen

Redaktion / 8 Antworten / Flachansicht Nickles

Der Name der Seite ist fast unaussprechlich, das Konzept brüllt nach Ärger: "bopaboo" will sich als Verkaufsplattform für "gebrauchte Musikdateien" etablieren. Werbeslogan des Startups: "Hören Sie auf damit Musik illegal zu tauschen, fangen Sie mit legalem Verkaufen an! Kaufen Sie DRM-freie MP3-Dateien bereits ab 0,25 Dollar".

Das Funktionsprinzip ist einfach: man lädt einfach seine "gebrauchten" ungeschützten MP3-Dateien auf bopaboo rauf und bietet sie dort zum Verkauf an. Jeder kann beliebig viele gebrauchte MP3s zum Verkauf anbieten.

Um die Zahlungsabwicklung kümmert sich bopaboo, Verkäufer werden am Verkaufserlös beteiligt. Konkret schnappt sich bopaboo 20 Prozent vom Verkaufspreis für seinen Service. Die Kohle wird entweder ausgezahlt, oder man kann sie zum Kauf gebrauchter MP3s von bopaboo verbraten. Käufer können einfach per Kreditkarte zahlen und sich die erworbenen "gebrauchten" MP3s dann einfach runterladen.

Um das Geschäft schnell wachsen zu lassen, gestattet bopaboo auch allen Interessierten das Einrichten eigener Gebraucht-MP3-Shops. In den FAQ weist bopaboo ausdrücklich darauf hin, dass nur ungeschützte, also DRM-freie, Musikdateien verkauft werden können. Außerdem wird nur das MP3-Audioformat akzeptiert.

Typisch Amerikanisch: die "sehr ausführliche" FAQ klärt auch wichtige Fragen wie "Was mache mich, wenn ich keinen MP3-Player besitze?".

Aus Sicht von bopaboo ist das Geschäftsmodell natürlich absolut legal - der Verkauf von gebrauchten LPs und Audio-CDs war es ja auch schon immer. Und im Fall der "gebrauchten" MP3-Dateien wird natürlich davon ausgegangen, dass diese irgendwann vorher irgendwo natürlich legal erworben und bezahlt wurden.

Auch will bopaboo verhindern, dass ein Verkäufer eine MP3-Datei mehrfach verkaufen kann. Dazu sollen die Uploads mit einem elektronischen "Fingerabdruck" versehen werden. Dieser Mechanismus soll es auch erkennen, wenn eine MP3-Datei verändert und dann erneut zum Verkauf upgeloadet wird.

Jetzt bleibt natürlich abzuwarten, wie die Musikindustrie auf das neue "Gebraucht-MP3"-Verkaufsmodell reagieren wird.

www.bopaboo.com folgte dem "Google-Trend" und legte jetzt erstmal als "Beta" los. Aktuell kann die Musik-Handelsplattform nur in den USA genutzt werden, selbst ein Abruf des aktuellen MP3-Angebots ist vom Ausland aus nicht möglich: www.bopaboo.com

kds Olaf19 „ Ja, zum Beispiel. Oder ein Fischverleih :- Aber im ernst... Begriffe wie neu...“
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Hallo Olaf

Dein Zitat:
"stinknormale Kopie - punktum. Das wäre sie selbst dann, wenn man zu 100% sicherstellen könnte, dass das Original gelöscht wird - was aber nie möglich sein wird."


Ok, das ist einzusehen. Aber könnte man denn nicht die Rechte/Nutzungsrechte an einen Dritten abtreten/weiterveräussern?
Da es sich ja lediglich um die Nutzungsrechte handelt, spielte es ja eigentlich keine Rolle, ob es sich bei der Weitergabe der Dateien um Kopien handelt.

kds :-)