hallo Leute,
ich habe open suse 10.3 installiert. Außerdem habe ich noch xp und vista drauf. Installationsreihenfolge: xp, dann vista, dann linux. Linux lässt einstellen, wo grub installiert wird:
Rootpartition
Bootpartition
mbr
ich habe root gewählt, kenne aber den Unterschied nicht. Was ist der Unterschied Root zu bootpartition?
Folgendes Problem (daher die frage):
Als Bootmanager habe ich Acronis Disk Director. Dessen OS Selector installiert. Der erscheint beim hochfahren des PCs korrekt. Wenn ich jetzt Vista oder XP wähle, erscheint ein neuer Bootmanager, nämlich der von Vista. Darin muss ich erneut wählen. Wenn ich im OS Selector Linux wähle, erscheint der Bootmanager Grub mit dessen auswahl Windows und Linux. Darin muss ich wieder erneut auswählen.
Kann mir mal jemand erklären, wie und wo diese ganzen Bootmanager gespeichert werden. Reicht da nicht einer aus, der von OS Selector??
Kann man das Aufrufen des zweiten bootmanagers irgendwie ausschalten, so dass nach Wahl des Betriebssystems im OS Selector sofort das entsprechende OS gestartet wird?
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Du kennst wahrscheinlich gar nicht den Bootvorgang eines PCs.
Das BIOS lädt den First Bootloader aus dem MBR. Dieser First Bootloader startet seinerseites den Secondary Bootloader. Und dieser secondary Bootloader startet den eigentlichen Betriebsystemkern.
Dieser secondary Bootloader kann den Windowskernel nicht direkt starten. Ich weiß nicht warum. Deshalb wird mit Hilfe des chainloaders nur der erste Sektor von deiner Windowspartition (Laufwerk C:) gestartet (wenn du den grub in den MBR installierst hast).
In diesem ersten Sektor ist dann auch ein kleines Programm (wird von Windows automatisch installiert) welches dann den eigentlichen Windowsbetriebsystemkern startet.
Der Acronis Bootmanager arbeitet wahrscheinlich ähnlich. Er kann auch nur den ersten Sektor von der /boot Partition oder der / Partition starten. Wahrscheinlich kann der Acronis Bootmanager den Linuxkernel nicht direkt starten.
Wenn du den grub in die /boot oder / Partition installierst, dann wird auch ein kleines Programm in den ersten Sektor der jeweiligen Partition installiert, welches vom Acronis Bootmanager gestartet wird.
Außerdem kann der grub mehrere Linuxkernelversionen zur Auswahl anbieten. Ich übersetze meist einen eigenen Linuxkernel und lasse immer noch den Standardkernel von der Erstinstallation für Notfälle installiert.
Ich wüßte nicht warum man den Umweg über grub sparen sollte.
Wenn du beispielsweise FreeBSD mal testen willst, dann kannst du das ähnlich machen. FreeBSD hat auch den grub als Bootmanager und der grub von Linux kann den grub von FreeBSD starten. Der grub von FreeBSD kann dann seinerseits auch unterschiedliche Kernelversionen von FreeBSD starten. Die Standardkernel von FreeBSD sind nur sehr schlecht konfiguriert, weil der Maintainer nicht wissen kann welche Hardware im Rechner verbaut ist. Man kann auch unter FreeBSD einen eigenen Betriebsystemkern übersetzen und trotzdem den Standardkernel für den Notfall noch installiert lassen.
