Linux 15.070 Themen, 107.540 Beiträge

Ubuntu-Server Tutorial?

Vagabund / 7 Antworten / Baumansicht Nickles

Hallöchen,


da ich nun den alten PC verkauft habe kommt nun endlich der Athlon64 3700+ zum Einsatz. Hab ne 80GB Platte drin und ein nForce 6100/405 Mainbaord, was sowiet ich beim letzten mal sah erkannt wurde - bis auf den Ethernet, aber hab noch 6 Reltek-Karten rumliegen.

Ich würde da nun gerne den Server draus machen. Folgende Dinge MÜSSEN sein... da geht nichts drum herum:

HTTP und FTP Server
PHP5, MySQL5
WebDAV (für Oraginzer und diversen Kleinkram ;))

Dazu kommt dann eventuell noch nen CSS und CS Server via LAN, nen TeamSpeak und naja, eben nen Fileserver (da soll noch eine HDD rein, aber wäre cool, wen er erstmal so läuft).

Da ich mich mit Linux nicht auskenne und zu WIndows Server 2003 die Lektüre extrem teuer ist und Windows auch total überladen (speziell das mit den Rechten), würde ich gern von euch mal nen paar Ideen haben, welches Linux am besten wäre, welche gerade für mich als Laien da in Frage kommt und ob evetuell jmd. diverse Sieten oder Bücher kennt, die mir da weiterhelfen (wioe egsagt: Laie!!!). Der Nickles-Linux Report war schon hilfreich, aber Apache und Co. stehen ja nich drin ^^

bei Antwort benachrichtigen
ChrE Vagabund „Ubuntu-Server Tutorial?“
Optionen

Hallo!

Das Problem habe ich auch.
Ich möchte gerne mal einen Ubuntu-Server mit Plone ausrüsten.
Also - frisch ans Werk. Zum Spielen geht ja erst mal VMWare.
Nach der Installation kam aber: "PANIC: CPU too old for this kernel" beim Booten.
Also ganz so easy ist Linux auch nicht :-)

Ganz hilfreich sind die Foren: http://www.ubuntu-forum.de/portal.html

Ein bisschen gibt es hier: http://www.galileocomputing.de/openbook/ubuntu/

Vielleicht hift das ein wenig: http://www.exanto.de/eine-virtuelle-maschine-mit-ubuntu-apache2-php5-und-mysql-50-einrichten.html

Man kann doch bei der Installation schon den LAMP-Server installieren lassen.
Dann ist Apache, PHP, MySQL schon erschlagen.
Fehlt noch der Samba-Server.

Ansonsten wäre ich für Tipps auch sehr dankbar.

Gruss

ChrE

bei Antwort benachrichtigen
KarstenW Vagabund „Ubuntu-Server Tutorial?“
Optionen

Ich würde eventuell erstmal Linux genauer kennenlernen, da Internetserver nicht gerade einfach sind.
Du mußt dir zu jeder Serveranwendung die Handbücher kaufen und lernen wie man sie konfiguriert.
Auf Internetserver wird aus Sicherheitsgründen nie ein XServer und auch kein Desktop installiert. Deshalb müssen Unixbetriebsysteme und auch Linuxdistributionen sehr flexibel konfigurerbar sein.
Ubuntu ist für Internetserver schlecht geeignet, weil der XServer und der Desktop automatisch mit installiert wird.
Außerdem wird empfohlen auf Internetserver immer einen monolitischen Betriebsystemkern zu installieren, da modularisierte Kernel durch rootkits zu leicht angreifbar sind.
Deshalb mußt du lernen wie man sich den Linuxkernel für einen Internetserver selbst übersetzt (kompiliert).
Ich würde dir empfehlen erstmal Linux genauer kennenzulernen und nicht gleich mit einem Internetserver anfangen.

