Hallo zusammen,
Ich habe mir auf eure Empfehlungen Vitualbox installiert um Linux Kubuntu zu testen.Mit dem Programm bin ich auch super zufrieden.Sehr simple Bedienung und so.Habe mir eine Iso von Kubuntu gezogen und mit Deamontools eingebunden.Installation klappt auch super bis zur Installation von Kaffeine da bleibt die Installation bei 85% hängen.Ich habe es schon drei mal probiert immer das Gleiche.Kennt sich vielleicht jemand damit aus?
Gruß nicolai
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Yast ist aber der verkehrte Ansatz.
Yast hat bei mir keine selbstgeschriebenen Config Files überschrieben , aber SUSEConfig.
Immer wenn ein Online Update lief wurden meine Einstellungen in diversen Konfig Dateien im /etc Verzeichnis überschrieben.
Warum sind es Textdateien wenn die Einstellungen wieder rückgängig gemacht werden ?
Bei Unix wird ein modularer Ansatz bei den Konfigurationsprogrammen gemacht.
Die Konfiguration wird auf viele kleine Programme verteilt, anstatt ein großes Programm zu schreiben.
Der Vorteil davon ist erstmal die Flexibilität. Man kann mit grafischen Programmen nur das konfigurieren was der Programmierer dem Anwender vorgibt. Und es wird ganz schnell unübersichtlich wenn man alles mit grafischen Programmen einstellen will.
(Systemsteuerung bei Windows ist auch nicht sinnvoll).
Und dann ist die Programmierung von kleinen Programmen meist viel einfacher. Der Programmcode ist viel kompakter und kann schnell weiterentwickelt werden.
Ich weiß nun nicht ob Debian diese Unixphilosophie gut umsetzt, aber ich finde die Art wie es Debian macht recht gut.
SUSE könnte beispielsweise debconf nach rpm portieren.
debconf ließt aus den deb Paketen die template Dateien aus und zeigt mit Hilfe eines Frontends die entsprechenden Fragen dem Anwender . Mit den Antworten wird eine debconf Datenbank aktualisiert und dann die entsprechenden Konfigurationsdateien automatisch erstellt.
Solche deb Pakete kann man dann später mit "dpkg-reconfigure Paket soundso" immer wieder neu konfigurieren.
Wobei Serveranwendungen meist mit dem Editor eingestellt werden da die Einstellungsmöglichkeiten zu vielfältig sind.
Bei einem Softwareupdate wird an Hand der md5 Prüfsumme erkannt ob eine Konfiguationsdatei mit einem Editor bearbeitet wurde und diese Datei wird nicht automatisch überschrieben, aber man kann sie überschreiben lassen. Der Admninistrator hat so die Möglichkeit die beiden Versionen dieser Konfig-Datei abzugleichen.
Ich will nicht SUSE schlecht machen, aber nur weil die Konfiguration mit grafischen Programme gemacht wird ist es meiner Erfahrung nach nicht einfacher.
Außerdem ist der Programmieraufwand zu groß und es schleichen sich sehr schnell Programmierfehler ein, wenn man so ein großes Programm wie yast schreibt.
Wenn du mehr über Debian erfahren willst, dann kann ich dir dieses Buch empfehlen:
Das Debian System. Konzepte und Methoden (Gebundene Ausgabe)
von Martin F. Krafft (Autor)
ISBN-10: 3937514171
ISBN-13: 978-3937514178
http://www.amazon.de/Das-Debian-System-Konzepte-Methoden/dp/3937514171
PS: Das Komische daran ist auch das SUSE von Novell gekauft wurde, Novell die Rechte an Unix hat oder hatte und seinerseits Unixware herausgebracht hatte. Und nun macht Novell so ein Betriebsystem wie SUSE, eine Linuxdistribution für Einsteiger ?
Die Geschichte von Unix kann man hier nachlesen:
http://www.unix.org/
