Ich habe für meinen Canon Pixma die Linux Turboprint Treiber installiert. Der Drucker hängt am USB. Der Alias ist tp0 das Gerät wird mitT /dev/lp0 angezeigt. Der Testdruck startet bis 1,8% und dann bricht er ab und wird erneut aufgerufen. Kennt jemand das Problem und weiss wo ich dran drehen muss?
Oder gibt es einen besseren Treiber für den Pixma? Canon hat keinen.
fbe
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Das frage ich mich auch.
Ich würde diese GDI Drucker auch nicht als Windowsanwender kaufen, jedenfalls nicht wenn ich den Drucker an einem Printserver wie der Fritzbox anschließen möchte.
Ich weiß nicht genau wie die GDI Drucker funktionieren.
Die richtigen Drucker steuern den Druckkopf selbst um die Daten auszudrucken.
Ein Programm muß nur die Daten im richtigen Druckformat erzeugen. Das ist bei HP Drucker PCL 3 bei Tintenstrahldrucker und PCL 6 bei Laserdrucker.
Unixprogramme erzeugen ihre Druckdaten im Postscriptformat.
Deshalb muß unter Linux oder Unix der Ghostscript mit Hilfe dieser Treiber ( werden auch als Filter bezeichnet) die Druckdaten erst noch in dieses PCL Format (bei HP Drucker) umwandeln, bevor die Daten an den Drucker gesendet werden.
Dann kommen die Daten im Speicher des Druckers an und der Drucker druckt die Daten selbst aus (der Drucker steuert auch selbst den Druckkopf).
Bei GDI Drucker ist das anders.
Ein GDI Drucker hat keine Druckersprache wie PCL oder Postscript.
Da muß ein Programm (ein spezieller Treiber) auf dem Hauptrechner den Druckkopf steuern um die Daten auszudrucken.
Dazu muß wahrscheinlich eine durchgehende Steuerleitung vom Rechner zum Drucker vorhanden sein, damit der Treiber den Druckkopf steuern kann.
Wenn die Verbindung durch einen Printserver unterbrochen ist, funktionieren diese GDI Drucker nicht mal unter Windows richtig.
Da Cannon keine Linuxtreiber programmiert, machen das manchmal Freizeitprogrammierer die aber teilweise keine genauen Informationen über die Steuerbefehle des Drucker haben.
Deshalb funktionieren solche Treiber eben nicht richtig.
Solange Cannon nicht selbst Druckertreiber für Linux programmiert , kaufe ich keine Cannondrucker.
Aber selbst unter Windows gibt es mit solchen billigen GDI Drucker Probleme , wenn sie an einem Printserver angeschlossen werden.
Ich bin da auch kein Experte.
Mit HP Druckern und dem HPLIP Projekt habe ich immer gute Erfahrungen gemacht, kann ich empfehlen.
PS: Frage doch mal bei Turboprint nach ob diese Treiber fehlerfrei funktionieren.
PPS: Hier ist auch noch so ein Freiwilligen-Projekt:
http://www.linux-foundation.org/en/OpenPrinting
Das Hauptproblem ist, das die Firmen keine Informationen über ihre Drucker liefern.
Am besten funktionieren Drucker die als Druckersprache Postscript Level 3 könnnen. Da braucht man nur noch die passende ppd Datei (Postscript-Beschreibungsdateien) zum Konfigurieren der Druckerwarteschlange.
Für Postscriptdrucker (kann emuliert sein) braucht man gar keine Treiber unter Linux, da alle Programme ihre Druckdaten im Postscriptformat erzeugen.