Diese Serveranwendungen gibt es bei jedem Unixderivat, nicht nur bei Linux.
Wenn du es dennoch probieren willst, dann empfehle ich dir Debian.
Debian kann sowohl als Desktoprechner oder als Internetserver (ohne Desktop und XServer) konfiguriert werden.
Du wirst wahrscheinlich frustriert sein wenn es nicht gleich funktioniert:

http://debiananwenderhandbuch.de/

Für Administratoren ist dieses Handbuch sehr zu empfehlen:


Das Debian-System (dt. Ausgabe)
Konzepte und Methoden
von Martin F. Krafft

Februar 2006
ISBN 3-937514-17-1
dt., ca. 650 S.
gebunden, DVD

https://www.opensourcepress.de/index.php?26&backPID=15&tt_products=52

http://www.debianforum.de/forum/

Wenn du willst kannst du dich auch an FreeBSD probieren. Da gibt es die gleichen Serveranwendnungen. FreeBSD ist wahrscheinlich am besten für Server geeignet, da FreeBSD sehr lange Releasezyklen hat (länger als Debian):

http://www.freebsd.org/de/

http://www.de.freebsd.org/doc/de/books/handbook/index.html

Ein sehr gutes Buch über FreeBSD :

http://www.lemis.com/grog/Documentation/CFBSD/

PS: Du siehst schon das das alles mit einem enormen Lernaufwand verbunden ist. Ich würde es für den Anfang erstmal mit einem Desktoprechner versuchen und da kannst du auch Ubuntu nutzen ;-).

http://ubuntuusers.de/

http://www.galileocomputing.de/openbook/ubuntu/










Debian GNU/Linux https://www.debian.org/index.de.html
bei Antwort benachrichtigen
Xdata KarstenW „Ich würde eventuell erstmal Linux genauer kennenlernen, da Internetserver nicht...“
Optionen

Von Ubuntu gibt es auch eine reine Serverversion , die nur etwa 150MB groß ist

Auf Pro-linux. gibt es eine Beschreibung eines Home Servers ohne X, von Marcel Urech glaube ich.


Debian und Freebesd machen die Unterscheidung in Server , Workstation und Desktop Versionen nicht?


-- Obwohl beide als Server mit großem Erfolg laufen sollen, sogar proprietäre Firmen setzen es ein.

bei Antwort benachrichtigen
KarstenW Xdata „Von Ubuntu gibt es auch eine reine Serverversion , die nur etwa 150MB groß ist...“
Optionen

Nein , Debian und FreeBSD sind universell einsetzbar. Man kann bei Debian sich den Desktop incl. XServer automatisch installieren lassen. Das wird beim Menüpunkt Softwareinstallation vom Installer gemacht.
Man kann diesen Menüpunkt Softwareinstallation auch überspringen und sich den Rechner manuell in der Konsole konfigurieren, egal ob als Desktop oder als Internetserver.
Das ist typisch für Unixsysteme wie FreeBSD, Solaris oder die Linuxdistribution Debian.
Der Linuxkernel ist auch gleichzeitig für Internetserver und Desktoprechner programmiert worden.
Man sollte sich aber den Betriebsystemkern im Serverbereich selbst übersetzen, da man im Serverbereich andere Eigenschaft braucht als im Desktopbereich.
Man kann beispielsweise unter drei verschiedenen Schedulern sich den passenden raussuchen. Dann soll man auch keinen modularisierten Kernel auf einem Internetserver installieren, da die rootkits diese modularisierten Kernel leichter manipulieren können, um Ports zu öffnen in die sich ein Hacker als root einloggen kann.

Debian versucht im Serverbereich einen Kompromiss zu machen zwischen Systemsicherheit und Benutzerfreundlichkeit, die sich ja bekanntermaßer gegenseitig ausschließen.

Im Desktopbereich würde ich auf jeden Fall Debian bevorzugen da Debian etch kompatibel ist zur Linux Standard Base 3.1 und daurch kann man eine Menge an Fremdprogrammen unter Debian installieren.
FreeBSD ist da nicht so populär geworden wie Linux.
Für FreeBSD gibt es nicht so viele Desktopanwendungen wie bei Linux. Solaris 10 kann ich nicht richtig einschätzen.
Unixsysteme sind mehr reine Serversysteme . Bei Unix fehlen nach wie vor Standards für den Desktopbereich. Bei Unix gibt es den CDE Desktop. Der POSIX Standard hätte irgendwann einmal um fehlende Bibliotheken für Desktopanwendungen erweitert werden müssen. Eine Vereinheitlichung wird bei Unix seit mehr als 20 Jahren versucht. Da ist nie was daraus geworden.
Deshalb würde ich im Desktopbereich Linux mit seiner Standard Base den Vorzug geben.














