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News: 15.000 Verbraucher befragt

Verärgerte DSL-Kunden rechnen ab

Redaktion / 8 Antworten / Flachansicht Nickles

Der Verbraucherzentrale Bundesverband (VZBV) hat eine Online-Umfrage zur Zufriedenheit von DSL-Kunden durchgeführt. Ingesamt wurden und 15.000 Verbraucher befragt, 13.500 davon verfügten bereits über einen DSL-Anschluss.

Das Ergebnis: erschütternd. Gerade die Wartezeiten auf einen Neuanschluss oder bei Vertragswechsel sind das größte Ärgernis. Ingesamt 5.489 der Befragten hatten ihren DSL-Anbieter schon mal gewechselt. 30 Prozent mussten rund einen Monat lang warten, bei 11 Prozent dauerte es länger als zwei Monate. 8 Prozent mussten gar drei Monate ausharren. Trauriges Schlusslicht: bei 6 Prozent dauerte es sogar 6 Monate oder länger.

Weiter konnte die Umfrage bestätigen, dass die Anbieter bei der Übertragungsgeschwindigkeit oft gnadenlos lügen. Es wird eine "höhere" Übertragungsgeschwindigkeit in Aussicht gestellt als dann wirklich rauskommt. Das war bei 48 Prozent der Befragten der Fall.

Wenig verwunderlich schließlich: zwei Drittel der Umfrageteilnehmer gaben an, mit dem Kundenservice ihres Anbieters unzufrieden zu sein: schlechte Erreichbarkeit, lange Warteschleifen, keine oder sehr späte Reaktion bei Versuch von Support über Email. 43 Prozent der Befragten ärgerten sich drüber, dass dieser "Kundendienst" auch noch kostenpflichtig ist.

Fazit der Umfrage: Service und Qualität der DSL-Anbieter lassen zu wünschen übrig. Olaf Weinel, Geschäftsführer der Verbraucherzentrale Niedersachsen: "Anspruch und Versprechen der Anbieter sind oft meilenweit entfernt von der Realität der Umsetzung bei den Kunden".

Der Verbraucherzentrale Bundesverband fordert die DSL-Anbieter nun auf, ihre Werbung wahrhaftig zu gestalten und ihren Kundenservice zu professionalisieren.

Quelle: Pressemitteilung

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