Hallöchen,
da ich nun den alten PC verkauft habe kommt nun endlich der Athlon64 3700+ zum Einsatz. Hab ne 80GB Platte drin und ein nForce 6100/405 Mainbaord, was sowiet ich beim letzten mal sah erkannt wurde - bis auf den Ethernet, aber hab noch 6 Reltek-Karten rumliegen.
Ich würde da nun gerne den Server draus machen. Folgende Dinge MÜSSEN sein... da geht nichts drum herum:
HTTP und FTP Server
PHP5, MySQL5
WebDAV (für Oraginzer und diversen Kleinkram ;))
Dazu kommt dann eventuell noch nen CSS und CS Server via LAN, nen TeamSpeak und naja, eben nen Fileserver (da soll noch eine HDD rein, aber wäre cool, wen er erstmal so läuft).
Da ich mich mit Linux nicht auskenne und zu WIndows Server 2003 die Lektüre extrem teuer ist und Windows auch total überladen (speziell das mit den Rechten), würde ich gern von euch mal nen paar Ideen haben, welches Linux am besten wäre, welche gerade für mich als Laien da in Frage kommt und ob evetuell jmd. diverse Sieten oder Bücher kennt, die mir da weiterhelfen (wioe egsagt: Laie!!!). Der Nickles-Linux Report war schon hilfreich, aber Apache und Co. stehen ja nich drin ^^
Linux 15.012 Themen, 106.847 Beiträge
@vagabund , ich kann the_mic nur zustimmen. Desktoprechner sind mit keinem Betriebsystem kompliziert, weil es bei Desktopsystemen kaum etwas zu konfigurieren gibt. Ob man das mit Menüs wie bei Windows macht oder mit Kommandozeilenprogramme wie bei Unix ist dabei egal.
Du mußt dir die Handbücher zu Apache, MySQL und allen anderen Serveranwendungen besorgen und dich da reinarbeiten.
Du kannst auch mal Solaris probieren. Aber Solaris 10 ist eigentlich mehr für die Industrie geeignet. Du mußt mit Sun Microsystems einen Supportvertrag machen, nur um Updates installieren zu können. Ohne Supportvertrag kannst du nur Patches installieren. So ein Vertrag kostet etwa 120 $ pro Jahr und pro CPU ! Für eine Firma ist das nicht viel Geld, aber für Privatanwender ?
Der Vorteil von Linux ist würde ich mal sagen, es ist für Privatanwender kostenlos und für die Industrie gibt es die wichtigen Standards für den Desktopbereich.
Die Linux Standard Base baut auf Teilen des POSIX Standards von Unix auf und außerdem sind Teile der Single Unix Spezifikation eingeflossen.
Es wurden aber auch Bibliotheken für Desktopanwendungen festgelegt.
Wenn du eine Distribution nutzt die zur LSB 3.1 kompatibel oder sogar zertifiziert ist, dann kannst du auch Programme nutzen die mit einer anderen LSB 3.1 kompatiblen Distribution programmiert wurden. So was geht bei Solaris überhaupt nicht. Du kannst unter Solaris nur Solaris Programme installieren und keine Programme die eventuell mit HP Unix oder AIX Unix programmiert wurden.
Ich würde erstmal mit einem Desktoprechner beginnen.
Du kannst auch gleich mit Debian anfangen und dann irgendwann mal mit Debian einen Server aufbauen. Die Konfigurationswerkzeuge sind die gleichen, egal ob Desktoprechner oder Server.
Selbst das Übersetzen eines eigenen Betriebsystemkerns setzt keinerlei Programmierkenntnisse vorraus. Man kommt mit dem eigentlichen Programmcode überhaupt nicht in Berührung.
Der Linuxkernel selbst besteht mittlerweile aus mehr als 10 Millionen Befehlszeilen und deshalb gibt es eine Unmenge an Kerneloptionen zu berücksichtigen (die aber relativ gut erklärt sind).
Probiers mal ;-)