Debian GNU/Linux https://www.debian.org/index.de.html
bei Antwort benachrichtigen
Vagabund KarstenW „Nein , Debian und FreeBSD sind universell einsetzbar. Man kann bei Debian sich...“
Optionen

Is solaris mal nen Blick wert? Ich meine, nen Apple wäre ja okay, aber das mir zu teuer.
Wenn nen Unixsystem, dann werdsch auche rstmal mitm Desktopsystem starten, die können da teils die Storageaufgabe auch übernehmen, hab ja nen Kabelnetz OHNE "frmdlinge" ;-)

bei Antwort benachrichtigen
the_mic Vagabund „Is solaris mal nen Blick wert? Ich meine, nen Apple wäre ja okay, aber das mir...“
Optionen

Ich glaube, du verfehlst die Hauptproblemstellung einer Serverinstallation: Das Betriebssystem ist nur der kleinste Teil. Das ist schnell installiert und auch verhältnismässig einfach zu sichern. Das Hauptproblem ist die Konfiguration der Serverdienste und grad Webserver bieten unzählige Einstellungsoptionen (über Apache wurden schon zahllose Bücher geschrieben...). Da kannst du wahnsinnig werden, bis das erstmals richtig läuft.
Da hilft auch das allerbenutzerfreundlichste (wie auch immer das definiert sein mag) Betriebssystem gar nichts.

Server erfordern vertieftes Wissen! Daran führt kein Weg vorbei. Welches Betriebssystem du dafür einsetzt, ist letztendlich egal, du musst es einfach beherrschen.

Ergo: Entscheide dich für ein Betriebssystem. Dann setz dich hin und lerne damit umzugehen.

cat /dev/brain > /dev/null
bei Antwort benachrichtigen
KarstenW Vagabund „Is solaris mal nen Blick wert? Ich meine, nen Apple wäre ja okay, aber das mir...“
Optionen

@vagabund , ich kann the_mic nur zustimmen. Desktoprechner sind mit keinem Betriebsystem kompliziert, weil es bei Desktopsystemen kaum etwas zu konfigurieren gibt. Ob man das mit Menüs wie bei Windows macht oder mit Kommandozeilenprogramme wie bei Unix ist dabei egal.
Du mußt dir die Handbücher zu Apache, MySQL und allen anderen Serveranwendungen besorgen und dich da reinarbeiten.

Du kannst auch mal Solaris probieren. Aber Solaris 10 ist eigentlich mehr für die Industrie geeignet. Du mußt mit Sun Microsystems einen Supportvertrag machen, nur um Updates installieren zu können. Ohne Supportvertrag kannst du nur Patches installieren. So ein Vertrag kostet etwa 120 $ pro Jahr und pro CPU ! Für eine Firma ist das nicht viel Geld, aber für Privatanwender ?

Der Vorteil von Linux ist würde ich mal sagen, es ist für Privatanwender kostenlos und für die Industrie gibt es die wichtigen Standards für den Desktopbereich.
Die Linux Standard Base baut auf Teilen des POSIX Standards von Unix auf und außerdem sind Teile der Single Unix Spezifikation eingeflossen.
Es wurden aber auch Bibliotheken für Desktopanwendungen festgelegt.
Wenn du eine Distribution nutzt die zur LSB 3.1 kompatibel oder sogar zertifiziert ist, dann kannst du auch Programme nutzen die mit einer anderen LSB 3.1 kompatiblen Distribution programmiert wurden. So was geht bei Solaris überhaupt nicht. Du kannst unter Solaris nur Solaris Programme installieren und keine Programme die eventuell mit HP Unix oder AIX Unix programmiert wurden.

Ich würde erstmal mit einem Desktoprechner beginnen.
Du kannst auch gleich mit Debian anfangen und dann irgendwann mal mit Debian einen Server aufbauen. Die Konfigurationswerkzeuge sind die gleichen, egal ob Desktoprechner oder Server.

Selbst das Übersetzen eines eigenen Betriebsystemkerns setzt keinerlei Programmierkenntnisse vorraus. Man kommt mit dem eigentlichen Programmcode überhaupt nicht in Berührung.
Der Linuxkernel selbst besteht mittlerweile aus mehr als 10 Millionen Befehlszeilen und deshalb gibt es eine Unmenge an Kerneloptionen zu berücksichtigen (die aber relativ gut erklärt sind).

Probiers mal ;-)







Debian GNU/Linux https://www.debian.org/index.de.html
bei Antwort benachrichtigen